Nudelsuppe mit hausgemachter Geflügelbrühe und Petersilie

Nudelsuppe mit hausgemachter Geflügelbrühe und Petersilie © Liz Collet
Nudelsuppe mit hausgemachter Geflügelbrühe und Petersilie © Liz Collet

Je vis de bonne soupe,
et non de beau langage.

Molière

Nein, von schönen Worten ist nicht satt zu werden. Auch wenn andere in vielzitierten Worten der Rose in manchen Augenblicken mehr Wert als einem Brot zumessen. Ob zum Becircen und um zu einem anderen Ziel bei Damen zu gelangen, das müssten Sie indessen Rilke fragen. Doch wird er es ihnen heute nicht mehr beantworten. 

Man darf indessen getrost glauben, dass auch die noch so romantisch gewillte und mit Rosen und deren Duft betörte Dame keinen endlos knurrenden Magen hinnehmen mag. Egal um welcher Gesellschaft welchen noch so beliebten, geliebten und angehimmelten Dichters oder anderen Herrn.

Täte sie es dennoch, müsste man ihren Verstand bezweifeln. Auch solche Beispiele kennt die Geschichte. Die in Bildern, Worten und Werken von Damen und solchen, die es mehr oder weniger in der Gesellschaft waren und in der Gesellschaft mancher Herren nicht lange blieben und aus der feinen tief fielen, manche gar in Bahngleise. Traurige Beispiele. Die Welt liebt solche Dramen und Tragödien, auch wenn sie selbst Happy End im eigenen Leben beansprucht. Zu dem – was sonst? – mindestens Hochzeiten, Champagner und feine Menüs gehören. Und Entrées in feine Gesellschaften wie bei Menüs mit vielen feinen Gängen, bei jedem Anlass und von Anlass zu Anlass immer wieder.

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Aus Entrées werden wunderbare Hauptgerichte. Wie sie es immer schon waren bei denen, die gewollt oder gezwungen ökonomisch denkend und sparsam und vernünftig wirtschaftend mit wenigen Zutaten lange und viele satt machen wollen. Denken Sie zu Ende, warum es bei Hochzeiten und anderen Gesellschaften mit vielen Gästen gerne Suppen gibt…..

Dass man von klaren bis gebundenen, von solchen mit und ohne Einlagen bis hin zu üppig zu Eintöpfen wachsenden Suppen zudem leichterhand mehr als zwei Jahre lang jeden Tag andere Suppen servieren kann, ohne sich auch nur einmal zu wiederholen, kann nicht nur ich kinderleicht mit meinen eigenen Rezepten belegen. Unzählige Kochbücher versuchen das auch.

Leider konträr dazu die Angebote der Gastronomie auf jeweiligen Speisekarten, bei denen sich zu mindestens 70% nur 3-5 Suppen zur Auswahl finden. Diese – wenn überhaupt hausgemacht – beschränken sich auf die immer gleichen Suppen. Fragt man nach, heisst es meist, diese seien eben vorwiegend gefragt. Ich gestatte mir, den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung zu bezweifeln. Nicht weil ich der Maßstab wäre, der andere Suppen und Abwechslung wünsche. Sondern aus Erfahrung und Gesprächen mit vielen anderen grossen und kleinen, jungen und nicht mehr ganz jungen Gästen, mit denen ich unterwegs war und bin, auch ganzer Reisegruppen. Dass dann entweder keine der nur und wieder mal angebotenen Suppen bestellt werden oder doch nur diese, der Not mangelnder Alternative beugend, ist kein Beleg für die gern gestreute Pseudowahrheit. Völlig absurd wird es dann, wenn Kunden für simple Broths to go in Becherportiönchen horrende, weil völlig überzogene Preise zahlen, die sie selbst leicht kochen und portionsweise bevorratet bestens und preis.wert.er geniessen könnten.

Aber lassen wir das. Ebenso wie die traurige Wahrheit, wie viele Gastronomiebetriebe Suppen aus Tüten und Dosen auftischen.

Hausgemachte Hühnerbrühe © Liz Collet
Hausgemachte Hühnerbrühe © Liz Collet
Hausgemachte Hühnerbrühe © Liz Collet
Hausgemachte Hühnerbrühe © Liz Collet

Bei mir gibt es gerne und oft und vielerlei verschiedene Suppen. Und bei aller Vielfalt manchmal auch ganz einfache Klassiker wie die Nudelsuppe. Mit einem der Gläser aus dem TK-Fach, in denen ich immer portioniert Geflügel- Gemüse- und Rinderbrühen, aber auch Fischfonds parat habe, ist sie zudem schnell zubereitet. Eines solcher Gläser am Vorabend vom Tk-Fach in den Kühlschrank gestellt oder frühmorgens auf den Küchentisch zum Auftauen, dann den Inhalt des Glases in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Suppennudeln direkt in die Brühe geben

(manche garen sie separat in Salzwasser und geben sie dann erst in die Brühe, um Trübung der Suppe durch Stärke der Pasta zu vermeiden)

und darin garen. Bei mir sind es heute “Schnitt”, die etwas breiteren und längeren Suppennudeln von Bernbacher, die ich bei Suppennudeln am liebsten neben den dünnen Suppennudeln mag. Eines meiner hohen Nudelvorratsgläser ist immer gut damit gefüllt und darf nie ganz leer werden. Sie können aber auch andere nehmen, jeder hat seine Vorlieben.

Abschmecken mit Salz, Pfeffer und frischer Petersilie

aus meinem kleinen Kräutergarten, in den dieser Topf aus der Gärtnerei in Murnau nach den Eisheiligen umgetopft wurde und wo er seither unverwüstlich und wild wuchert. Fertig ist das Mittagsmahl heute Zum Zwölfeläuten.

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