Salatteller mit Romadur und Radieschen-Dressing

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Salatteller mit Romadur und Radieschen-Dressing © Liz Collet

Die Gesellschaft
setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen:
die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit,
die anderen weit mehr Appetit als Mahlzeiten.

Nicolas Chamfort

Heute gibt es einen Salatteller mit einem Dressing, das sehr gut zu dem Romadur passt. Romadur ist ein Weichkäse mit Rotschmiere.

Nicht jeder mag diese Käsesorten, sie “duften” je nach Reifegrad auch im Kühlschrank zunehmend intensiv; das hat ihnen den Spitznamen “Stinkerkäse” eingebracht. Ich wuchs mit diesen beiden Käsesorten auf, die in meiner Familie sehr beliebt und vor allem im Sommer zur Brotzeit gegen 16 Uhr (als Abendbrot) mit Radieschen, Tomaten, Gurken, Leber- und anderer Wurst und grünem Salat mit Radieschen regelmässig auf den Tisch kam. Es gab den Limburger und Romadur dann auf Butterbrot und mit reichlich Schnittlauch; allein der aromatische Duft frischen Schnittlauchs – vor allem aus dem gepachtetem Gartenfleck meiner Grossmutter – am Küchentisch meiner Grosseltern ist mir heute noch gegenwärtig, als sässe ich davor.

Im Pfaffenwinkel, in meiner Geburtstadt Schongau gab es das Erste Bayerische Butterwerk, das Wirtschafts- und Industriegeschichte schrieb für meinen Heimatort und die Region. Man stellte auch dort neben anderem Käse Limburger namens “Spitzbub” her, den meine Grossmutter für meinen Vater bei Besuchen bei uns in der Isarmetropole auch immer mitbrachte – er liebte ihn. Legendär ist eine sommerliche Bahnfahrt, bei der die warmen Temperaturen im Waggon des Schienenbusses trotz geöffneter Fenster den “Duft” des Käses in ihrer Reisetasche trotz Verpackung in einer Kühltasche sacht durchzogen. Niemand ahnte, woher er kam, meiner Grossmutter gelang es insgeheim spitzbübisch mit Lachen kämpfend, mit harmlosester Miene die Bahnfahrt zu überstehen. Doch wählte sie seither im Sommer den frühesten Zug nach München, wenn sie ihrem Schwiegersohn seinen geliebten Spitzbua-Käse mitbrachte, der von der Firma Hindelang in Steingaden hergestellt wurde. Es gab den “kleinen Romadur” mit einem Gewicht von 125 Gramm und den “großen Spitzbub”, einen Klein-Limburger mit 200 Gramm.

Die Käsereien in Schongau und Steingaden vom Ersten Bayerischen Butterwerk wurden nach der Gründung der Feinkäserei Hochland von diesen gepachtet und übernommen. Seitdem verstand sich das Butterwerk als Zulieferer für die Molkerei Hochland, die 1997 in Schongau eine neue Produktion im Industriegebiet in Betrieb genommen hatte. 1928 war das Erste Deutsche Butterwerk gegründet worden und hatte die Firmenbezeichnung, weil es der erste Betrieb in Bayern war, der sich ausschließlich mit der Herstellung von Markenbutter befasst hatte.

Das ursprüngliche Gebäude des Ersten Deutschen Butterwerks am Rande der mittelalterlich von einer vollständig umfassten Stadtmauer Schongaus besteht leider nicht mehr, es wurde abgerissen. Dass Hochland seit rund 40 Jahren den Käse für McDonalds liefert, erfuhr ich anlässlich eines zweitägigen Workshops zur Produktentwicklung für die sog. Hüttengaudi, zu der ich 2011 als Teilnehmerin von McD eingeladen wurde. Ein sehr interessanter Workshop, en passant. Bei dem ich viel Hintergrundinformationen während der gemeinsamen kreativen Planung und Entwicklung bis hin zur Herstellung und Verkostung eines neuen Produkts für die sog. “Hüttengaudi” erhielt und viel lernte.

Diesmal ist es zufällig ein Romadur der Molkerei Weihenstephan, den ich persönlich gern mag; aber auch von St. Mang gibt es – auch bei mir – regelmässig Limburger und Romadur zu Brotzeit, Abendbrot,

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aber auch zu Salaten oder mariniert zu abgebräunten Servietten- oder Brezenknödln. Im Käseladen am Schlossmuseum in Murnau gibt es zudem ein weiteres feines Käseschmankerl: Heumilchromadur, den man unbedingt ebenfalls kosten sollte – am besten pur und zu einer Breze oder röschem Bauernbrot.

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Radieschen © Liz Collet

Radieschen mit ihrer feinen Schärfe und Würze passen zu Käse generell gut, besonders bei Limburger und Romadur aber mag ich sie auch in dem Dressing. Dazu werden Zwiebeln und Radieschen klein gewürfelt, mit Salz, Pfeffer und Schnittlauch (oder dem Grün von Knoblauch oder Früglingszwiebeln) in eine Schüssel gegeben. Lassen Sie die Mischung zunächst etwas ruhen, so ziehen die Radieschen etwas Wasser und werden ein wenig milder. Dann mit Öl und Weissweinessig vermischt.

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Radieschen-Dressing © Liz Collet,
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Romadur und Radieschen © Liz Collet

Romadur bekommen Sie in verschiedenen Fettstufen. Je nachdem wie weit er gereift ist, wird der Kern weicher und der Geschmack von mild zunehmend pikanter und würziger. Zu kräftigen Broten und Semmeln oder Pumpernickel schmeckt er sehr gut. Bevor Sie ihn verzehren, nehmen Sie ihn mindestens 15 Minuten aus dem Kühlschrank.

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Salatteller mit Romadur und Radieschen-Dressing © Liz Collet

Für den Salatteller hatte ich heute noch roten Kopfsalat, Lollo verde, Gurken, Tomaten und Radieschen, die auf dem Teller angerichtet werden. Verteilen Sie einige Scheiben des Romadurs darauf und über alles das Dressing.

Der Weihenstephaner Romadur ist als 100 g Packung ausreichend für 2 Personen, je 50 g sättigen bei solch einem Salatteller ohne Weiteres. Ein Brot oder gute Semmel oder Breze dazu passen sehr gut. Wer eine noch sättigendere Mahlzeit wünscht, kann Salz-, Pell- oder Bratkartoffeln dazu servieren.

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Salatteller mit Romadur und Radieschen-Dressing © Liz Collet

C’est ca! Fertig ist das Mittagsmahl heut’ Zum Zwölfeläuten, das zugleich mein Beitrag zum #FiestaFriday172 heute ist.

Bon appétit!

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