Knödlgröstl – ein Resteessen, für das man gern gleich Reste beim Knödlkochen einplant

Plastikfreie Aufbewahrung © Liz Collet
Plastikfreie Aufbewahrung © Liz Collet

Gut gesessen
ist halb gegessen.

Johann Wolfgang von Goethe

Ich jedenfalls plane beim Kochen von Kartoffelknödl tatsächlich immer einige mehr ein, die 1 oder 2 Tage später gut gekühlt aufbewahrt perfekt sind, um sie in Scheiben zu schneiden und in etwas Öl goldbraun und knusprig zu braten. Dazu ein knackig frischer Kopfsalat, vielleicht ein paar Radieschen – das ist schon eine der vielen Möglichkeiten für eine weitere Mahlzeit. Eine meiner Lieblingsspeisen bereits mit diesen wenigen Zutaten.

Doch damit hat es natürlich nicht sein Bewenden, doch alle Vielfalt von möglichen weiteren Zutaten ist dann bereits Bonusmaterial. Und hängt davon ab, wieviele Knödl und andere Reste und wieviele Schmankerlgäste mit Ihnen davon satt werden wollen.

Nebenbei illustriert das eingangs gezeigte erste Bild eine der banalsten Möglichkeiten, wie plastikfrei Lebensmittel aufbewahrt werden können. Ob Teller auf Schüssel oder umgekehrt, das hängt allein von dem ab, was darunter oder darin verwahrt wird.

Das Geschirr ist zufällig eines meiner ältesten und liebsten, ich habe es mir Stück für Stück zusammengekauft und zwar auf der Regensburger Dult, die nur wenige Gehminuten von meinem ersten Studentenzimmer entfernt zwei Mal im Jahr stattfand und auf der man nicht nur Spass beim Autoscooterfahren etc. haben, sondern auch allerlei Waren finden konnte. Die Geschirrteile hatte ich schon bei den ersten Besuchen entdeckt, aber erst als Referendarin leistete ich mir nach und nach einzelnen Teile. Mit einer Teekanne, die ich brauchte, und einer passenden Teetasse und -Untertasse fing ich an. Bis ich auch anderen Teile und zuletzt Schüsseln und Suppenterrine zusammen hatte. Das Blümchenstreumuster ist eines der Muster, an denen ich mich auch nach Jahren nicht abgesehen habe.

Wie Sie sehen, sind die Knödl bei mir nicht immer gleich gross, auch das hat Gründe. Der eine ist, dass je nach Gästen und unterschiedlichem Alter oder Hunger manche nur einen kleinen Knödl (Kinder) schaffen oder wollen (Senioren) und andere eben mehr Appetit haben. Zum anderen lassen sich die mittleren Knödl besser anderntags von der Grösse der Scheiben braten oder in einer Auflaufform für Gratins schichten, als die grossen. Frau denkt mit und voraus.

Kartoffelknödl © Liz Collet
Kartoffelknödl © Liz Collet

Eine solche grobe Bratwurst wird von der feinen Haut befreit, indem mit dem Küchenmesser längst eingeritzt diese ganz leicht abgezogen werden kann.

Bratwurst © Liz Collet
Bratwurst © Liz Collet

Mit Bratwürsten lassen sich viele schmackhafte und deftige Gerichte zubereiten, manche haben Sie hier im Blog bereits entdecken können.

This slideshow requires JavaScript.

Für’s Gröstl wird sie in scheiben geschnitten und als erste der Zutaten in der Pfanne angebraten.

Knödlgröstl mit Bratwurst © Liz Collet
Zutaten für Knödlgröstl © Liz Collet

Dewrweil Knödl in Scheiben schneiden, rote Zwiebel würfeln, Frühlingslauch in Ringe schneiden, Tomaten achteln oder in Scheiben schneiden.

Knödlgröstl mit Bratwurst © Liz Collet,© Liz Collet, Knödl, Klösse, Knödl, Gröstl, Kartoffelklösse, Kartoffelknödl, Bratwurst, Wurst, Resteessen, Resterezept, Resteverwertung, Tomate, rote Zwiebel, Lauch, Pfannengericht, Pfanne, kariert, rot-weiss, rot-weiss-kariert, Regionale Rezepte, Österreich, Alpen, alpenländisch, Bayern, bayerische Küche, Bayerische Rezepte, rustikal, deftig, Bratpfanne, Ei, Spiegelei,
Knödlgröstl mit Bratwurst © Liz Collet

Und dann geht’s eh fix: Die Bratwurstscheiben aus der Pfanne nehmen und die Knödl goldbraun braten. Das geht am besten bei mittlerer bis kleiner Hitze. Sind diese aussen knusprig, die Wurst und Zwiebeln hinzufügen und alles zusammen mit etwas Pfeffer braten, bevor Eier darüber gegeben werden. Sind diese gar, Pfanne vom Herd nehmen und DANN erst Tomaten in der Pfanne verteilen und Lauch darüber streuen. Petersilie würde statt Lauch auch sehr gut passen.

Knödlgröstl mit Bratwurst © Liz Collet Klösse, Knödl, Gröstl, Kartoffelklösse, Kartoffelknödl, Bratwurst, Wurst, Resteessen, Resterezept, Resteverwertung, Tomate, rote Zwiebel, Lauch, Pfannengericht, Pfanne, kariert, rot-weiss, rot-weiss-kariert, Regionale Rezepte, Österreich, Alpen, alpenländisch, Bayern, bayerische Küche, Bayerische Rezepte, rustikal, deftig, Bratpfanne, Ei, Spiegelei,
Knödlgröstl mit Bratwurst © Liz Collet

Die Wurst ist bereits deftig, salzen Sie allenfalls noch eine kleine Prise, wenn nötig.

Voilà – fertig ist das Schmankerl Zum Zwölfeläuten!

Tipps:

  • Knödlgröstl können Sie auch mit Semmel- oder Serviettenknödl zubereiten.
  • Mit Kartoffelknödln, die als sog. rohe Klösse oder Knödl mit einem grösserem Anteil roher Kartoffeln zubereitet wurden und die daher nicht so glatt im Knödlteig sind, bekommen abgebräunte Knödl eine noch knusprigere Kruste.
  • Abgebräunte Knödl kann man auch sehr gut zu Schwammerlgerichten oder als Suppeneinlage servieren und mit einem schmackhaftem Dressing oder Vinaigrette mit Zwiebeln und frischen Kräutern oder Wildkräutern als lauwarmen Knödlsalat.
Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s