Studentenfutter: Knödl mit Sauce und Salat

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Kartoffelknödl mit Sauce und Salat © Liz Collet

Eher muß man darauf achten,
mit wem man ißt und trinkt,
als was man ißt und trinkt.

Lucius Annaeus Seneca

Das ist eine der Mahlzeiten, die als Resteessen vom Sonntagsbraten nach dem Wochenende montags gut zubereitet werden. Knödl entweder vom Sonntag übrig oder frisch zubereitet zu noch übriger Sauce und mit frischen Kräutern sind im Nu zubereitet. Dazu ein Gurken- oder Gurken-Tomaten-Salat.

Eine gute Bratensauce ist auch ohne Fleisch immer ein Genuss. Sie passt auch zu Spätzle oder Nudeln oder abgebräunten Kartoffel- oder Semmelknödl.

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Kartoffelknödl mit Sauce und Salat © Liz Collet

Warum nun Studentenfutter? Als Studentin hatte ich – wie viele andere Studenten auch – nur ein überschaubares Budget. Bei mir war es zudem so, dass ich mir dieses durch Arbeit in der Bäckerei selbst verdiente und lieber Geld sicherheitshalber davon sparte. Man konnte ja nicht wissen, ob und wie lange man den Job als Studentin sicher hätte oder wie schnell man Ersatz im Fall der Fälle fände? Die Fortsetzung des Studiums zu gefährden, weil ich für den Fall der Fälle nicht genug in der Rückhand gehabt hätte, um auch ein paar Monate überbrücken zu können, wenn der Job ausgefallen und ein neuer zu suchen gewesen wäre, hätte ich mir nicht leisten wollen. Auf eigenen Beinen stehen zu können, auch im Studium, war zwingend bei mir. Es wäre mir aber auch unabhängig davon immer lieber gewesen, als auf einen monatlichen Scheck angewiesen zu sein, der bei manchen sehr üppig ausfiel und sie offenbar verleitete, sich wenig anstrengen zu müssen. Ob ein oder zwei Semester mehr oder weniger, darauf kam es bei manchen nicht an, deren Miete und ein eigenes Auto neben den monatlichen Scheck für sie so selbstverständlich waren, dass sie wenig(er) zielstrebig auf das eigene Examen hinarbeiten mussten, schon gar nicht nebenbei arbeiten. Einige versemmelten nicht nur Klausuren, sondern auch Examen trotz finanziell sorgenloser Voraussetzungen und weit mehr Freizeit, als mir im Semester und in den Semesterferien blieb. Knapp zu rechnen und sich das auch zu erarbeiten war mir da viel lieber.

Ich rechnete also oft mit eben nur sehr kleinem Budget, auch beim Mensaessen. Füllten die Kommilitonen ihr Tablett mit Vorspeise, Hauptgericht, Salat und Dessert, hatte ich oft die “kleine Lösung” auf dem Tablett, zu der ich – mit einer netten Bitte an eine der dortigen Köchinnen – kam, als ich einen Tag mal nur wenig Hunger hatte und sie gefragt hatte, ob sie mir nicht einfach nur Knödl mit Sauce geben könnte. Sie konnte – augenzwinkernd und seither durfte ich immer diese “kleine Portion” mit Sauce haben.

Nudeln mit Sauce. Knödl mit Sauce. Reis mit Sauce. Oder Suppe. Oder Salat und Nudeln im Gemüseschälchen. Diese Portionen kosteten mich damals nur jeweils 40 oder fünfzig Pfennig pro Schüsselchen, so dass ich mit 1 Mark pro Mittagessen in der Mensa über die Runden kam. Seither heissen diese kleinen Gerichte bei mir daheim “Studentenfutter”.

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Kartoffelknödl mit Sauce und Salat © Liz Collet

So einfach kann das Leben auch mal sein mit einer Mahlzeit Zum Zwölfeläuten.

Den Job in der Bäckerei habe ich übrigens – wie die Zeit erwies – so lange dort machen dürfen, wie ich wollte und bis zur “heissen Schlussphase” der Examensvorbereitung konnte. Während der Examensvorbereitung hatte ich genug von dieser Arbeit dann Erspartes auf meiner “kleinen hohen Kante”, um davon leben zu können, bis ich durch das Examen kam und als Referendarin als sog. Beamtin auf Widerruf gut genug verdiente. Dass ich als Referendarin dann doch noch drei andere Jobs nebenbei machte – wieder in einer Bäckerei, als Lehrstuhlassistentin und in einer Kanzlei – geschah nicht aus finanziell notwendigen Gründen. Die in der Bäckerei machte mir einfach Spass, die beiden anderen waren für mich interessante Möglichkeiten, mehr als das zu lernen und an Erfahrung zu sammeln, was der Referendardienst bereits bot. Und das Extraeinkommen dieser (natürlich genehmigten Nebentätigkeiten) konnte ich zudem gut brauchen, als ich während der Referendarzeit frisch gebackene junge Mutter war.

Tipps:

  • Für solche kleinen Gerichte ist es praktisch, wenn man sie nicht nur als Resteessen nach einem Wochenende zubereiten mag, Sauce als Vorrat im Haus zu haben. Ich hatte hier schon erzählt, was alles bei mir neben dem eigentlichen Braten ins Reindl gegeben wird: Fleischknochen, Schweinefüsse und -schwanzerl und jede Menge Gemüse, das gibt nicht nur guten Geschmack, sondern auch reichlich Saucenansatz und Sauce, von der dann genug übrig bleibt, um sie in Twist-Off-Gläsern nach dem Abkühlen abzufüllen und im TK-Fach zu bevorraten.
  • Kleine Gläser genügen vollkommen, wenn man diese Saucen soweit reduziert hat, dass sie konzentriert und kleiner portionierbar sind. Sie brauchen dann auch wenig Zeit zum Auftauen bei Bedarf. Und Sie können diese konzentrierten Saucen nach dem Antauen auch in anderer Flüssigkeit auflösen und zur gewünschten Sauce verarbeiten, beispielsweise in einer sehr leichten Rahmsauce mit Pilzen oder einer hellen Rahmsauce auf der Basis einer Mehlschwitze usw. Oder mit Gemüse.
  • Bei den einzufrierenden Saucen gebe ich vorher keine Sahne oder Milch  und auch keine Bindemittel wie Mehl oder Stärke hinzu. Bei der Bratensauce vom Schweinebraten etwa ist das auch gar nicht nötig, die ihre Bindung und Konsistenz bereits durch Pürieren der Gemüse und Zwiebeln bekommt.
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