Hefezopf mit Rosinen

Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet
Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet

Dieser Hefezopf ist einer der allereinfachsten und sein Rezept habe ich sogar während meiner Studienzeit gebacken, als ich keinen Backofen, sondern “nur” eine sog. Backhaube besass, die ich einem Geburtstagsgeschenk der vier netten Kolleginnen jener Bäckerei verdankte, in der ich bereits während meiner Schulzeit nebenbei arbeitete, um mir mein Studium zu finanzieren. Die Backhaube bestand aus zwei runden Blechformen, von denen die untere auf drei Gummifüsschen stand und am inneren Rand eine elektrische Heizschlange barg, die per Stecker an der Steckdose erhitzt wurde. Sie war an oder aus, Temperaturregelung gab es nicht. Darauf setzte man einen Deckel, der mittig eine runde kleine Glasscheibe hatte – so konnte man halbwegs erkennen, wie weit das Backwerk gediehen war. Bei der Suche nach einem Exemplar im Netz habe ich tatsächlich eines gefunden, so sah sie aus.

Es passte eine 26-er Springform hinein. Oder eine Guglhupfform. Oder eine Obstkuchenform.

Kastenformen auch – aber es lässt sich denken, dass diese an den Längsenden näher als an der Breitseite an der Rundumheizschlange war und daher nur bedingt für gleichmässige Backergebnisse geeignet war.

Was ich in dem gleichwohl genial einfachem Gerät an Torten und anderem gebacken habe, vor allem sogar Biskuittortenböden, das hätte sicher auch den Hersteller überrascht. Aber man muss sich eben zu helfen wissen. Die vier Kolleginnen hatten zusammengelegt und sie mir zu jenem Geburtstag geschenkt, der unmittelbar vor meinem Studienbeginn im Herbst-/Wintersemester lag und über einige Jahre begleitete mich diese Backhaube treu und gern. Für den Hefezopf, den ich darin gebacken habe, musste ich etwas tricksen, aber er gelang jedes Mal.

Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet
Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet

Die Zutaten dafür sind folgende:

500 g Mehl
1 Prise Salz
80 g Zucker
30 g frische Hefe
knapp 1/4 l Milch
100 g Butter, zerlassen
Mark einer Vanilleschote
100 g Rosinen, in Rum eingelegt

Puderzucker, nach dem Backen

Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet
Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet

Und so wird er gemacht:

Vermischen Sie die zerbröckelte, frische Hefe in der bis handwarm erwärmten Milch, bis sie sich darin gut aufgelöst hat.

Geben Sie Mehl, Zucker, Salz und Vanille in eine grosse Schlag- oder andere Schüssel, bilden Sie in der Mitte eine Kuhle, geben Sie die Hefemilch dort hinein und verrühren Sie diese mit ein wenig von dem Mehl für den Vorteig (Gangerl). Decken Sie die Schüssel ab, lassen Sie den Vorteig 15 Minuten gehen.

Anschliessend geben Sie unter Rühren die Butter, die Rumrosinen und etwas von dem Rum hinzu und verarbeiten diese Zutaten zu einem glatten Hefeteig. Decken Sie den Teig dann erneut mit einem sauberen Tuch ab und lassen Sie ihn rund eine Stunde an einem warmen, zugfreiem Ort in der Küche gehen, bis seine Grösse sich verdoppelt hat.

Dann den Teig auf ein leicht bemehltes Backbrett ( bei mir auf dem Holzküchentisch) aus der Schüssel geben, kurz durchkneten, zur Rolle formen, in drei Stücke teilen. Diese zu langen Rollen formen, nebeneinander legen und zum Zopf flechten.

Bedecken Sie ihn auf dem dem Blech erneut mit dem Tuch und lassen Sie ihn wiederum ca. 30 Minuten ruhend gehen.

Heizen Sie den Backofen auf ca 175 ° vor und backen Sie den Zopf ca 30 Minuten, bis er goldbraun ist.

Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und entweder – wie ich heute – mit Puderzucker bestäuben oder mit erwärmter Aprikosenmarmelade aprikotieren oder mit Zuckerguss beträufeln oder bestreichen.

Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet
Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet

Es ist schwer, ihm zu widerstehen, bis er abgekühlt ist. Zu gut duftet er schon, wenn er aus dem Ofen kommt.

Wenn man nicht den ganzen Zopf innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht oder für Besuch benötigt, eignet er sich auch sehr gut als Vorrat im TK-Fach. Dazu lasse ich ihn abkühlen, teile ihn in vier Stücke und gebe drei der vier in Gefrierbeutel verpackt ins TK-Fach. Bei Bedarf oder Lust auf Hefezopf ist so immer eine Portion vorhanden, die – am Vorabend oder frühmorgens aus der Tiefkühlung genommen – aufgetaut werden kann und beinahe wie frisch gebacken schmeckt, egal ob man NACH dem Auftauen das Stück kurz auf dem Toaster oder im Ofen anwärmt oder nicht.

Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet
Hefezopf mit Rosinen © Liz Collet
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