Küchenklassiker: Schinkennudeln mit Salat

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Rigatoni mit Schinken und Salat © Liz Collet

Wenn Ihr gegessen und getrunken habt,
seid Ihr wie neu geboren;
seid stärker, mutiger, geschickter
zu Eurem Geschäft.

Johann Wolfgang von Goethe

Schinkennudeln waren und sind eine meiner Leibspeisen, solange ich denken kann. Es gab sie meist mit Hörnchennudeln von Bernbacher – ein Traditionsunternehmen, dessen Nudeln schon meine Grosseltern und Eltern kauften und das bis heute eine meiner Lieblingsmarken ist, ebenso wie die Hörnchen eine meiner Lieblingsnudelsorten. Oder auch mit Spiralnudeln, die heute bei fast jedem Fusilli heissen.

Verwendet wurde für die Schinkennudeln oftmals nicht eigens dafür gekaufter gekochter Schinken, sondern entweder Reste von solchem oder auch andere Wurstreste, wie Bierschinken, Leberkäse, Fleischwurst oder Salami, auch gemischt. Es war ein Resteessen, in erster Linie. Hin und wieder aber wurden auch Kassler Ripperl – wenn sie beispielsweise im Angebot waren – dazu verwendet.

So ist es bis heute.

Der Salat wurde entweder separat im Salatschüsserl serviert oder aus der Salatschüssel, die wie die grosse Nudelpfanne auf den Ess- oder Küchentisch aufgetragen und gestellt wurde, auf den Teller zu den Nudeln aufgetan.

Wie “Nudeln mit Käse” sind Schinkennudeln bis heute Lieblingsgericht. In Gaststätten ist es – wenn überhaupt – meist nur bei den “Kindertellern” zu finden. Hier in der Region ist das anders und so kam ich nicht umhin, zu schmunzeln, als ich an den Weihnachtsfeiertagen mit einer netten Gruppe von Gästen unterwegs auf der “Zugspitztour” war und ein älteres Ehepaar sich das Gericht in der Mittenwalder “Alpenrose” aussuchte. Die Küche der Alpenrose ist gutbürgerlich und sehr schmackhaft und die Gerichte werden dort als üppige Portionen serviert. Das Ehepaar freute sich über die Schinkennudeln auf der Karte, weil – so sagten sie – das eine ihrer Leibspeisen sei. Indes – sie schafften ihre Portion nur je etwa zur Hälfte. Und hatten ihre helle Freude, dass das (immer) freundliche Servicepersonal für diese Fälle gerüstet war und ihnen auf meine Bitte die Restehälfte gut verpackt zur Mitnahme reichten. Sie hatten vor, diese nach der anderntags erfolgenden Abreise daheim zu schnabulieren – und der Gedanke dieses netten alten Ehepaares, das ein paar Jahrzehnte Ehe neben anderem auch die Liebe zu diesem Leibgericht teilte, zaubert mir noch immer ein Schmunzeln um die Augen.

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die gewürfelten oder klein geschnittenen Wurst- oder Schinkenreste werden in sehr wenig Öl in der Pfanne angebraten, bis sie Farbe nehmen.

Wer mag, kann vor oder nach Zugabe der Nudeln auch kleingewürfelte Zwiebeln zum Bräunen in der Pfanne hinzufügen. Wenn ich aber ohnehin Zwiebeln in das Salatdressing gebe, braucht es für mich nicht auch noch welche in der Pfanne.

Dann gibt man die am Vortag oder nebenbei gekochten und abgeseiten Nudeln in die Pfanne und lässt diese ebenfalls bei kleiner Hitze braten, bis sie eine goldbraune Farbe bekommen. Eine Prise Pfeffer aus der Mühle und allenfalls wenig Salz (Wurst, Salami, Schinken etc sind ja schon salzig) und eine Prise Cayenne oder Paprika (edelsüss oder Rosenpaprika, je nach Ihrer Vorliebe) genügt zum Würzen.

Inzwischen wird der Blattsalat geputzt, gewaschen und mit einem Salatdressing aus Essig, Öl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Zwiebeln und Zwiebelgrün vorbereitet und im Teller angerichtet. Die fertigen Schinkennudeln darauf oder in der Mitte verteilen und ………… fertig ist das Mittagsmahl Zum Zwölfeläuten.

Bon appétit!

Mehr rund um Nudeln HIER und einige kleine Anregungen in Bildern HIER:

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