Cremige Brokkolisuppe mit geräucherter Lachsforelle

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Cremige Brokkolisuppe mit geräucherter Lachsforelle © Liz Collet

Ich lebe von guter Suppe
und nicht von guter Rede

Moliére

Draussen tobt “Axel”, der einige Windstärken durch die stetig fallenden Schneeflocken treibt.  Auf der Zugspitze ist heute eher wenig klare Sicht und man kann nur hoffen, dass der Kran auf dem höchsten Arbeitsplatz hierzulande wie auch bisher seit der Beginn der Bauzeit dem Sturm weiter standhält.

Am See treibt das Wetter Unfug mit der Schneedecke auf dem Wasser.

Vielleicht ist es aber auch der Murnauer Wappendrache, der ein Bad nimmt und unter der Wasseroberfläche mit seinem heissen Drachentemperament für kreisförmige Schmelzspuren sorgt? Wer weiss….

Am sonst gut aufgestelltem Mittwochsmarkt reihen sich auch nicht Wagen an Wagen heute, nur einer hält wacker die Stellung. Jedenfalls bis mittags.

Drinnen gelüstet es nach einer Kelle Suppe aus dem Kessel. Brokkoli wurde auserkoren, sich für die Suppenglüstl heute zu opfern.

Brokkoli ist heutzutage eigentlich ganzjährig verfügbar – mindestens als selbst im TK-Fach bevorratetes Gemüse und natürlich im TK-Fach des Handels. Viele glauben, er sei ein Wintergemüse, doch trifft das nicht zu. Was wann Saison hat, können Sie hier in meinem kleinen Erntekalender sehen.

Ich vermute, die irrige Vorstellung vom Brokkoli als Wintergemüse rührt daher, dass just zum Jahreswechsel und -beginn mit der beliebten Thematik von Diäten und Ernährungsumstellung Brokkoli wegen seiner geringen Kalorienzahl und seinen sonst gerühmten gesunden Eigenschaften omnipräsent in Medien ist. So hat er sich vielleicht einfach beim Kunden in dieser Jahreszeit als vermeintlich saisonales Gemüse assoziativ manifestiert  seit Jahren.

Gesund ist er ja tatsächlich. Und wenn man ihn selbst zur Erntezeit hübsch in Röschen geteilt und vorblanchiert, am besten schon portioniert ins TK-Fach bevorratet hat, ist er auch im Nu für ein Gericht parat. Oder Sie greifen zu den TK-Produkten des Supermarktes.

Ich bereite ihn am liebsten in meinem Sieb- bzw. Dämpfeinsatz eines meiner Kochtöpfe (nicht Schnellkochtopf) zu, wo er binnen weniger Minuten noch bissfest, aber zart und schonend gegart ist. Ob als Gemüse oder Gemüsebeilage, zu Fleisch, Fisch, Pasta oder Kartoffeln oder auch Reis schmeckt er ebenso wie zu vielen anderen Gerichten. Püriert ersetzt er Pesto oder dient als Sauce zu gedünstetem Fisch, Pasta oder Fleisch.

Eine andere Variante ist, einige Röschen – ohne sie aufzutauen – direkt in heisse Brühe zu geben und darin zu garen. Oder sie in eine Casserole zu geben, kochendes Wasser aus dem Wasserkocher ca 1 cm hoch hinzuzugiessen und die Röschen binnen Minuten darin zart zu garen. Danach kann man sie im reduzierten Gemüsesud direkt pürieren und mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Milch oder Rahm raffiniert als cremige Suppe servieren. Einige beiseite gelegte Röschen geben zusammen mit einem Klecks Sauerrahm oder Crème fraîche und einigen feinen Streifen von hausgeräucherter Lachsforelle die Einlage zur Suppe. Wer mag, gibt noch etwas Kren in die Suppe, das gibt ihr einen feine Schärfe, ohne dass der Meerrettich zu dominant wird.

Anstelle geräucherter Lachsforelle, die Sie gestern hier schon bei einem der “Schmankerlburger”mit der Brezenstange als Zutat sehen konnten und von der für Suppe und andere Gerichte naturgemäss noch genug vorhanden ist, können Sie auch ein paar Stücke von anderem geräuchertem Fisch, wie Saibling, Butterfisch, Makrele oder Renke verwenden.

Die Zubereitung der Suppe dauert nur ca. 10 Minuten, sie ist auch deswegen eine meiner Lieblingssuppen für die Mittagspause an Bürotagen “Zum Zwölfeläuten”. In einer der beiden Suppenschalen angerichtet, die ich im Herbst bei einem Flohmarkt für sehr kleines Geld (2 Euro für zwei Schüsselchen samt Unterteller) ergattert habe und mir selbst als Geburtstagsgeschenk gegönnt hatte, ist sie auch als Hauptgericht sättigend genug.

Bon appétit!

Mehr?

Petits Plaisirs im Alltag für kleines Geld:

 

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