Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen?

Basmatireis © Liz Collet
Basmatireis © Liz Collet

Ich bin nicht verhungert.

In einer Mail erkundigte sich eine Leserin besorgt, die seit 6 Tagen einen neuen Blogbeitrag zum gewohnten täglichen Schmankerlbeitrag vermisste. Sie hielt in ihrem humorvollem Mailtext Diät, Verhungern, krankheitsbedingte Auszeit in der Grippesaison ebenso für möglich, wie einen leergeräumten Vorratsschrank. Motto: No Food, No Recipe.

Ich habe geschmunzelt und freue mich, dass neue Beiträge vermisst werden (schreiben Sie mir gern und ruhig öfter), kann sie und Sie aber beruhigen. Ich bin – wie jedes Jahr auch ohne Grippeimpfung – pumperlgesund und müsste weit zurückrechnen, wann ich die letzte Erkältung gehabt haben könnte. Länger als 10 oder 12 Jahre sicher.

Diät halte ich grundsätzlich nicht. Den Sinn und Unsinn von sog. Diäten habe ich schon in meiner Kindheit in der Umgebung beobachten können und müssen. Und aus dem, was andere davon hatten und nicht hatten, meine Schlüsse daraus gezogen, warum ich davon nichts halte: An den Gründen hat sich seither nichts geändert.

So gibt es auch keine Reisdiät, wie Sie mit dem eingangs zu sehendem Bild denken könnten. Aber ein Reisgericht. Reisspeisen mag ich süsse wie herzhafte gern. Das ist wie mit Griess-Speisen. Zudem bieten die vielerlei Reissorten immer neue Abwechslung.

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Manchmal ist aber ein ganz simples Gericht mit wenigen Zutaten das, wonach das Herz gelüstet. Heute Reis und Steinpilze.

Das Haferl aus Emaille ist – wie andere Tassen ebenso – ein praktisches Maß. Denn auf 1 Tasse Reis nehme ich 2 Tassen Wasser für seine Zubereitung. Der Reis wird in einem Klecks Öl oder einem Stich Butter im Topf “angeschwitzt”, dann mit dem Wasser aufgegossen. Heisses Wasser aus dem Wasserkocher –  das verkürzt die Zeit und spart wie immer Strom.

Deckel drauf, Herd auf Stufe 1-2 (bei mir von 9) herunterdrehen, dann gart der Reis perfekt binnen ca. 10-15 Minuten. Sein Duft verrät, wenn er gar wird. Gibt man zuletzt ein Stück Butter in einer “Kuhle” des mittig etwas freigemachten Topfbodens, lässt die Butter schmelzen und unter dem Reis verteilen, bilden sich köstliche goldbraune Krusten an der unteren Schicht. Kann man (wir lieben das), muss man aber nicht.

Je nachdem, was ich danach mit ihm für die Mahlzeit zubereite, wird er sonst nach dem Garen nur gesalzen oder mit einem Stück im heissen Reis schmelzender Butter vermischt. Und dann mit weiteren Zutaten, Kräutern, Gewürzen oder Lebensmitteln serviert.

Heute gibt es dazu eine Schwammerlsauce aus getrockneten Steinpilzen, die Sie bereits aus Rezepten von mir kennen.

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Die getrockneten und eingeweichten Steinpilze werden in etwas Butter mit gewürfelten Zwiebeln in einer Casserole oder einem Topf angebraten. Dann mit Mehl gestäubt und alles zusammen weiter im Topf angeschwitzt. Dann wird das gefilterte Einweichwasser der Pilze hinzugegegossen unter Rühren. Aufkochen lassen und dann unter Zugabe von Wasser, Brühe oder Milch mindestens 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Wenn die Sauce die richtige Konsistenz erreicht hat, mit einem Schuss Sahne oder Milch nach Lust und persönlicher Vorliebe verfeinern, mit Salz, Pfeffer und frischem Thymian oder frischer Petersilie würzen und abschmecken und zu dem Reis servieren.

Bon appétit!

PS:

Es gibt weltweit viele Kinder und Menschen, die – so habe ich als Kind bereits gelesen und bis heute ist das leider so – weniger als 20 Reiskörnchen am Tag zu essen haben.

Das mag Ihnen als einer der Gründe genügen, warum ich Reis- und andere Diäten neben vielen anderen Gründen für einen Menschen, der sich gesund und maßvoll ernährt und von jeher gern und viel und ausgiebig bewegt, für unsinnig halte.

Wenn nicht sogar für ethisch und menschlich dekadent. Anstatt dankbar für das zu sein, was wir an Lebensmitteln zur Verfügung haben. Und diese massvoll zu kaufen und zu verwenden und davon nichts zu vergeuden und in den Müll zu werfen. Und lieber einfacher zu kochen, als einfach zu Fix-Tüten zu greifen und als Couchpotatoe Diäten zu googeln.

Ni X für U ngut – gönnen Sie sich etwas Gutes. Ganz einfach!

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