Abgebräunte Serviettenknödl mit Salat und Ei

Serviettenknödel in der Bratpfanne © Liz Collet
Serviettenknödel in der Bratpfanne © Liz Collet

Ich genieße alles dankbar,
was von außen kommt,
aber ich hänge an nichts.

Wilhelm von Humboldt

Knödlgröstl …. allein der Klang des Namens eines solchen Rezepts und Gerichts kann schon das Limbische System so kitzeln, dass einem das Wasser im Munde zusammenlaufen möchte. Überhaupt sind Gröstl eine ganze Welt für sich, eine unerschöpfliche und immer köstliche.

Eines meiner Lieblingsrezepte ist Tiroler Gröstl. Bei dem kommen in die Bratpfanne gekochte Kartoffeln zum Braten und Brutzeln mit klein gewürfeltem Suppenfleisch, Zwiebeln, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika. Alles zusammen wird mit Liebe, die für die Geduld nötig ist, bei mittlerer Hitze langsam schön knusprig gebraten. Bevor einige verquirlte Eier darüber gegossen und mit tüchtiger Menge Petersilie bestreut werden. Sobald das Ei stockt, allenfalls ein bisserl wenden und in der Pfanne auf dem Tisch servieren, dazu Brot und Blattsalat. Ein Resteessen de Luxe. Und ein Resteessen, wie jedes Gröstl. Und die sind so köstlich, dass man sich freut über Restl. Oder gar schaut, dass man welche zusammenbringt, damit es mal wieder Gröstl geben kann.

Knödlgröstl gehören zur gleichen und gleichermassen begehrten Kategorie der Schmankerl und deswegen gibt es immer einige Knödl mehr im Topf, wenn solche zum Braten oder Fleischgericht zubereitet werden. Bei allen Arten von Knödln.

Isst man eher wenig Fleisch, macht das gar nichts, dann gibt es eben “nur” Knödl. Mit Sauce zum Beispiel. Oder Serviettenknödl, die zudem den Vorteil haben, dass sie lauter schöne gleiche Scheiben schneiden lassen. Ob dickere oder dünnere, ist Geschmackssache und hängt davon ab, wozu man sie servieren oder abbräunen und auftischen will. Sollen sie zu Saucen gereicht werden und diese gut aufnehmen können, schneidet man die Scheiben fingerdick; will man knusprige Scheiben als Einlage für Suppe oder zu Salat oder Gröstl, eher dünner.

So auch zum heutigen Endiviensalat, der mit Tomate, Ei und den knusprigen Scheiben vom Serviettenknödl das Mittagsmahl zum Zwölfeläuten ist.

Serviettenknödel mit Endiviensalat und Ei © Liz Collet
Serviettenknödel mit Endiviensalat und Ei © Liz Collet

Mein Tipp:

Immer gleich einige  Rollen Serviettenknödl zubereiten und portioniert im TK-Fach als Vorrat bereit halten. Sie lassen sich wunderbar – am Morgen aus dem Fach genommen – in Scheiben schneiden und knusprig braten, wenn Sie Lust darauf bekommen.

Alufolie verwende ich seit Jahren nicht mehr, die Bilder in der folgenden Slideshow sind schon vor ein paar Jahren mal entstanden. Die Knödlfülle wurde seinerzeit von mir in Klarsichtfolie gewickelt und gut zugebunden und DANN erst in Alufolie eingepackt. Danach kamen diese Rollen in den grossen WMF-Bräter, in dem ich leicht vier und bis zu acht davon neben- und hintereinander garen konnte. Sei es für mehrere Gäste und grössere Tafelrunden oder sei es für Bevorratung, wenn man eh schon dabei ist, Serviettenknödl zuzubereiten. Das spart nicht nur Zeit und mehrfache Arbeit, sondern auch Energie.

Heutzutage werden die Serviettenknödl bei mir wieder klassisch in der – ja, eben – Serviette, bzw. dem Leinen zubereitet.

Aus Semmeln, Milch, Salz, Pfeffer, Ei, Petersilie oder Schnittlauch. Guten Semmeln, bien entendu. Sie wissen schon – nicht das Zeug aus der Discountertüte. 

Geniessen Sie etwas GUTES. Wenn SIE SICH es nicht gönnen, wer sonst sollte es Ihnen, wem sonst wollten Sie es gönnen…?

Ein genussreiches Wochenende!

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