Kartoffeln mit Kräutertopfen

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Kartoffeln mit Kräutertopfen © Liz Collet

Hin und wieder begegne ich erstaunten Menschen, die sich wundern, dass eine Foodfotografin eine so grosse Vorliebe für die ganz einfachen Speisen und Zutaten haben könne und im eigenen Schmankerlblog nicht laufend teuerste Zutaten und Speisen poste, sondern ganz im Gegenteil oftmals Gerichte der ganz und gar einfachsten Art.

Dazu liesse sich nun sicher manches sagen.

Über Klischees und Vorurteile, beispielsweise, die sich an bestimmte Berufe und Tätigkeiten bei vielen Menschen leicht verknüpfen. Es ist müssig, sie widerlegen zu wollen.

Natürlich gab und gibt es Fotoarbeiten und damit auch Gerichte, die mit Zutaten von einem höheren Preislevel von mir zubereitet und fotografiert wurden und werden. Manche exclusiv, andere nicht. Doch ist zum Einen dieser Schmankerlblog nun eben das, was Alltagsgerichte und -gebäck ist. Und dazu gehört bei mir von jeher und von Kindesbeinen an die Zubereitung eben jener Gerichte, welche ich von Eltern und Grosseltern kenne und liebe. Und dort werden Sie keinen Kaviar & Co. finden. Sondern jene Lebensmittel, die ihren Preis wert und preis.wert waren und eigentlich noch heute sind oder sein können. Je nachdem, wo man sie kauft und welcher Qualität.

Ist es nicht interessant, wie verquer Verbraucher und Kunden vermeintlich raffinierte Fertiggerichte oder teurere Zutaten und Lebensmittel als erstrebenswerte Gerichte bevorzugen und selbst zubereitete Gerichte und “einfache” Lebensmittel als “Armeleute-Essen” im Kopf manifestiert haben? Längst aber ist es – bei genauer Betrachtung – gerade umgekehrt: Raffiniert ist die Fertigkeit, die Kunst, das Können geworden, aus eben solchen einfachen und ihren Preis noch und wieder werten Zutaten selbst Gerichte zuzubereiten, die preiswert, gesund und weit bekömmlicher sind, als die vielfach und omnipräsent beworbenen Fertiggerichte und das Kochen und Backen vorgeblich vereinfachenden und erleichternden und beschleunigenden Produkte im Handel.

Absurd, wie sich noch immer die Legende vermarkten und verbreiten lässt, aus frischen Zutaten zuzubereitendes Essen sei teurer und koste mehr Zeit, als der moderne Mensch und die armen (sic! in doppelter Hinsicht) Familien und Alleinerziehenden mit einem oder mehreren Kindern sich leisten könnten; zumal sie doch kaum Zeit zwischen Doppel- und Dreifachbelastung von Familie, Job (oder auch Arbeitslosigkeit, Hartz IV und Minijobs) und Essenszubereitung hätten.

In einer Welt, die – sei es mit Smartphones oder mindestens PC und Internet – jedem den Zugang zu Basiswissen von Kochen und Backen und Lebensmitteln eröffnet, ist der Einwand, man habe heute nicht mehr das Wissen darüber, wie es früher mal daheim erlernt worden sei und ohne Schulunterricht über diese Dinge sei das nicht wieder zu erlernen, mehr als fragwürdig. Wo ein Wille ist….. oder wäre….

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Biokartoffeln, Buchenholztisch, Berghütte © Liz Collet

Das Einfachste ist viel öfter das Beste, als viele Menschen zu glauben bereit sind. Weil sie sich allerlei einreden lassen, von Medien, Handel, Werbung und von gehypten Trends.

Ist es nicht bezeichnend, in welchem Ausmass in Medien und social media jeder sich echauffiert gegen Gen-Food (was nicht falsch ist), gegen die Aussortierung alter Sorten von Kartoffeln (und anderer Gemüse) und Verarmung der Sortenvielfalt auf weniger Sorten (auch berechtigt). Doch wenn Sie Menschen fragen, welche Sorten sie kaufen, dann wissen das die wenigsten überhaupt zu beantworten. Schon nicht zu beanworten, geschweige denn zu schmecken, ob sie mehligkochende, vorwiegend festkochende oder festkochend auf dem Teller und im Mund haben. Geschweige denn unterschiedliche Kartoffelsorten am Geschmack zu unterscheiden. Oder auch nur nach dem Aussehen. Das Einfache, ja gar das Einfachste unter den Zutaten ist für den Grossteil der Kunden und Verbraucher ein längst unbekanntes Nahrungsmittel. Wen wundert’s, sieht man Kunden am Fliessband lieber Pommes, Rösti und Kroketten aus dem TK-Regal oder den Fertigmischungs-Packungen zubereiten und kaufen oder geschälte Kartoffeln aus der Glaskonserve.

Kräuterbutter © Liz Collet
Kräuterbutter © Liz Collet

Eine meiner allerliebsten Speisen ist, solange ich mich zurückerinnern kann, Kartoffeln mit Butter. Es muss nicht mal Kräuterbutter sein, aber die liebe ich auch in jeder erdenklichen Rezeptur und die Fülle von wild wachsenden Zutaten erst recht hier im Blauen Land, ebenso wie derer aus dem Kräutergärtchen, von Blüten über Kräuter bis zu Gewürzen gibt für Butter wie Joghurt und Quark unerschöpfliche Vielfalt an Abwechslung schon allein dabei.

Kräuterbutter © Liz Collet
Thymianbutter © Liz Collet

Zu Kartoffeln so gern wie zu Brot, Semmeln und Brezen.

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Prise Salz dazu – Glück perfekt. Noch heute ist es ein MUSS für mich, von den frisch gegarten Pellkartoffeln eine erste gleich nach dem Öffnen des Topfdeckels zu schälen, auf der Hand mit einer Prise Salz und einem Stich Butter zu naschen, bevor die übrigen Pellkartoffeln weiter zube- und verarbeitet werden.

Ob Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln, war für mich als Leibspeise immer schon gleichermassen recht. Dazu Gurken- oder Blattsalat, Radieserl oder Tomate, schon war eine meiner köstlichen Leibspeisen auf dem Tisch. Ebenso konnte man mich mit Nudeln mit geriebenem Käse, Schinken- oder Wurst-/Salaminudeln oder Apfelstrudel restlos glücklich machen. Es gibt eine Reihe von Speisen, bei denen mir auch die Sauce zu Knödl, Nudeln oder Kartoffeln genügte, wo andere partout nach Fleisch verlangen. Nichts gegen Fleisch – ich bin ein Fleischkatzerl, aus dem man keinen Vegetarier machen wird können. Aber es muss nicht täglich sein. Allein mit Kartoffeln könnte ich mich 365 Tage im Jahr ernähren mit immer neuen Gerichten, ohne dass mir je fad damit würde. So wenig mir dieses anderen banal anmutende Gericht je langweilig wird:

Kartoffeln mit Butter und | oder Kräutertopfen. Der Topfen (Quark) wird mit einem Schuss Milch oder Rahm glatt gerührt, mit einer Prise Salz, schwarzem und frisch gemahlenem Pfeffer und frischer Petersilie vermengt und abgeschmeckt und zu den gegarten Salz- oder Pellkartoffeln serviert. Ein Stich Butter über den noch heissen Kartoffeln schmelzend verfeinert es. Mein Grossvater liebte es, Butter in einer kleinen Casserole zu zerlassen und zur Nussbutter zu verwandeln und in diese dann die frischen Kräuter, Salz und Pfeffer zu geben und die Kartoffeln in diese Butter halb einzutauchen.

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Kartoffeln mit Kräutertopfen © Liz Collet

Die “neuen” Suppenschalen werden noch für so manche weitere Speise ins Bild gesetzt werden. Die nächsten Rezepte geistern schon durch den Sinn.

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