Sprotten und Bratkartoffeln – ein köstliches Plädoyer für die klassische Konserve

Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet
Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet

Wer würde nicht liebend gern den geräucherten Fisch rauch- und hauchzart frisch aus dem Rauchfang geniessen? Für manche Fischarten ist das natürlich möglich, wenn man Fisch selbst räuchert oder Beute beim Fischer oder Fischhändler des Vertrauens macht.

Bei manchen Fischen ist das naturgemäss dann nicht möglich, wenn sie nicht aus der eigenen Region kommen. Sehr gute Fischhändler haben dann ihre Lieferanten. Aber auch auf solche kann man nicht überall zugreifen. So gibt es beispielsweise einen excellenten Fischladen in Starnberg, aber mit oder ohne eigenem Pkw ist das kein Einkaufsweg, den man aus dem Blauen Land mal eben so nebenbei macht. Allenfalls dann, wenn der Weg ohnehin durch Starnberg führt.

Und auch ein Fischwagen beim Murnauer Mittwochsmarkt bietet regelmässig neben frischem auch geräucherten Fisch an, zu dem neben Räucheraal und -heringen auch die Sprotten gehören. Dennoch – es sind keine regionalen Fische, die man dort bekommt, auch wenn das schöner wäre. Und Fisch, den ich ebenso in jeder Filiale der Nordseehalle bekäme, den muss und mag ich dann nicht am Wochenmarkt kaufen. Manchmal bin ich arg eigen. Und bisserl trotzköpfig. Für regionale Fische muss man schon wissen, wo man solche hier in der Region bekommen kann.

Aber das alles allein ist für mich nicht entscheidend, gern mal auf das zurückzugreifen, was manchem seit einigen Jahren verpönt scheint: Dosenfisch.

Mir nicht. Er war und ist ein gern genutzter Teil des Vorrats, mit welchem sich auf die Schnelle und auf unkomplizierte Art schon seit Studentenzeiten mal ein Abendbrot belegen oder begleiten oder ein Salat aus frischen Blattsalaten und anderem Gemüse zubereiten lässt. Ein schönes Schwarzbrot oder Bauernbrot oder auch ein oder zwei Scheiben Pumpernickel und Räucherfisch aus der Konserve mit etwas Blattsalat, Tomate und Gurke – da kann ich nicht widerstehen. Und gern darf Fisch aus der Konserve mal bei Spiegelei oder Rührei deftige Zutat spielen oder die Begleitung zu Kartoffeln in unterschiedlichsten Formen von Bratkartoffeln über Pellkartoffeln zu Salzkartoffeln etwa.

Sardellen, Sardinen und Makrelen, Bücklinge und auch Bratheringe finden sich deswegen immer in einem zudem noch ungekühlt lagerbarem Vorrat bei mir.

Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet
Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet

Diesmal aber sind es Sprotten, die zu Bratkartoffeln mit Tomaten, Essiggurken und Meerrettich die Mahlzeit für ein Montagsschmankerl liefern.

Im Norden war es Eckernförde, das als “die Räucherhauptstadt” galt. Mehr über die 150-jährige Geschichte Eckernfördes und den legendären Altonaer Räucherofen kann man mit interessanten alten Fotos in DIESEM Video sehen.

Mit dem Rückgang des Fischaufkommens in der Ostsee kam es zu TK-Ware und Import aus anderen Ländern.

Heute gibt es nur noch eine Fischräucherei – Rehbehn & Kruse in Eckernförde, auch hierzu ein interessantes Video HIER.

Die bereits am Sonntag als Pellkartoffeln zubereiteten Knollen werden sacht und langsam goldbraun in der Pfanne gebraten, während Tomaten und Gurken geschnitten und mit den Sprotten aus der Konserve auf dem Teller angerichtet werden.

Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet
Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet

Zusammen mit den knusprigen Bratkartoffeln servieren und geniessen.

Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet
Sprotten mit Bratkartoffeln © Liz Collet

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