Der Bayerische Radi – wie er als Salat bella figura macht

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Bayerischer Radisalat mit Tomaten und Schnittlauch © Liz Collet

Den Titel können Sie gern so mehrdeutig und doppelsinnig verstehen, wie er gemeint ist. Ernährungsexperten rechnen Ihnen sicher locker aus der Hüfte aus, warum. Und mit wie wenigen Kalorien er jeden beglückt, der auf solche (im Gegensatz zu mir) achtet. Ich achte eher darauf, dass Tomaten und Radi schon deswegen glücklich machen, weil sie einfach sakrisch gut schmecken.

Der Radi ist manch einem zu raß, wie man hierzulande parliert, also auf bayerisch sagt, wenn der Radi recht scharf ist und zwar so, dass er einem die Tränen in die Augerl treiben kann. So aber gerade liebe ich ihn. Wie die Radieserl auch.

Die Schärfe vom Radi passt übrigens ausgezeichnet zu geräuchertem Fisch oder Forelle, Saibling oder Lachs “Graved Art.

© Liz Collet
© Liz Collet

Genuss sind auch die Eiszapfen, die es im Bündel zu kaufen gibt und die bisserl milder sind.

Und die mir erstmals in meiner Studienzeit ins Auge fielen, etwa vis-à-vis vom Dom zu Regensburg, wo die Marktfrauen die üblichen Radi und eben auch diese Eiszapfen bündelweise direkt am Brunnen anbieten und wo ich sie mir liebend gern knackig und erntefrisch mitnahm. Und sie im Sommer gern mit dem Taschenmesser aufschnitt, um sie zu salzen. Manchmal waren sie so mild, dass man sie wie Karotten abbeissen konnte und nur mit ein wenig Salz darauf schmeckten sie so himmlisch, dass der Apfel im Paradies schwere Konkurrenz gehabt hätte. Und am besten schmeckt eine Breze dazu.

In Regensburg und der Oberpfalz schneidet man den Radi auch anders als in München und Oberbayern, wo er mit dem Spiralmesser zur dekorativen und möglichst langen Spiralschlange aufgeschnitten wird, längs zur Hälfte auf und diese dann in Scheiben.

Weichser Radi und Eiszapfen sind legendär in Regensburg, inzwischen kommen sie nicht mehr aus Weichs, sondern Winzer. Seit Ackerflächen Wohnsiedlungen weichen und auch der Nachwuchs fehlt, wo die Jungen nicht mehr Radi anbauen und zum Markt bringen und die Alten es auch nicht endlos bis ins hohe Alter und weit über 70 und 80 hinaus können, geht auch diese Tradition und ein Kult-Lebensmittel in Regensburg eben verloren. Als diese zwischenzeitlichen Großmütter jung waren, hatte in Weichs bei Regensburg jeder den Radi auf den Feldern hinter seinem Haus angebaut. So, wie auch meine Grossmutter hinter dem Haus und in zwei gepachteten Fleckerl Gartengrundstücken im Pfaffenwinkel Kräuter, Gemüse und einige Blumen anbaute und für den eigenen Bedarf erntete, einweckte und zubereitete.

Die Frauen buckelten sich ab mit der Arbeit in Haus und Garten und in Regensburg und Weichs karrten sie die Früchte ihrer Gärten schon im Morgengrauen über die glitschig-steilen Wege zu und von der Fähre über den Unteren Wöhrd zu den Märkten der Stadt. Tempi passati.

Milder wird er, sobald er gesalzen wird, dann zieht er selbst Wasser. Genauer: das Salz entzieht ihm Flüssigkeit und mit dieser auch die Schärfe. Je länger Sie ihn also gesalzen ziehen lassen, umso milder wird er, aber auch weicher. Aber lätschert, zu weich, soll er nicht sein, sondern schon knackig in der Konsistenz bleiben. Schön zur Spirale aufgeschnitten oder notfalls in Scheiben und gesalzen kennt ihn jeder im Biergarten und auf Salattellern im Sommer in bayerischen Gaststätten. Ein wenig Schnittlauch darf auch nicht fehlen.

Auf eine andere Art mag ich ihn aber auch und zwar besonders gern.

Und wäre diese Tomate

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Eitelkeit ist eine grosse Gefahr für Tomaten © Liz Collet

hier nicht so mit ihrem eigenen Anblick im spiegelnden Tablett als bei den Verbrauchern ach so ge- und beliebte Strauchtomate beschäftigt gewesen, sie hätte ahnen können, dass ihr gleich ein Schlachtfest blüht. So aber wurde sie Opfer ihrer selfiesüchtigen Betrachtung und der heiteren – Halali! – Hatz auf die rote Beute aus dem Gemüsegarten.

À propos Verbraucher und Tomaten. Der Dialog eines Pärchens vor den Tomaten im Markt ist nur exemplarisch für einen Irrtum, dem man gern immer wieder mal begegnet.

Er so:

“Welche Tomaten nehmen wir für den Salat? Die hier so einzelnen oder die Strauchtomaten?”

Sie so:

“Die Strauchtomaten, natürlich. Riech’ doch mal, wieviel besser die schon duften, da riecht man schon das bessere Aroma und dass sie auch viel aromatischer schmecken.”

Nunja, ….Glaube macht selig. Heisst es.

Was die junge Dame aber da in der Nase hatte, war allein der Geruch der grünen Stängel und Tomatenstielansätze, denn nur diese haben einen Geruch. Die Tomaten selbst nicht. DAS ist auch der Grund, warum irgendwann Tomaten mit solchen in den Handel gebracht wurden und das Image verbreiten sollten, als seien sie quasi aus dem Garten Eden erntefrisch vom Strauch für Sie in die Gemüseauslagen des Supermarktes oder die Plastik- und Hartpappeschalen in Folie beim Discounter gefallen.

Selbst wenn ich diese Strauchtomaten kaufe – die Stängel entferne ich bereits an der Gemüseauslage, sie kosten allenfalls Gewicht und damit Geld. Für Stängel, die der Handel allein zur Verbraucherverdummung duftaromatisch an den Tomaten lässt, zahle ich nämlich nicht.

Sie meinen, die paar Gramm machten doch kaum was aus? Nun, haben Sie schon mal gewogen, was die auf die Waage bringen? Rechnen Sie es auf Ihren Jahresverbrauch an Tomaten hoch und entscheiden Sie dann nochmal, ob Sie lieber Tomaten dafür kaufen oder Stängel.

Für diese Tomate jedenfalls schlug das Stündlein, wie für eine weitere auch, die halbiert und in Scheiben geschnitten die Grundlage für den heutigen Salat lieferten.

Bei der Vielzahl von Sorten an Tomaten

Bunte Tomatenvielfalt © Liz Collet
Bunte Tomatenvielfalt © Liz Collet

könnte man aus dem Vollen schöpfen und jede andere Sorte und Farbe nutzen und auch einen bunten Teller damit bestücken.

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Tomatensalat © Liz Collet

Und nach Lust und Laune wird er frühlings- und sommerleicht, mit etwas Bergkäse dazu, der in Schmetterlingsform die Leichtigkeit des Genusses noch untermalt und dekorativ ins Auge fallen lassen kann.

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Tomatensalat mit Bergkäse in Schmetterlingsform © Liz Collet

Käse passt auch zum Radi gut, der heute aber eine tüchtige Abreibung erhielt, nachdem er gewaschen wurde. Auf der feinen Reibe ist ein halber Radi fix gerieben und in einer Schüssel mit einer Prise Salz und schwarzem, frisch gemahlenem Pfeffer und Schnittlauchröllchen aus dem Kräutergarten vermengt. Er zieht ca 5 Minuten, bevor 1 El Sahne hinzugefügt wird und mit dem Radi vermischt und auf die Tomaten angerichtet wird. Bauernbrot mit Butter und Schnittlauch oder Bergkäse dazu……..

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Bayerischer Radisalat mit Tomaten und Schnittlauch © Liz Collet

Bon appétit!

Allerlei anderes und mehr mit Tomaten:

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