Nudelsalat mit Bergkäse und Vogelmiere {und ein Wörtchen zum Wert und Preis von Käse}

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Nudelsalat mit Bergkäse und Vogelmiere © Liz Collet

Über die Vogelmiere habe ich Ihnen unter anderem hier schon etwas ausführlicher ausgeplaudert, wie Sie diese erkennen (dort im Video erklärt), sie verwenden und selbst kostenlos ernten oder für sehr kleines Budget bekommen und anbauen und als schier endlos nachwachsenden Rohstoff für die Zutaten in Ihrer Küche nutzbar machen können. Und warum sie und wie sie auch gesundheitlich von Wert ist bei innerer und äusserer Anwendung. Natürlich immer in Maßen.

Hier noch ein weiteres Rezept, bei dem sie diesmal mit Pasta als Nudelsalat serviert wird. Und en passant ein paar Worte zum Käse, dazu gleich.

Zusammen mit Tomate, Radieschen, Schinken und Bergkäse ist mit frisch gekochten oder am Vortag gekochten und in der Pfanne mit wenig Öl oder Butter gebräunten Nudeln mit wenig Zeit und Aufwand ein schmackhafter Salat zubereitet. Dazu eine Vinaigrette oder Dressing aus mildem Holunderblüten- oder anderem Essig, Salz, Pfeffer, Zitrone und eine Prise Cayenne nach Belieben genügt bereits. Wenn die Nudeln in der Pfanne ohnehin bereits in wenig Öl gebräunt werden, ist für das Dressing kaum noch zusätzliches erforderlich. Auch ein Joghurtdressing schmeckt gut dazu, muss aber bei bereits im Salat enthaltenen Käse nicht als zusätzliches Milchprodukt sein. Aber das ist eine Frage Ihrer Vorliebe.

Wissen Sie übrigens, wann ein Käse “Bergkäse” heissen darf? Oder wann von Sennkäse, Alpkäse oder Almkäse die Rede sein darf? HIER ein Beitrag zum Thema.

Zu den geographischen Herkunftsbezeichnungen von Käsesorten – z.B. Allgäuer Bergkäse – finden Sie in dieser Tabelle eine sehr schöne Übersicht (Käseverordnung – Anlage 1b (zu § 8) – Geographische Herkunftsbezeichnung) über Herstellungsgebiet, Herstellungsvorschriften, Mindestalter, Zusammensetzung und sonstige Eigenschaften. Und HIER die Käseverordnung nebst nichtamtlichem Inhaltsverzeichnis. Sie beinhaltet im Wesentlichen die rechtliche Definition von Käse, sowie die Anforderungen an die Produktion von Käse und Produkten mit Käse und die allgemeine Einordnung von Käsesorten nach Fettstufen. Daneben werden weitere Unterscheidungen nach Käsegruppen, geografischen Herkunftsbezeichnungen und Güteklassen festgelegt sowie die Verwendung der Begriffe Standardsorten und Markenkäse geregelt. Man muss kein Jurist sein, um diese Verordung einmal durchzublättern und – wenn Sie auch vielleicht nicht juristisch diese Regelung anzuwenden wüssten – sich einen Eindruck zu verschaffen, dass und welche Unterschiede die Bezeichnungen und Angaben auf Käseverpackungen im Handel oder an der Käsetheke bedeuten können. Schlicht, um sich der Unterschiede bewusst zu werden, auch wenn man nicht alle rechtlich und schon gar nicht im Kopf behalten muss. Aber um sich dieser bewusst zu werden.

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Nudelsalat mit Bergkäse und Vogelmiere © Liz Collet

 

Um ein banales Beispiel herauszugreifen, das bei vielen Kunden vermeintlich oft als dasselbe verstanden wird:

So ist Alpkäse ein Käse aus Milch von Kühen, die auf der Alp weiden; die Milch wird auch dort in handwerklicher Tradition verkäst. Aus diesem Grund wird er auch nur in den Sommermonaten hergestellt. Der Zeitraum dafür ist je nach Region daher unterschiedlich und liegt zwischen ca. 60  und 120 Tagen, in denen das Vieh zwischen Almauf- und abtrieb auf hoch gelegenen Bergwiesen weidet.  

Bergkäse hingegen ist Käse aus einem Berggebiet oder von einer Alp, wobei (nur) 70 % des Futters aus einem Berggebiet stammen muss. Bergkäse muss (nur) im Berggebiet hergestellt werden. Damit muss es sich nicht, kann es sich aber bei Bergkäse auch um solchen aus Milch handeln, der von mit Heu und Kraftfutter gefütterten “Hochleistungskühen” und in einer industriellen Großmolkerei hergestellt handelt.  Bergkäse kann während des ganzen Jahres hergestellt werden.

Es liegt aber doch nahe, dass der mit mehr Aufwand und nur in begrenztem Zeitraum im Sommer herstellbare und hergestellte Käse sich nicht “nur” Bergkäse nennen wird, der naturgemäss wirtschaftlich einen anderen Preis beim Kunden erfordert, um sich zu rentieren.

Und wenn Sie einmal vergleichen, was solche hochwertigeren Käsearten und -sorten in einem Käseladen oder auf dem Markt verglichen mit den Käsesorten kosten, die Sie (vermeintlich) so viel günstiger in Discountern oder Supermärkten kaufen können, dann liegt der Preisunterschied pro 100 g zwar naturgemäss etwas höher. Aber nicht so eklatant höher, dass es sich nicht lohnen würde, sich diesen einmal zu gönnen. Und diesen auch einmal vielleicht im direkten Geschmacksvergleich mit preiswerteren aus Supermarkt und Discounter zu verkosten – allein oder auch einmal in der Familie oder Freunden.

Vielleicht mit dem Ergebnis, demnächst lieber weniger in der Menge zu kaufen, als in der Qualität und im Geschmack weniger haben zu wollen. Oder jedenfalls manchmal. Oder den Mehrpreis lieber an anderer Stelle einzusparen.

Bei Lebensmitteln, die Sie kostenlos bekommen können – wie diejenigen aus der Natur oder Ihrem Eigenanbau. Oder bei anderen Dingen, die verzichtbar sind oder nicht in dem Umfang und der Häufigkeit nötig, wie sie aus Gewohnheit oder durch Werbung vorgegaukelt wichtig scheinen.  Wie viele (egal wie billige oder günstige) Paar Schuhe sind Ihnen beispielsweise wichtiger als gute, nach- und werthaltigere und bekömmlichere Ernährung?

Es ist keine Mühe, sich in social media und Blogs und Medien über die Knebelung der Landwirte bei Milchpreisen, die existenzielle Bedrohung der Landwirtschaft durch marktmächtigere Lebensmittelhandelsketten bei den Preisgestaltungen von Verträgen zu echauffieren, aber von dem den gesunkenen Milchpreis im Tetrapack oder anderer Verpackung bei ALDI & Co. gern zu profitieren, der nicht nur in der Milch zum Tragen kommt, wenn Sie die preisgünstigere Ware zum Auto und nach Hause tragen. Aber Verbrauchermacht, ob Sie und welche Waren Sie wo kaufen. Sparen müssen viele. Wollen viele. Wer nicht?

Wenn Sie auf das heutige Bild achten, versuchen Sie einmal zu kalkulieren, wieviel die Zutaten pro Portion und damit das Gericht selbst mit einem guten Alpkäse oder einem Bergkäse vom Käseladen gekostet haben könnten, was glauben Sie, was käme dabei heraus?

Viel Spass damit.

Einen genussreichen und schönen Tag – und ………..gönnen Sie sich etwas Gutes!

Bon appétit © Liz Collet

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