Mein tägliches Brot – mehr denn je auch 2016!

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Öko-Kartoffelsemmel an Wildkräutersalat mit Radicchio und Milzwurst © Liz Collet

Mit Brot habe ich mir mein tägliches Brot schon als Schulmädel nebenbei verdient, seit ich 17 war. Es hatte vorher andere Jobs gegeben, über die ich an anderer Stelle schon plauderte. Doch der erste Job für eine Bäckerei in München, der als Aushilfsjob begann und rund 5 Jahre dauern sollte, finanzierte mir mehrere Jahre meinen Lebensunterhalt über die Schulzeit hinaus und auch meine Studienzeit. Er war lebendige Ergänzung und Abwechslung zum Lernen aus Büchern und in Vorlesungen und alles andere als blosse Must-Do-Job, um mir mein Studium finanzieren zu können. Und reich an Erlebnissen und Erfahrungen über die Warenkunde und den Arbeitsplatz hinaus auch über Menschen diesseits wie jenseits des Ladentisches und der Warenauslagen.

So dass ich – inzwischen nicht mehr finanziell für den Lebensunterhalt darauf angewiesen, weil als Referendarin mit für mich geradezu luxuriösem Beamteneinkommen verglichen mit dem, was ich vorher gehabt hatte – aus Spass an der Arbeit in Bäckereien auch in Regensburg in einer Bäckerei rund ein Jahr lang erneut arbeitete, neben der Referendarausbildung. Jaaaa, mein Tag hat 24 Stunden und wenn die nicht reichen, hat mein Tag immer noch eine B-Seite.

Es waren nicht die einzigen und letzten Arbeiten IN Bäckereien, die ich übernahm, wann immer sich eine Gelegenheit dazu ergab und ergibt. Als Arbeiten, im Urlaub, aus reinem Vergnügen und immer auch zum Vergnügen derer, die mich in ihre Backstuben eintreten lassen, für Einblicke wie zum Mitbacken.

Öko-Kartoffelsemmel © Liz Collet
Öko-Kartoffelsemmel © Liz Collet

Den Wert guten Brotes und derer, die es herstellen und wie sie dies tun und wo man solches bekommt, habe ich von Kindesbeinen an von meinem Grossvater gelernt, der für gutes Brot auch mit mir in seinem R4 über Dörfer und über Land fuhr. Da hin, wo es das Brot gab, das er am liebsten mochte. Das lag dann – manchmal noch heiss aus dem Ofen – offen im Papier auf dem Rücksitz und im Korb und verströmte einen Duft im Auto, den ich noch heute in der Nase habe.

Ein Duft, der nicht wie Supermärkte darauf angewiesen ist, Aromen über die Klimaanlage in den Filialen zu verströmen, um Kunden zum Kauf von Backwaren, Obst oder Gemüse etc zu animieren. Sondern die Art Duft, der keine künstlichen Zusatzstoffe und Aromen braucht.

Später kamen solche ÜBER Bäckereien hinzu, als ich unterwegs war im Auftrag von Unternehmen, um mein Auge auf ihre Bäckereien zu werfen und in diese und sie auf Herz und Nieren zu checken, wie diese geführt werden und wo noch Optimierung möglich war. Teils nicht nur mit meinem Auge, sondern auch der Linse meiner Kamera. Die zu dieser Zeit bereits auch auf andere Weise meine Arbeit für Backwaren und Bäckereien ergänzte. Und auf ihre Weise dazu beitrug, mir auch damit mein tägliches Brot zu verdienen. Eigene Fähigkeiten zu Backen sind nicht schädlich dabei. Aber nach wie vor liebe ich Bäckereien und die Arbeit in diesen ebenso wie für diese. Im weitesten Sinne. Das Bewusstsein für den Wert von Brot als Lebensmittel, das viele heute als Trend und Thema zelebrieren, als hätten sie das Ei des Kolumbus erstmals entdeckt, erscheint bisweilen so oberflächlich wie viele andere Trends und Moden, die von Schlagworten leben und mehr als Schlagworte damit auch nicht verbinden.

Wie käme es anderenfalls, dass nach wie vor ein Bäckersterben und Aussterben von Familienbackbetrieben hier und dort zu beobachten ist? Und für Urlaubstage von Bäckereien so wenig Verstand und Verständnis reicht, dass diese sogar als Luxus bezeichnet werden, bei denen sich “Kleinbäcker” nicht wundern dürfen, wenn die Kunden lieber die Aufbackwaren von der Tankstelle kaufen?

Ich habe meine Lieblingsbäckereien, wo immer ich lebe und unterwegs bin. Und unter den Bäckereien rundum, von denen ich mir wünsche, dass sie Backshops, Aufbackwaren und Discounterbilligwaren die Stirn bieten und deren Backwaren ich mir auch morgen und übermorgen noch kaufen können möchte, versuche ich meine Einkäufe fair zu verteilen, damit sie fair weiter handeln und in der Konkurrenz mit dem Handel (fort-)bestehen können. Einer der kleinen möglichen Beiträge, die man leisten kann. Und sich leisten können mag. Zumindest gilt das für mich. Lieber weniger und nach dem Prinzip: Weniger ist mehr. 

Mehr aber gibt es ganz sicher 2016 über Brot bei mir zu sehen und zu lesen. Aus mehreren Gründen und aus mehreren Perspektiven. Mit Kamera. Kulinarisch.

Und weil….. aber dazu dann mehr.

Welcome 2016!

Back’ ma’s wieder?

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Wildkräutersalat mit Radicchio und Milzwurst © Liz Collet

Im Bild heute übrigens eine Öko-Kartoffelsemmel, die nicht nur frisch und anderntags als Brotzeit bestens schmeckt und alles andere als altbacken oder gar hart wird. Und von der dennoch demnächst einmal ein paar Exemplare beim Einkauf zusätzlich eingeplant werden, um altbacken werden zu dürfen. Für Rezepte, was daraus dann zuzubereiten ist.

Heute durfte sie bei einem Wildkräutersalat den Mittelpunkt spielen  – selbst belegt mit würzigen Wildkräutern,

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Radicchio © Liz Collet

Radicchio (in einer hübschen tulpenblütenähnlichen Form), Tomate und gebratener Kalbsbriesmilzwurst und angerichtet inmitten eines Salattellers dieser Zutaten.

Bon appétit © Liz Collet

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