Herbstliches Aroma für Honig: Mandelstifte {Und worauf Sie beim Kauf von Honig achten sollten}

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Mandel-Akazienhonig © Liz Collet

Gold im Glas – so könnte man Honig auch nennen. Allerdings………….nicht jeden. Denn: Es gibt vielerlei verschiedene Sorten im Angebot. Aber achten Sie doch einmal genauer darauf, was auf dem Etikett steht, woher dieser kommt und was in dem jeweiligen Glas des Handels zusammengemischt wurde. Sehr häufig ist auf Etiketten im Kleingedruckten wörtlich oder sinngemäss angegeben: “Aus EU- und Nicht-EU-Ländern”.

Sie wären vermutlich ebenso wie ich sehr überrascht, WIE schwer es schon in den Supermärkten, egal wie sehr sie Lebensmittel nach eigenen Angaben lieben, sein kann, Honig zu finden, der nicht aus EU- und Nicht-EU-Ländern ist, sondern nur aus Deutschland oder gar wirklich aus der Region, wie Text oder bildhafte Gestaltung von Etiketten Ihnen suggerieren. Und im Discounter können Sie sich dusslig suchen. Auch wenn BIO drauf steht. Schauen Sie mal ganz genau hin – Sie wären überrascht.

In Deutschland werden nach Angaben des Deutschen Imkerbundes jährlich rund einhundert Millionen Kilogramm Honig verzehrt, aber nur 20 bis 25 % davon werden auch hierzulande produziert. Es liegt daher nahe, dass die Nachfrage der Verbraucher höher ist, als die Menge des hierzulande hergestellten Honigs, sei er von deutschen oder regionalen Imkern. Rund 100.000 Imker mit etwa 750.000 Bienenvölkern sind in Deutschland registriert.

Honig ist ein Naturprodukt und wird auch als solches beworben und geschätzt, aber genau deshalb ist die natürliche Umgebung der Bienen von besonderer Bedeutung. Etwaiger Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft oder gentechnisch veränderte Pflanzen findet sich letztlich auch im Honig wieder. Gerade beim industriell gemischten Honig ist oftmals nur im Kleingedruckten zu lesen, dass der Honig aus EU- und auch Nicht-EU-Ländern stammt. Wissen Sie dann als Verbraucher, ob der Honig aus Südamerika vielleicht von einem Feld mit gen-veränderten Pflanzen stammt?

Und wie ist das, wenn wir auf Zertifikate vertrauen, die uns Honig in Bio-Qualität versprechen? Wie kann der zertifizierte Bio-Imker eigentlich sicherstellen, dass dies so ist – fliegen Bienen doch kilometerweit zu Blüten. Und wie kann das der Imker hundertprozentig kontrollieren?
 
Was bedeutet Bio-Honig eigentlich ganz genau?

Natürlich können auch Bio-Imker nicht die Nahrungssuche ihrer Bienen völlig beeinflussen, selbst wenn Bienen direkt neben oder umgeben von Feldern eines ökologisch geführten Landwirtschaftsbetriebes leben. Eine Biene hat einen durchschnittlichen Flugradius von bis zu fünf Kilometern.  Bienenstöcke von Bio-Imkern müssen deshalb auch so aufgestellt sein, “dass im Umkreis von drei Kilometern um den Standort Nektar- und Pollentrachten im Wesentlichen aus ökologischen/biologischen Kulturen und/oder Wildpflanzen und/oder Kulturen bestehen, die nach Methoden mit geringer Umweltauswirkung behandelt werden”. Dies legt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau fest.

Deshalb sind die Standards bei Bio-Honig auch eher auf die äußeren Rahmenbedingungen ausgerichtet. Der Bienenkasten besteht beispielsweise nicht aus Kunststoff, sondern aus Holz. Die Holzschutzanstriche dürfen wiederum nicht auf den Honig übergehen und dort mögliche Rückstände produzieren. Auch bei der Behandlung von Bienenkrankheiten gelten bestimmte Vorschriften.

Wurde der Honig nicht nur in einem Land erzeugt, so darf anstelle der Namen der Ursprungsländer der Hinweis auf der Verpackung erfolgen, dass es sich um eine Mischung von Honig aus EG-Ländern und/oder Nicht-EG-Ländern handelt. Ist dieser Hinweis jedoch an wenig gut sichtbarer Stelle und erst recht in der überwiegend sehr kleinen Schriftgröße auf dem Produktetikett (Rückseite und dort zusätzlich nicht auf Anhieb zu sehen), ensteht beim Kunden leicht der falsche Eindruck gewinnen, einen deutschen Honig zu kaufen. Das gilt besonders dann, wenn die Aufmachung der Verpackung durch regionale Adressen und Abbildungen eine Erzeugung in Deutschland suggeriert.

Was gilt nun eigentlich rechtlich?

Die deutsche Honigverordnung gestattet es, bei Honigmischungen anstelle der einzelnen Herkunftsländer die Herkunft des Honigs durch eine der folgenden Angaben zu kennzeichnen:
a) „Mischung von Honig aus EG-Ländern“,
b) „Mischung von Honig aus Nicht-EG-Ländern“,
c) „Mischung von Honig aus EG-Ländern und Nicht-EG-Ländern“.
Die Kennzeichnung kann auf der Produktrückseite sowohl freigestellt als auch im Fließtext erfolgen.

Es ist nun an Ihnen als Kunden, darauf genau zu achten und zu entscheiden, ob Sie solche Honigprodukte kaufen oder ob Sie vielleicht doch den Honig bevorzugen, der ausschliesslich Honig aus Deutschland oder der Region und mit einem entsprechenden Zertifikat anbietet.

Stiftung Warentest hat leider schon 2009 und daher vielleicht nicht mehr ganz aktuell anzusehendem Test von Honig HIER Ergebnisse zu Produkten veröffentlicht.

Auf Honig-Gläsern muss nicht erkenn­bar sein, ob der Inhalt Pollen gentech­nisch veränderter Pflanzen enthält. Das hat das EU-Parlament 2014 entschieden, indem es eine Regelung des Europäischen Gerichts­hofs aus dem Jahr 2011 kippte. Mehr dazu auch hier in EU-Parlament ist gegen GVO-Kennzeichnungspflicht bei Honig

Honig mit der Bezeichnung “Echter deutscher Honig”

entspricht den Qualitätsrichtlinien des Deutschen Imkerbundes e.V. Dieser Honig ist dann garantiert in Deutschland erzeugt und enthält alle natürlichen Inhaltsstoffe. Die Produktkontrollen werden nach festgeschriebenen Qualitätsstandards regelmäßig durchgeführt. Imker, die diese Standards erfüllen, verwenden die Gläser des Imkerbundes mit entsprechender Banderole. Für Honig wird außerdem das Zeichen “Lebensmittel TÜV geprüft” von der in Bayern ansässigen Vitacert GmbH vergeben. Honig mit diesem Zeichen ist unter anderem in der Region gewonnen und schonend verarbeitet. Die festgelegten Qualitätsstandards gehen über gesetzliche Bestimmungen und die nicht näher bestimmte “gute fachliche Praxis” hinaus.

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Kaufen Sie den Honig beim einheimischen Imker, denn es sind unsere Bienen, die die Obstbäume, Feld- und Ziergehölze, die Wiesen- und Gartenblumen bestäuben und damit für den Fortbestand unserer artenreichen Umwelt sorgen. Bedenken Sie also auch: Honig kann man importieren, die Bestäubungstätigkeit der Bienen jedoch nicht.

Wie Sie einen solchen Imker finden in Ihrer Umgebung? In Bayern können Sie das zB hier über die Website des Landesverbandes Bayerischer Imker eV .

Ähnliche Suchoptionen gibt es auch für Ihre Regionen oder Auskünfte der jeweiligen Imkerverbände.

Und nun noch ein paar praktische und Rezept-Tipps:

  • Lagern Sie den Honig immer dunkel und kühl. Einige wichtige Inhaltsstoffe des Honigs sind licht- und vor allem sehr wärmeempfindlich. Sie gehen bei Erhitzung über 40°C, aber auch bei lang andauernder Erwärmung, die unterhalb dieser Marke bleibt, verloren.
  • In den Kühlschrank gehört der Honig keinesfalls, nicht nur weil er leicht Fremdgerüche annimmt.
  • Schließen Sie den Deckel des Honigglases immer gut, denn Honig ist hygroskopisch, d.h. er nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebung auf. Die Folge davon ist, dass der Wassergehalt des Honigs steigt. Dann kann es vorkommen, dass der Honig zu gären beginnt.
  • Honigtöpfe sehen zwar hübsch aus, aber der Deckel schließt in der Regel nicht luftdicht. Diese Gefäße sind nur zu empfehlen, wenn der Honig innerhalb kurzer Zeit verbraucht wird, also zum Beispiel für die Menge auf dem Frühstückstisch, wenn überhaupt.

Rezepttipps:

Ich mag Honig pur. Auf dem Butterbrot. Oder in Rezepten verarbeitet wie in verschiedenen Parfaits

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oder auch in Mousse oder einfach in den Haferflocken morgens mit Milch. Sehr aromatisch auch auf Butterbrot oder über gratiniertem Käse ist Honig aber auch mit getrockneten Rosenblüten oder gebräunten Mandeln oder Rosmarin oder Vanille aromatisiert.

Mit den Mandeln geht das ganz leicht:

Auf ein Glas Honig verwende ich 100 g Mandelstifte und bräune sie bei nicht zu heisser Hitze goldbraun in beschichteter Pfanne und fülle diese dann direkt aus der Pfanne heiss in ein Glas mit Akazienhonig. Behutsam mit Gabel oder Löffel unterheben und Glas wieder gut verschliessen.

Sie können diese schon in den darauffolgenden Tagen nutzen, sie halten aber problemlos auch länger – ich habe auch schon Mandel-Honig vom Vorjahr schnabuliert, der kein bisschen an Aroma und Geschmack nachgelassen hat.

Der Mandelhonig schmeckt auf Butterbrot, auf Vollkornbrot, das man mit etwas Frischkäse oder Quark bestreicht und beträufelt, auf Joghurt oder Quark im Schüsselchen, den man auch mit Apfel, Bananen, Birnen, Trauben oder Pflaumen mischen kann. Auch Brot oder Vollkornbrot dünn mit Quark bestrichen und eine Scheibe Apfel darauf und mit ein wenig von dem Mandelhonig und Mandeln beträufelt macht schon morgens fit und gute Laune.

Anstelle von Mandeln können Sie auch Walnüsse oder Haselnüsse verwenden – beide finden Sie in diesen Tagen und Wochen schon bald reif in Ihrer Region. Beim Herbstspaziergang. Wenn Sie das Glück haben, zu wissen, wo in Ihrer Nähe solche wild wachsen und daher auch von Ihnen gesammelt werden dürfen. Oder jemanden mit Haselsträuchern oder Walnussbäumen in der Nachbarschaft, der Ihnen welche – vielleicht gegen Hilfe beim Sammeln? – überlässt. Mancher vielleicht schon ältere Nachbar unter Haus- und Gartenbesitzern freut sich vielleicht über diese Hilfe. Gilt übrigens auch für Apfel-, Zwetschgen- und andere Ernte.

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Sollte Ihnen wirklich mal Honig hart werden,

ist das ein natürlicher Prozess. Sie können ihn leicht wieder streichfähig machen: Geben Sie das Glas in einen Topf, den Sie bis zur Höhe der Honigmenge im Glas mit heissem Wasser füllen und lassen Sie den Honig nur ganz wenige Minuten auf ganz kleiner Hitze darin stehen; ggf. umrühren. Achten Sie darauf, dass die Temperatur unter 40° bleibt, damit der Honig nicht seine wertvollen Inhaltsstoffe verliert. In der Mikrowelle können Sie die Temperatur nicht gut regeln, daher ist diese nicht für die Verflüssigung hart gewordenen Honigs empfehlenswert.

Weil der Honig bei zu hoher Temperatur wertvolle Inhaltsstoffe verliert, sollten Sie ihn auch nicht in zu heissen Flüssigkeiten zu sich nehmen, sondern nur in warmem Tee, warmer Milch oder warmem Zitronenwasser; letzteres ist auch ein altes Hausmittel bei Erkältungen: frisch gepressten Zitronensaft in die Tasse, heisses Wasser aufgiessen und wenn dieses nicht mehr ganz heiss ist, einen Teelöffel Honig darin verrühren.

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