Im Märzen der Spargelbauer?

© Liz Collet
© Liz Collet

Es gibt auf dem Markt bereits wieder Spargel. Importierten. Über dessen Verwendung streiten die Gemüter. Ich warte lieber ab, bis er hierzulande angebaut und geerntet wird.

Nun gibt es aber – man höre und staune –  manchenorts gar bereits “deutschen Spargel”. Hierzulande (angeblich) angebaut, hierzulande geerntet und als deutscher Spargel im Handel angeboten. Dazu habe ich gleich noch mehr an Infos für Sie. Die Sie sehen sollten, bevor Sie alles kaufen, was Sie hier als (angeblich) deutschen Spargel angeboten bekommen.

Erstens, weil es Sie vielleicht interessieren könnte (und sollte), wie und mit welchen Methoden man Spargel und wo man ihn anbaut, der tatsächlich hier in Deutschland schon im März angebaut und geerntet wird und zu welchem Preis. Eigentlich zu welchem Preis. Rund 15,90 Euro Kilo-Preis wie in diesem Beitrag zB.

Womit wir zweitens beim nächsten Punkt wären.

Bei Angeboten von (angeblich) deutschem Spargel, bei dem man angesichts des erstaunlich niedrigen Kilo-Preises von 3,98 Euro vielleicht skeptisch sein sollte. Ohne einem Supermarkt (wie in diesem Beitrag) etwas unterstellen zu wollen, sollte man sich aber doch fragen, ob es  dann wirklich deutscher Spargel ist. Und woher dieser in Deutschland kommt. Und sei es nur skeptisch genug, um den Händler mal danach zu fragen, woher genau solcher deutsche Spargel im Supermarkt zu diesem Preis kommt. Ihr Händler weiss das nicht? Kann das nicht wirklich ganz genau sagen? Also, ein bisserl wundern dürfen wir uns schon, dass die Autoren dieses Beitrages des WDR diese Frage nicht gestellt zu haben scheinen. Jenem Markt und seinem Leiter. In jedem Fall aber blieb diese Frage für den Zuschauer nicht gestellt und offen. Warum eigentlich, liebe Autoren des WDR und dieses Beitrages?

In jedem Fall kann und sollte man bei jetzt bereits im Handel als “deutschem Spargel” angebotener Ware fragen, wo genau aus Deutschland dieser denn herkomme.

Also, wenn Sie Spargel so lieben wie ich, würde ich es mir dann zweimal überlegen, ob Sie dann nicht auch lieber warten, bis die Saison hier tatsächlich beginnt.

Ich muss mir das weder zweimal, noch einmal überlegen: Ich warte lieber. Und muss auch keinen Spargel aus Braunkohleabbaugelände oder von anderen Lieferanten haben, die den Boden beheizen, um dem Verbraucher schon im März noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, als der Spargel eh schon zur normalen Erntezeit kostet.

Das ist für mich auch nicht damit begründbar, dass die Produktionskosten solcher Betriebe eben höher seien. Man MUSS nicht mit diesem Zusatzaufwand Spargel vorsaisonal produzieren.

Und schon gar nicht mit der Ausrede, der Markt, also Sie und ich verlangten ja schliesslich danach und das sei immer noch ökologischer als Spargel aus Peru einzufliegen. Nein, ich verlange nicht danach. Weder nach solchem Produktionsaufwand durch künstliche Bodenerwärmung. Noch lasse ich mir Spargel aus Peru einfliegen, ich kaufe nämlich auch den nicht.

Und auf mich muss sich kein Spargelbauer als Alibi berufen, der sich im Wettbewerb mit der Spargelbauernkonkurrenz vorsaisonal die Taschen füllen möchte. Und das auch noch mit dem “Öko-Alibi” für Foodethiker garniert, das sei ökologischer, als importierter Spargel, damit er auch deren Umwelt- und Ökogewissen streichelnd beruhigt.

Nein, ich gehöre nicht zu den Verbrauchern, die das verlangen und ihn (der Arme) zwingen, einen solchen Markt zu füttern.

Ich kann warten. Und mich mit  Vorfreude vorher und Genuss zur Saison damit zufrieden geben, wenn er ganz normal hierzulande angebaut erntereif ist. Dann gibt es ihn solange er zu bekommen ist in jeder Rezeptvariante, die Lust und Laune daraus zubereiten. Und dann habe ich mich wieder bis zur nächsten Saison daran satt geschmankerlt. In der Hauptsaison liegt der Preis dann für ein Kilo deutschen Spargel der Handelsklasse I und II zwischen acht und zehn Euro.

Und eh sind es nur noch wenige Wochen, dann wird er wieder saisonal zu bekommen sein. Saisoneröffnung für den Schrobenhausener Spargel etwa ist in diesem Jahr  schon am 16.4.2015.

Über den Anbau des Schrobenhausener Spargels sehen Sie hier im Beitrag des rund 4:30 minütigem BR mehr.

Die 90 Betriebe, die die Schutzgemeinschaft des Schrobenhausener Spargels bilden, verzichten übrigens bewusst auf fossile Energie, um die Umwelt nicht zu belasten. 

Ob grüner oder weisser Spargel oder beide – die Geschmäcker sind verschieden, bei mir dürfen es beide sein.

Am allerliebsten ist er mir pur, dazu frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Bärlauch, Zitronenthymian oder schmelzende selbstgemachte Kräuterbutter oder eine Vinaigrette oder Kräutermarinade darüber als lauwarmer Salat; oder je nach Tageslaune feine Gewürze dazu. Radieschen, Tomaten dazu…….oder ein gekochtes Ei beispielsweise und der Genuss ist schon perfekt. Doch natürlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

*Die im Video in geringer Auflösung verwendeten  Bilder sind in hochauflösender Bildqualität als Lizenzen, Prints und Produkte verfügbar. Bei Interesse an der Nutzung meiner Bilder sprechen Sie mich bitte für Details und Konditionen gern an.

Von Salaten, auch lauwarm serviertem und mariniertem Spargel über Suppe und Hauptgerichten bis hin zu Desserts mit Spargel – solange er Saison hat, wird er ausgekostet, mehrmals die Woche. Fisch, Meeresfrüchte, Morcheln oder andere Pilze sind ebenso willkommene Begleiter, wie feiner Schinken oder auch – vor allem mit feinen Marinaden als Salat – der eine oder andere Käse.

Wenn es Ihnen ähnlich ergeht, dann könnte Ihnen dieses Kochbuch “Spargel” aus dem Garant Verlag gefallen, in dem Sie eine reizvolle Zusammenstellung weiterer Rezeptideen zum Zubereiten und als Inspiration finden.

Spargel, Garant Verlag, 2007, Kochbuch (29×22 cm), Hardcover,63 Seiten
Ich verkaufe diesen Band aus meinem Privathaushalt (Nichtraucher, keine Haustiere) ohne jegliche Gebrauchsspuren, er ist uneingeschränkt auch als Geschenk verwendbar. Abholung ist nach Vereinbarung eines Termins gern möglich.

Wenn Sie Interesse daran haben, freue ich mich über Kontaktaufnahme, gern per Mail für Details.

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