If music be the food of love, play on…..

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If music be the food of love, play on…..© Liz Collet

“If music be the food of love, play on,
Give me excess of it; that surfeiting,
The appetite may sicken, and so die.”
― William Shakespeare, Twelfth Night

Kleine Dinge machen auch Einfachstes zum Besonderen.

Wie ist das bei Ihnen – gehören Sie zu denen, die eine Suppe huschhusch aus der Minutenterrine mit gebrühtem Wasser aufgiessen? Weil nur so eine schnelle, heisse Suppe zuzubereiten wäre?

Oder doch vielleicht lieber zu denjenigen, die sich lieber aus einer oder zwei Kartoffeln, Zwiebel, Butter, Brühe (oder Wasser, Sahne oder Milch) , Salz, Pfeffer und Kräutern eine Suppe selbst kochen und zubereiten? Und sich auch für ein solch einfaches Gericht (in den Augen mancher)  die Zeit für die Vorbereitung selbst gönnen und sie in einem hübschen Teller oder in solch’ oder anderer eleganter Suppenterrine oder -schale servieren und sie mit Muße bei Tisch geniessen? Oder vielleicht in einer Lieblingssuppentasse?

Es gibt hübsche Geschichten der Kriegs- und Nachkriegsgenerationen, in denen selbst einfachste Suppen im guten Porzellan stilvoll serviert wurden. Sei es, weil Armut nichts daran ändern soll, Haltung und Stil zu wahren. Sei es, weil jene nicht die Wertschätzung auch für eben das Einfachste und Alltäglichste und Wenigste mindern sollte, auch für das täglich dankbar zu sein, was sättigt und nicht immer, nicht für jeden und nicht für alle Zeit selbstverständlich ist. Auch “Kartoffeln mit Stippe” gehören wie Suppen zu den Gerichten, die vermeintlich Arme-Leute-Essen der beste Beweis sein können, dass das Beste mehr als gut und gut genug sein kann: Mit guten Kartoffeln, nicht zerkochten Kartoffeln, guter Butter oder dem, was man zum Eintunken, als Sauce dazu servieren kann. Kalte Dips, heisse Bechamel, heisse Saucen verschiedenster Art, gute Landbutter oder auch heisse, schäumende oder geklärte Butter im Tiegel mit einer Prise Salz , Pfeffer und dann nur frische Kräuter dazu….und anderes mehr. Eierspeisen aller Art sind andere Beispiele.

Was würden Sie zubereiten, würde man Ihnen EIN Ei in die Hand geben und Sie vor die Aufgabe stellen:

Mach Dir daraus was zu essen, mit so wenigen weiteren Zutaten, wie möglich. Und so viele Rezepte wie möglich als Variationen, die Dir dazu einfallen mit jeweils nur EINEM Ei und so wenigen Zutaten wie möglich dazu.

Ein Ei ist für die einen Armut, wie schon die Redensart “für einen Appel und ein Ei” spiegelt. Für die anderen nur der Anfang für die Viefalt von Möglichkeiten, aus der Redensarten wachsen wie “Von den Reichen kannst Du sparen, von den Armen kochen lernen”

Wurzelgemüse ist für mich eines der weiteren Beispiele für die kreative Vielfalt an Möglichkeiten, aus Wenigem und vermeintlich (zu) Schlichtem endlos Genussrezepte zu zaubern.

Gute Suppen sind aus wenigen Zutaten möglich und Suppen aus Wurzelgemüse sind für mich ein steter Beweis dafür. Ich liebe Suppen aus Wurzelgemüsen aller Art. Ob aus einzelnen Gemüsewurzeln zubereitet oder wechselnden Kombinationen als Zutaten, ob als Einlagen in Form von Juliennes, Parisiennes, Brunoises, Allumettes, Aiguilettes, Batonnets, Chiffonades, Jardinieres , Macédoines, Paysannes oder tourniert oder als cremig pürierte Suppen.

Mit etwas Gebäck dazu (Brot oder Kleingebäck, auch pikantes Käse- und anderes Gebäck) kommt dann leichterhand Musik an die Suppe, die sie soupertauglich machen kann.

Zutaten:
1 weissgelbe (cremefarbene) Karotte, geputzt, fein gehobelt
1 Karotte, geputzt, fein gehobelt
2 El Lauchringe, vom grünen Part, gewaschen
250 ml Gemüsebrühe
1 El Petersilie
Salz, Pfeffer, Prise Cayenne

Dazu serviert wird Gebäck aus Brandteig, in Schmetterlingform oder andere beliebige Formen gespritzt (glatte, ungezackte Tülle, schmale Öffnung) nach dem folgenden Rezept, das ebenso für diese “windigen Kerlchen” verwendet wird, die selbst bei Lidl und Kolja Kleeberg Anklang finden.

Reihenweise windige Kerle © Liz Collet

Für die Windbeutel

  • Wasser mit Butter und Salz im Topf zum Kochen bringen.
  • Gesiebtes Mehl in die kochende Flüssigkeit schütten und unter starkem Rühren so lange kochen lassen, bis sich ein Teigkloß bildet, der sich vom Topfboden löst. Das ist gemeint, wenn von “Abbrennen des Brandteiges” die Rede in Rezepten ist.
  • Den Teig dann in eine Schüssel geben und leicht abkühlen lassen.
  • Dann die Eier einzeln unter den Teig rühren. Jedes Ei muss erst gut unter den Teig gemischt sein, bevor das nächste zugefügt wird.
  • Der fertig gerührte Brandteig ist weich, glänzend, goldgelb und fällt schwer reißend vom Löffel.
  • Backofen auf 230°C vorheizen.
  • Brandteig in Spritzbeutel füllen und Teig in Rosetten oder Kreisen, Eclairs oder als Valentins-Herzen oder –  eben wie zur Suppe im Bild oben zu sehen – mit feiner und glatter Tülle in beliebigen Formen (Notenschlüssel, Schmetterlinge, Tropfen, Sterne oder anderes) auf ein mit Backpapier belegtes Blech spritzen.
  • Backblech in den Backofen schieben, 1/2 Tasse Wasser auf den Boden des Backofens schütten, Backofen sofort schließen und Windbeutel ca 15-20 Minuten backen.
  • Während der ersten 15 Minuten darf der Ofen keinesfalls geöffnet werden, damit die Windbeutel auch aufgehen.

Mit einer kleinen Menge (1 Tl) von fein geriebenem Bergkäse oder von Parmiggiano und 1 -2 Tl mehr Milch, sowie einer kleinen Prise Pfeffer, Cayenne oder Chili werden die Windbeutel noch etwas pikanter. 

Brühe erhitzen, fein gehobelte zweierleifarbige Karotten zufügen, ebenso den Lauch und 3-4 Minuten köcheln, dann mit Petersilie, Salz, Pfeffer und Cayenne abschmecken und mit dem Brandteigebäck servieren.

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Ob in einer herzförmigen Henkel-Tasse wie im Bild oben zu sehen, die ich besonders gern für viele Suppen verwende, zu denen über die Tasse gelegte Spiesse oder Gebäck zur Suppe gereicht werden oder in einer der neuen Mugs, Tall Mugs oder travel Mugs, auf denen dieses oder andere Fotoarbeiten von mir zu finden sind – Suppen sind jeden Tag ein immer wieder neues und anders servierbares Highlight des Tages. Die Musik ……..des Tages, wenn Sie so wollen.

Diese Tassen gibt es hier:  If music be the food of love, play on…..

Und wenn Sie noch bärige Boten von Valentins- oder anderen lieben Grüßen zu Anlässen aller Art suchen, dann hätte ich hier noch einen kleinen Vorschlag.

From the Bottom of My Bear's Heart © Liz Collet
From the Bottom of My Bear’s Heart © Liz Collet

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Bildquellen und Bildrechte: © Liz Collet

Links zum Thema:

Zu den Formen der Tassen und Becher und Motiven:

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