Chicorée mit Eier-Apfel-Salat …… und vielleicht Granat?

Chicoree mit Eier-Apfel-Salat  © Liz Collet
Chicoree mit Eier-Apfel-Salat © Liz Collet

Wie Rosenkohl, über den ich soeben hier plauderte, gehört Chicorée zu den Gemüsen, die viele wegen des vermeintlich unangenehmen Bittergeschmackes eher meiden. Das höre ich oftmals sogar von Menschen, die ihn entweder noch nie gegessen haben. Oder vor so vielen Jahren, dass entweder ihr eigener Geschmackssinn noch ein anderer gewesen sein könnte (der ändert sich ja bekanntlich im Laufe des Lebens durchaus aus manchen Gründen auch mal) oder sie noch keine der inzwischen auf dem Markt zu bekommenden, weitgehend von den Bitterstoffen durch Züchtung befreiten Sorten kennen. Es lohnt also vielleicht noch einmal den Versuch? Und wenn Sie ihm sicherheitshalber ein wenig Bittergeschmack nehmen wollen, wässern Sie ihn vor dem Zubereiten wenige (!) Minuten in lauwarmen Wasser und entfernen Sie mit keilförmigem Schnitt den Strunk aus dem Chicoree. Obwohl es wirklich schade um die auch darin enthaltenen gesunden Stoffe ist. Chicorée besteht überwiegend aus Wasser und liefert lediglich 17 Kilokalorien, bezogen auf 100 Gramm. In den Blättern stecken Kalium, Magnesium und Kalzium sowie beta-Karotin.

Seinen bitteren Geschmack verdankt der Chicorée mitunter dem Lactucopikrin (früher Intybin genannt). Dieser Bitterstoff hat eine unterstützende Wirkung für die Verdauung: er regt die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse an. Beide Drüsen sind für die Produktion wichtiger Hormone und Enzyme zuständig, die es erst möglich machen, Stoffe aus der Nahrung aufzunehmen.

Mit seinen Bitterstoffen ist Chicorée daher geradezu perfekt als Begleiter oder Vorspeise von den im Winter  deftigeren, auch gehaltvolleren Gerichten wie Ente, Gans oder Eintopf. Auch Zitrusfrüchte passen perfekt zu Chicorée. Seine Bitterstoffe sollen zudem blutzuckersenkend und schmerzstillend wirken. 

Zudem ist der Chicorée reich an Ballaststoffen und dem Zucker Inulin. Diese Substanzen spielen eine Rolle bei der Vorbeugung von Darm-Erkrankungen, so zum Beispiel von Darmkrebs. Die hellen Blätter wirken harntreibend. Die bitteren Stoffe regen den Appetit an und fördern die Verdauung.

Chicorée kann man wunderbar für warme Gerichte verwenden, zB für schnelle Pfannengerichte mit Fisch, Fleisch, Schinken kombiniert oder mit Kartoffeln oder als Rahm-Chicorée zu Pasta oder Kartoffeln. Aber auch zum Gratinieren und auch in einer Tarte oder Quiche ist er eine interessante Zutat. Dazu ein anderes Mal noch mehr Rezepte.

Bei uns ist er gern auch mal als sehr schnell zubereiteter Eiersalat auf dem Speisezettel.

Hart gekochte Eier schälen, mit dem Eierschneider würfeln; Apfel schälen, von Kerngehäuse befreien, ebenfalls würfeln. Etwas Salatgurke würfeln, Tomate vierteln, Kerngehäuse entfernen, würfeln. Petersilienblättchen abzupfen, kurz abbrausen, hacken.
Für das Dressing etwas Joghurt, Schmand oder Sauerrahm mit Pfeffer, Salz und Zitronensaft abschmecken, wenn Sie mögen, können Sie auch etwas Dijon hinzufügen. Das Dressing mit den Zutaten mischen und in Chicoreeblättchen auf Teller oder in Dessertschale anrichten.
Wenn Sie Lust und Laune darauf haben, die vegetarische Variante aufzupeppen, passen kleingewürfelte Schinkenfleckerl ebenso wie zB Granat (Nordseekrabben) dazu.

Chicoree mit Eier-Apfel-Salat ,Granat, Nordseekrabben © Liz Collet
Chicoree mit Eier-Apfel-Salat © Liz Collet

Und in eine Champagnerschale oder eine Dessertschale (wie im Bild in Kristallglas aus der Spiegelau) angerichtet, geben sie eine leichte Vorspeise.

Bilder: © Liz Collet, Nutzungsrechte für die Bilder ? Können Sie gern erwerben, bei Interesse erhalten Sie auf Anfrage gern Details zu Konditionen und gern auch weitere Fotomotive rund um Chicorée und Rezepte mit diesem.

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