Süsse Waffeln

Lizchens Sandwaffeln © Liz Collet
Lizchens Sandwaffeln © Liz Collet

 

Waffeln gehören zu meinem Lieblingsgebäck. Angefangen bei den  hauchdünnen friesischen Vanille– oder Zimt oder Butterwaffeln . Weiter zu den  belgischen Waffeln, bei denen man allerdings eigentlich Brüsseler und Lütticher Waffeln unterscheidet und die in Waffeleisen mit tieferen Mulden und aus einem Hefeteig gebacken werden. Dazu bei anderer Gelegenheit mehr.

Und natürlich liebe ich die vielen Sorten feinsten Waffelgebäcks mit Füllungen, die Sie im Handel kaufen können.

Und last not least sind da jene Waffeln, die mit einem wunderbaren Duft von Vanille frisch im Waffeleisen zuhause gebacken werden können. Immer schon hatte ich mir ein Waffeleisen gewünscht,  endlich während meiner Referendarzeit fand dann eines den Weg in meine Küche.

Mein persönliches Lieblingsrezept für Herzwaffeln ist dieser Teig:

Lizchen’s Sandwaffeln
(Zutaten für 4 Portionen)

175 g Butter
150 g Zucker (fein)
1 PK Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Stk. Eier
250 g Mehl
1 TL Backpulver
1 EL Butter (zerlassen)
2 EL Puderzucker
400 g Früchte nach Saison

Bei frischen Früchten etwas Zitronensaft
1 EL Zucker

 

Für mich genügt zu diesem Rezepte manchmal einfach nur mit Zimt vermischter Puderzucker darüber und ein Klecks Schlagsahne oder auch eine Kugel Eis – Vanille, Nuss, Mandel oder Walnuss, beispielsweise.

Aber natürlich passen dazu Früchte aller Art, je nach Saison und was der Vorratsschrank und die Einmach- und Marmeladen- oder Kompottgläser hergeben. Und was Sie derzeit vielleicht in solche auch erst hineinfüllen.

Hagebuttentage © Liz Collet
Hagebuttentage © Liz Collet

So sind Hagebutten nicht nur für Tee wunderbar (solo oder kombiniert mit Malve), sondern auch für die Zubereitung von Hagebuttenmus,

 Rotgoldene Ernte, Hagebuttentee und Hagebuttenmus © Liz Collet
Rotgoldene Ernte, Hagebuttentee und Hagebuttenmus © Liz Collet

das nicht nur zu ofenwarmen, selbstgebackenen Scones

Hollerbeermarmelade, Hagebuttenmus und Scones © Liz Collet
Hollerbeermarmelade, Hagebuttenmus und Scones © Liz Collet

herrlich schmeckt. Und bevor es an die Waffeln geht, gehen Sie einfach mal nicht ohne ein Sackerl raus und erntem emsig die goldenen Früchtchen, die es dann zu den Waffeln dazu gibt. Das sind dann gleich drei Dinge ohne Ü-Ei, aber mit Spass, Spiel und was Süsses und mit einer Extraportion Frischluftvergiftung und Bewegung. Vor dem süssen Genuss. Und gemeinsam Hagebutten von den Stielansätzen befreien, aufschneiden und von den “Kernchen” befreien, waschen und dann wie andere Früchte auch zu Mus mit Zucker kochen, ist doppelter Spass und gemeinsam weniger Arbeit und Mühe als Sie auf den ersten Blick denken mögen. Aber auch wenn Sie dieses allein zu- und vorbereiten  sollten – Musik auf die Ohren oder ein schönes oder spannendes Hörbuch dazu und die Arbeit ist wie nebenbei erledigt. Das Resultat des selbstgemachten Hagebuttenmuses lohnt den Aufwand.

Zu Waffeln passen im Sommer natürlich Beeren aller Art besonders gut, wie Erdbeeren, aber auch Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren oder auch Stachelbeeren. Im Herbst könnten Sie dazu Zwetschgen, Birnen, Äpfel servieren.

Brombeeren © Liz Collet
Brombeeren © Liz Collet

Oder auf Früchte aus dem Glas wie Sauerkirschen, Pfirsiche, Aprikosen ebenso zurückgreifen wie auf einen Klecks Fruchtmus oder Marmelade und natürlich  Kompott.

Wie wäre es beispielsweise einmal mit einem Klecks Apfel-mit-Calvados-Konfitüre?

Auch Sanddorn-Hagebutten-Konfitüre ist jetzt im Herbst eine köstliche Abwechslung, zumal beide Früchte vitaminreich und gesund sind. Ob Sie diese selbst  bei einem ausgiebigem Herbstspaziergang sammeln und zu Konfitüre verarbeiten oder bei einem Händler Ihrer Vorliebe beziehen – ihr leicht säuerliches, intensiv fruchtiges Aroma passen wunderbar zu frisch gebackenen Waffeln und einer Kanne frisch gebrühten, aromatischen Tees. Auf dem Stövchen und mit oder ohne Kandis und Rahm wie auf den Inseln Frieslands oder an der Küste, ist Ihrer Vorliebe und vielleicht bei Ihnen wie bei mir auch Tageslaune und Wetterlage überlassen. Ich trinke Tee generell ungesüsst……….es sei denn ich bin gerade auf einer meiner Lieblingsinseln. Da liebe ich – ohne das erklären zu können – ein wenig Kandis in der Teetasse.  Manche Rätsel muss man nicht entschlüsseln, die vielleicht schlicht darin liegen, dass der Körper sich nimmt, was er braucht – und sei es ein bisserl Energie mehr durch ein wenig Kandis im Tee.

Mit den zunehmend kühleren Tagen sind für Erwachsene vielleicht auch beschwipste Früchte eine Abwechslung – wie wäre es zum Beispiel mit Früchten aus dem Rumtopf oder Kirschen in Rum?

 

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Die Zubereitung ist ganz leicht bei Waffeln und für Überraschungsbesuch haben Sie die nötigen Zutaten – siehe oben – üblicherweise im Haus. Zudem macht es Spass, die Waffeln frisch am Tisch backen. Je nach Zahl der Personen ist dann ein Herz-Waffeleisen für 5 oder 2 x 5 Waffeln passender. 5 Waffeln bezeichnet dabei die aus 5 Herzen bestehende Waffel, die in einem Arbeitsgang gebacken wird, bzw 2 x 5 Waffeln, die man nebeneinander backen kann.

Mein eigenes Waffeleisen ist bereits einige Jahre alt und stammte  von ROWENTA ( Modell: Rowenta WA 52); im Handel ist es schon eine Weile nicht mehr verfügbar, aber nach wie vor unverwüstlich und regelmässig in Gebrauch und daher macht es sich schon seit Jahren bezahlt, dass es seinerzeit ein wenig mehr als so manches “low budget”-Produkt gekostet hatte, die oft bei Discountern angeboten wurden und welche oft genug nach 2-3 Jahren defekt sind, wie ich von Käufern solcher preiswerteren Produkten höre und lese. Mein Rowenta hingegen ist treu in Diensten, ein Herz-Waffeleisen, das mit seinem Design von Rosen- und Kornblumen auf weissem Grund im Stil von Villeroy & Boch gehalten ist. Beide Unternehmen hatten für einige Elektrogeräte kooperiert.

Dieses Waffeleisen verwende ich nicht nur für den Sandwaffelteig für süsse Kaffee- und Teezeit, sondern auch für herzhafte wie auch süsse Waffeln aus Kartoffel-, Kastanienmehlteig oder mit fein gemahlenen Mandeln, Walnüssen oder Haselnüssen im Teig. 

Was ich nach wie vor an meinem Waffeleisen besonders liebe ist neben der unveränderten tadellosen Funktion und dass es leicht zu reinigen ist (auch ohne entnehmbare Mulden) der tiefe Rand am Sockel des Gerätes, der Teig auffangen kann, wenn man mal versehentlich etwas zu viel Teig auf die Mulden gegeben hat, so dass beim Schliessen des Deckels etwas Teig herausquillt. Mit etwas Erfahrung ist das zwar nicht oder selten der Fall, aber allemal nützlich. Ausserdem liebe ich das Muster meines Waffeleisens, das nach wie vor hübsch anzusehen ist und zum Trend von Cottages und Landhausküchen geradezu hochmodern ist.

Und so würde ich allenfalls mit einem neuen (zusätzlichem) Waffeleisen liebäugeln, mit dem man auch die dickeren belgischen Waffeln zubereiten kann, bei denen ich nur zu gern süsse wie herzhafte Rezepte aller Art ausprobieren würde, für die schon eine lange Liste an Ideen in der Schublade liegt – auch für vegetarische Hauptgerichte und als Mehlspeisen im Wochenspeisezettel bestens geeignet.

Zubereitung

Frische Früchte waschen und in mundgerechte Stücke schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit 1 EL Zucker bestreuen und marinieren lassen.

In die zerlassene und wieder abgekühlte Butter, Zucker, Salz, Vanillezucker geben und schaumig rühren, bis sich eine helle und homogene schaumige Masse ergibt. Dann nach und nach Eier, Mehl und Backpulver zugeben und gut verrühren. Den Teig in nicht zu großen Portionen in das mit Öl/zerlassener Butter ausgepinselte Waffeleisen geben und goldbraun backen. Mit den früchten und je nach persönlicher Vorliebe mit geschlagener Sahne oder Chantilly Cream und etwas Puderzucker servieren.

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