Lizchens Flammkuchen in Erich-Kästner-Laune

Apfel-Flammkuchen© Liz Collet
Apfel-Flammkuchen© Liz Collet

Kennen Sie die 13 Monate von Erich Kästner?

Eines meiner everandforever -Lieblingsbüchlein, in welchem ich jeden der Monate liebe. Seitdem ich aber meine Urlaubswochen im Sommer oft, im Winter immer im Blauen Land verbringe (seit 1992) und mehr noch seit ich hierher aus der Isarmetropole umgezogen bin vor 2 Jahren, kommt es mir vor, als habe Erich Kästner hier auch Urlaub gemacht. So sehr scheinen die Monate August und September wie abgemalt in Worten und Bildern, die diese in den Sinn und das Herz kritzeln und malen. Wenn von Apfelgrün und Pflaumenblau, vom Abschied mit Standarten und vielem anderen die Rede ist, jede Zeile schöner und treffender als die andere. Bis hin zu den Sternschnuppen, die ich nirgend anders so oft und schön und klar zu sehen fand, als hier eben, im Blauen Land rund um den Staffelsee und über das Murnauer Moos, hinter dem die Funkellichter an den Hängen der Alpspitze und den Spitzen der anderen Berge ebenso klar zu sehen sind wie die Sterne am Firmament in Sommer- wie anderen Nächten.

Im Sommer, im hier etwas früher einsetzendem Herbst duftet es dann nach den Beeren, dem Heu, das eingebracht wird, den Zwetschgen und Äpfeln der Bäume in den Gärten. Und während die Zwetschgen im hohen Schnellkochtopf (offener Deckel, aber der Topf ist ideal zum Marmeladekochen) zu fruchtigen Vorratsschätzchen in Gläsern verwandelt werden, lachen die Äpfel mich für einen Flammkuchen an.

Klar, die klassische Variante kennen Sie alle – mit Speck und Zwiebeln und Klecks Sauerrahm. Ich liebe diese ebenfalls. Sie finden seit langem natürlich auch Angebote für diese als TK-Ware im Supermarkt. Aber zum einen geht das auch preiswerter und auch leicht selbstgemacht. Und zudem können Sie mit wenigen Zutaten den Belag auch variieren. Süss. Herzhaft. Vegetarisch. Speck. Fisch. Wie Sie mögen.

Hier das kinderleichte Rezept für 4 Portionen

200 g Mehl,
1 Tl Salz,
1/2 Tl Zucker,
125 ml lauwarmes Wasser,
1/2 Tütchen Trockenbackhefe,
2-3 El Butaris cremig fein

Hefe in ein wenig von dem lauwarmen Wasser und dem Zucker verrühren, dann den Rest des Wassers damit verrühren. Mehl in Schüssel geben, Mulde in der Mitte, Salz hinzufügen. Wasser-Hefe-Zucker-Mischung nach und nach in die Mitte geben und mit dem Knethaken oder mit den Händen zu einem Teig verarbeiten, zuöetzt das Butterschmalz unterarbeiten. Teig unter einem sauberen Leinen ca 15-20 Minuten gehen lassen.

In 4 gleiche Portionen teilen und je nach Vorliebe belegen.
Diesmal war mir nach einem der ersten herbstlichen süss-säuerlich, fruchtig frischen Äpfel. Mit einem Kernausstecher vom Kerngehäuse befreit, in dünne Scheiben geschnitten, mit etwas Zitronensaft beträufelt und auf dem Teig verteilt, mit Zimtzucker bestreut und ab in den Ofen. Bei 250 ° (vorgeheizt) im Backofen knusprig backen.

Ein Klecks Clotted Cream dazu – perfekt. Statt Clotted Cream können Sie natürlich auch einen Klecks Sauerrahm, Schlagsahne oder mit etwas Vanille und einem Hauch Honig vermischten Topfen (Quark) dazu reichen.

Einen genussreichen Freitag für Sie! Und wenn Sie mögen freue ich mich über Kommentare und Bilder und Posts von Ihnen mit Ihrem Flammkuchenrzept und womit Sie ihn am liebsten geniessen.

Bild:

Apfel-Flammkuchen© Liz Collet

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