Beerig blau, blaue Beeren, Blaubeeren

© Liz Collet
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Im Juli beginnt die Heidelbeersaison und überall sind sie seitdem im Handel anzutreffen. es lohnt sich, zuzugreifen, denn schon die alten Griechen und Römer wussten um den Wert der kleinen blauen Kugerl nicht nur für den Gaumen. Sie haben auch ihren Wert als Heilmittel gegen Darmerkrankungen. Im Mittelalter entdeckte Hildegard von Bingen den Wert der blauen Waldfrüchte als Heilpflanze wieder. Sie nutzte getrocknete Heidelbeeren als Kompresse zur Wundheilung.

 © Liz Collet
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In neueren Forschungen wurde nachgewiesen, dass Heidelbeeren bestimmte Enzyme, die für Entzündungen verantwortlich sind, hemmen. Bei der gesundheitsfördernden Wirkung liegen die wilden Heidelbeeren vorne, denn sie enthalten mehr gesunde Farbstoffe in ihrer Haut als Kulturheidelbeeren. Deutlich merkbar an der lilafarbenen Zunge. Hingegen färben Kulturheidelbeeren, die an kniehohen Sträuchern wachsen, weder Zunge noch Zähne blau. Sie haben aber den Vorteil, dass hier mehr Beeren am Strauch wachsen und den Erntepreis erschwinglicher machen. So sind im Augenblick im Handel und in den Supermärkten frische Beeren in Spankörben kiloweise für 6,90 Euro anzutreffen. Frisch auf den Naturjoghurt oder Quark schmecken sie einfach göttlich.
Und wenn Ihnen ein Kilo zu viel erscheint, machen Sie es wie ich – einen Teil gleich zu Marmelade verarbeiten und ein paar Gläser ins Vorratskammerl parken. Noch besser natürlich mit selbstgepflückten aus dem Wald, die ich persönlich am liebsten mag.

Doch stellt sich dabei die Frage: Können Sie wilde Heidelbeeren einfach so essen und unbeschwert genießen, wenn wir an Stichworge wie Fuchsbandwurm und erhöhte radioaktiven Strahlung denken, mit der Nahrungsmittel aus dem Wald seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 immer noch belastet sind?

Der Fuchsbandwurm wird über den Kot von Füchsen übertragen. Dass Eier des Fuchsbandwurmes an den blauen Früchten haften, halten Forscher inzwischen für unwahrscheinlich. Falls Sie dennoch auf Nummer sicher gehen wollen, hier ein paar Tipps:

  1. Der Fuchs hinterlässt seinen Kot als Reviermarkierung an markanten, übersichtlichen Plätzen. Meiden Sie Orte wie Hügelkuppen, Felsen, Baumstümpfe oder Wegkreuzungen als Sammelstellen.
  2. Waschen Sie die Heidelbeeren und Ihre Hände gründlich.
  3. Wer die Heidelbeeren einkocht, hat hundertprozentigen Schutz. Die Eier sterben bei etwa 70 Grad Celsius ab. Einfrieren hingegen überleben sie.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, naschen Sie Kulturheidelbeeren aus dem Handel frisch oder auch verarbeitet und Waldhiedelbeeren nur verarbeitet wie beschrieben. Und zur Frage der radioaktiven Strahlung finden Sie ebenfalls hier einige Informationen.

 

Bildquellen:© Liz Collet

 

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