Brot.Zeit – Tag des Butterbrots : Mehr als “Eine Scheibe Lebensqualität”

 © Liz Collet

Ein Unternehmen wirbt damit, eine Nussnougatcreme “mache den Tag”. Im Bild zu sehen: das Frühstücksbrot. Wie es gestrichen wird. Gern im Kreise der Familie.

Die einen mögen es süss, auf’s Brot. Marmelade, Honig, Nusscremes.

Die anderen herzhaft.

Mein Grossvater mochte – zum Frühstück etwa – manchmal eine Prise Zucker anstelle von Honig darauf, an anderen Tagen eine Prise Salz oder etwas grünen Speck oder geräucherten Speck oder Schinken.Mir geht es ähnlich, nur das mit dem Zucker, das war nie so mein Geschmack. Dann lieber Honig oder Marmelade. Letztere mag ich auch besonders gern bei dem Sonntagsbrot, das im nachfolgenden Bild zu sehen kinderleicht aus wenigen Zutaten (Mehl, Hefe, Zucker, Salz, Milch)  und in einer solchen Backform gebacken werden kann.

Der eine so, der andere so – beim Frühstück, als Pausen- und Schulbrot, in der Mittagspause, am Nachmittag und selbst beim Abendbrot. German Abendbrot, ein Begriff, der es rund um die Welt geschafft hat, zum Klassiker zu werden, zum Markenzeichen, für das es noch ein weiteres eigenes Wort gibt, das man in anderen Sprachen vergeblich sucht. Brot-Zeit, Brotzeit.

Das vielzitierte Butterbrot gilt vielen als Inbegriff deutscher Esskultur. Seit 1999 hat die Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, die CMA, den letzten Freitag des Septembers zum Tag des deutschen Butterbrotes ausgerufen.

 © Liz Collet

Wenn auch bei vielen nicht mehr Butter, sondern Margarine oder “Brotaufstriche” aller Art auf’s Brot und unter Fruchtigem, Vegetarischem, Käse, Wurst, Braten, Salami, Schinken und anderem mehr kommen, das Butterbrot bleibt als In- und Oberbegriff bestehen.

Zählen auch Sie übrigens zu denjenigen, die Butter nicht mehr auf’s Brot streichen? Weil sie ungesund sei? Gar dick mache?

Wie bei so vielem – die Dosis macht das Gift. Und ob ein dünn, mit weicher Butter bestrichenes Brot, mit einer von vielen variierbaren Sorten Kräuterbutter vielleicht aus eigener Zubereitung wirklich mehr Kalorien enthält, als die Salami oder Fleischwurst oder der Käse mit 40-60% Fettstufe, mit denen Sie das Brot stattdessen belegen? Was glauben Sie – welches Brot mag dann mehr Kalorien haben?

Gar nicht zu vergleichen mit Burgern und Doppelburgern.

Bei vielen Inhalts- und Zusatzstoffen, die in mancher Wurst enthalten sind oder gar von Fertigaufstrichen könnte pure Butter mit frischen Kräutern, Zitrone, Senf und etwas Gewürz, wie Pfeffer oder Paprika die bekömmlichere Alternative sein. À propos Senf – eine aromatische, geschmackvolle Abwechslung zu Margarine oder Butter.

Wie mögen Sie Ihr “Butterbrot” am liebsten? Mit Wurst, Käse, Apfel, Salat- oder Essiggurke, Birnen dazu? Ei? Tomate?

Rund 55 bis 60 Kilogramm Brot verspeist jeder Deutsche Berichten zufolge jedes Jahr, das sind m.a.W. rund  drei bis vier Scheiben pro Tag.

In Deutschland ist das mit einer weltweit einmaligen Fülle an Brotsorten nicht einmal langweilig: Man könnte fast jeden Tag eine andere Brotsorte probieren – Brötchen und Kleingebäck nicht mal mit eingerechnet.   In Osteuropa, in der Türkei und im Iran wird sogar noch mehr Brot gegessen.

Inzwischen soll Brot Weltkulturerbe werden. Historisches über das Brot können Sie hier nachlesen, einer Aktion des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.

Weitere interessante Links zum Thema finden Sie auch hier:

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