Pasta – begrenzte Modeltauglichkeit für Bilder, die man laufen lassen kann?

Pappardelle mit Kohlrabi-Streifen und Mandelpesto © Liz Collet
Pappardelle mit Kohlrabi-Streifen und Mandelpesto © Liz Collet

Es gibt Momente, wo ich mir eine Kamera wünsche, die auch Videoaufzeichnungen ermöglicht. Beispielsweise auf der Suche nach ansprechend zubereiteten Pastagerichten in Videos. Während die Videos selbst teils technisch gut gemacht sind und auch von netten und sehr sehr hübschen Köchinnen (und ja : auch sympathischen Köchen) präsentiert werden, bin ich mit dem ästhetischen Ergebnis der Gerichte selbst vergleichweise vielfach weniger glücklich. Es kitzelt mich in den Fingern, die gern eine Video-Kamera oder videotaugliche Digitalkamera betätigen würden, um herauszufinden, ob das wirklich nur so gut geht, wie vielfach zu sehen ist. Ist mein Anspruch zu hoch? Wenn ich dutzende von Videos sichte bei Yotube, um dann mürrischgrummelig keine Lust zu haben, Ihnen solche Optik hier zu verlinken, wenn ich Ihnen damit Appetit machen will? Ich könnte auch fragen: Muss man immer alles selber machen? Ich weiss nicht, ob es besser wäre, was dabei herauskommt, denn bisher habe ich mich auf unbewegliche Bilder beschränkt.

Aber mehr und mehr frage ich mich:

Geht es nicht auch wirklich besser?

Oder liegt es an Pasta?

Ist Pasta nicht filmtauglich?

Ja, das halten wir beide für eine rhetorische Frage, n’est-ce pas? Denn es GIBT ja durchaus sehr ansprechende Beispiele.

Aber …………in der Alltäglichkeit der Videos frappierend wenige. Ist Pasta also nicht alltags-video-tauglich? Das kann ich nicht wirklich glauben, warum sollte da anderes gelten, als bei den zahllosen Fotos von Pasta.  Selbst meine sind gelegentlich anscheinend nicht gänzlich unansprechend….. höre ich. Und sehe ich daran und schliess ich daraus, dass immerhin  nicht wenige davon auch  von namhaften Koch-Profis gekauft werden. Geklaut und als eigene ausgegeben und sogar weitervertrieben auch, aber das ist ein anderes betrübliches Kapitel und zum Glück lizensieren kulinarische Profis sie dann im Regelfall doch und die Bilderelstern unter ihnen sind – vergleichsweise jedenfalls – die Ausnahme. Nun mögen ja Foto- und Kameraprofis manche Videos bieten – mir geht es aber um die Alltags-Ästhetik, die in Videos mit Pasta auch Appetit machen soll – und wie ich denke – eigentlich KÖNNTE.

Und dabei fühle ich mich dann an die wöchentlichen Beiträge in der SZ erinnert, in welcher User ihre Woche in Text und Bild präsentieren, was sie so gegessen und gekocht haben. Traurige Beispiele oft genug für den Beweis, dass noch so viele Kochsendungen und -wettbewerbe weder von Fertigkost fernhalten, noch optisch den Burner in Deutschlands Alltagsküchen herstellen. Gut – es muss ja nicht jeden Tag das Holla-die-Waldfee-Menü oder -Gericht sein. Aber wenn im Schnitt kaum 1/7  bis 2/7 der gezeigten Mahlzeiten mir Appetit machen können, würde ich persönlich lieber kein “Beispiel” meiner Wochenmenüs abliefern und zeigen wollen.

Es herrscht eine seltsame “Genügsamkeit” im Anspruch bei vielen – an sich. Und an Qualität. Und Liebe zum Essen und seiner Zubereitung. Bin ich zu kritisch, wenn ich ein Butterbrot mit Tomate und frischen Kräutern lieber esse, als eine Packung Tortellini in (angeblicher) Schinken-Sahne-Sauce aus der Convenience-Abteilung in den Topf zu werfen, die mit leckerem italienischen (und Pasta-) Essen soviel gemeinsam hat auf manchen Bildern, wie das, was ich bereits in der Gerichtsmedizin zur Untersuchung des Mageninhalts gezeigt bekam?

Verstehen Sie mich nicht falsch – es GIBT akzeptable Convenience-Produkte. Ich habe sie selbst schon getestet, verkostet . Aus Neugier. Schliesslich habe ich auch schon beim Italienischem Feinkosthändler meines Vertrauens die lose und offene frische Pastaware gekauft. Warum also nicht andere im Handel probieren.

Man kann dann zum individuell ganz persönlichen “yes” oder “no” oder “hie und da” oder “nur diese oder jene und von diesem oder jenem” Hersteller oder Händler kommen.

Nein – mir geht es [im vorliegenden Post] allein um die Optik bei der Zubereitung und was und wie es auf dem Teller landet.

Um die simple Regel: Das Auge isst als erster vom Tellerchen ———— und nicht nur mit.

Nun, an dieser Stelle vermisse ich (und das ist der einzige Grund bislang und unverändert) dann doch sowas wie ein Smartphone oder eine hübsche kleine Video fabrizierende Kamera-Kollegin für meine “C’40D”, mit der bisher meine Foodfotos fabriziert werden.

Ein bisschen sehnsüchtig habe ich dabei Zorras Testbericht über die “Kleine” hier gelesen und gesehen und gestaunt, was für hübsche Ergebnisse diese Kamera geliefert hat.  Eine Versuchung für “kleine Lizchen” , fürwahr. Man kann manchen Versuchungen  nicht nachgeben, leider.

Bis ich die Lösung  für meine Lücke im Kamera-Equipment für solche Bilder mit Pasta habe, denen ich das Laufen beibringen könnte, wie wäre es mit Vorschlägen von Ihnen ? Zeigen Sie mir IHRE wunderschönen Videos mit Pastarezepten oder verlinken Sie mir bitte Videos anderer, die IHNEN besonders gut gefallen.

Ich bin gespannt auf einen medialen “Pasta-Candy-Storm” und darauf, die Rezepte dann selbst nachzukochen – und hier oder ein Türchen weiter dort für Sie gabelfertig zu präsentieren.

Zum Rezept für die “Pappardelle mit Kohlrabi-Streifen und Mandelpesto ” hier entlang , bitte!

Haben Sie übrigens diesen hübschen Beitrag schon entdeckt? Sehr hübsche und interessante Rezepte dort! Lesen, geniessen, inspirieren lassen!

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