Nicht die Bohne – Raten *24 { Gelöst: Käferbohnen }

Aber welche? © Liz Collet
Käferbohnen  © Liz Collet

Oder eher:  Nicht DIE Bohne ? Sie haben natürlich mit einem recht: DAS sind nicht DIE Bohnen, welche Sie üblicherweise bei mir so vermuten und assoziieren. Mit der allergrössten Leidenschaft stehen diese auf Rang 1, nicht zu toppen.

Aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich liebe ich so gut wie alle Sorten von Bohnen. Wenn auch mit unterschiedlich ausgeprägter Intensität. Ich muss gestehen: Diese hier finden bislang nur selten Platz auf meinem Menüplan. Das hat aber eher damit zu tun, dass ich trotz mehrerer probierter Rezepte noch nicht wirklich ein Highlight kulinarischer Verzückung damit verbinden kann. Wenn SIE also beim Erraten des Namens auch noch einen Rezeptvorschlag haben, der bei Ihnen mit diesen Schlingeln Sie und Ihre Lieben und Ihre lieben Gäste ins Schwärmen kommen lässt, freue mich mich über jeden Link zu Ihrem Blog oder anderem Tip. Ich freue mich darauf, bei Ihnen Haferlgucker spielen zu dürfen und ein bisserl schnuppern zu gehen.

Und bis dahin – Ihnen erst einmal einen genussreichen Start in die neue Woche.

UPDATE mit der Lösung:

Wie Margit Kunzke es richtig erraten hat, handelt es sich in der Tat um sog. Käferbohnen. Sie haben noch eine Reihe anderer Namen, wie z.B. Prunkbohnen, Feuerbohnen, türkische Bohnen, u.a.m.  In der Steiermark und auch in anderen Regionen Österreichs sind sie offenbar eine beliebte Zutat für einen Käferbohnen-Salat, in welchem Kürbiskernöl eine unverzichtbare weitere Zutat darstellt. Sie haben eine sehr mehlige Konsistenz und eine an Kastanien erinnerende nussige Geschmacksnote. Im Vergleich beispielsweise zu Kidney-Bohnen noch deutlich mehliger. Deren Geschmack ist – für mich persönlich – allerdings bislang im Eigengeschmack und damit in der weiteren Verwendung noch ungeschlagen. So haben mich die Rezepte für Eintopf etwa, die ich bisher mit den Käferbohnen versuchte, noch nicht den Kochlöffel Kapriolen schlagen lassen.

In Österreich allerdings werden Sie Käferbohnen als Suppen, Beilagen, in Sülzen, Pürees, als Aufstriche und sogar in Mehlspeisen und Desserts , als Füllung in Gebäck und Kuchen, als Muffins oder Pralinés finden. Wie wäre es zB auch mit Steirischem Käferbohnen-Strudel? Oder einem Süssem Bohnenmousse? Ich habe beides noch nicht probiert – ich tendiere bei Käferbohnen noch eher zu deftige Gerichten. Und liebäugle mit Kostproben von Sülzen mit Rindfleisch oder auch Salaten. Aber vielleicht lacht ja den einen oder anderen von Ihnen eines der beiden Rezepte an? Oder Sie blinzeln mal in dieser hübsch gestalteten Information aus der “Genussregion Österreich -Steiermark”, die als PDF neben Rezepten rund um die Käferbohne einiges Wissenswertes bietet, das Sie vielleicht (und mich) demnächst doch noch zu stürmischen Fans der gesprenkelten Bohnen werden lassen könnte: Südoststeirische Käferbohne – Rezepte

Denn:

Ob ich ähnliche Zurückhaltung in der Verwendung der Käferbohnen auch bei Ihnen annehmen muss, da so gar kein Rezepttipp sich in die Kommentare verlief? Oder schreckt Sie die lange Einweich- und Garzeit ab?

Denn das ist sicher eine Hemmschwelle: Für die Zubereitung brauchen sie zunächst eine lange Wässerung, die nichts für Schnellentschlossene am Herd und in der Küche ist: Mindestens 12 Stunden, am besten über Nacht, müssen sie vollstädig mit Wasser bedeckt einweichen und brauchen auch dann anderntags mit rund 35 bis 45 Minuten Kochzeit ihre Zeit. Slow Food XXL, sozusagen. Noch bevor Sie diese Hülsenfrüchte weiterverarbeiten und geniessen können. Wenn Sie aber diese Zeit einplanen , haben Sie mit den Käferbohnen eine gesunde Zutat auf dem Tisch.

Bislang vermisse ich persönlich allerdings unverändert mein “That’s it!”- Rezept für diese Kerlchen. Vielleicht wird aber der inzwischen bei meinen Göttlichen in der Küche entdeckte Käferbohnensalat den sog. Prachtbohnen endlich auch zu einem  prachtvollen Karriereschub verhelfen, der sie ihren Namen auch Ehre einlegen lässt? On va voir – morgen abends werden die nächsten Käferbohnen in ein nächtliches Wasserbad gelegt und beim wöchentlichen Markttag hier im Blauen Land werde ich versuchen, mir ein passendes Stückerl Schmankerlfleisch zu kapern. Plus frische andere Zutaten.

Blinzeln Sie also bitte diese Woche noch einmal herein – wenn das Resultat der Rezept- und Kostprobe den Weg über’s Kochhaferl auf den Teller und vor die Kamera gefunden haben? Bis dahin einen guten Start in die Woche!

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3 comments

  1. Guten Morgen, liebe Margit😉 So ist es. Ich ahnte, Du würdest sie sicher erraten. Mit dem Update habe ich einige Rezept-Links aufgenommen. Im Laufe der Woche nehme ich mir die Schlingel noch mal vor. Vielleicht finde ich dann endlich mein personal favorite Rezept, um sie zu Stammgäste in meiner Vorratskammer zu adeln. Bislang machen sie mich noch nicht wirklich glücklich genug dafür. Wünsche Dir einen kreativen und kulinarisch guten Start in Deine Woche! lbG Liz

    • Meine Großmutter hatte diese Bohnen mit den wunderschönen roten Blüten immer im Garten. Damals hießen sie noch Feuerbohnen. Aus den frischen Feuerbohnenkernen hat sie zusammen mit anderen frischen Bohnen(kernen) ihre unnachahmliche Bohnensuppe gekocht….

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