Tatort “Lebensmittelverschwendung” im BR: Angelika Schwalber

Auf ein offenes Wort, Frau Schwalber?

Während der BR nicht nur in den letzten Tagen und auch rund um die Internationale Grüne Woche das Thema Lebensmittelver(sch)wendung zum Programm proklamiert und immer wieder Programmpunkte dazu sendete, zu denen unter anderem auch Rezepte zum besseren Wirtschaften für Otto Normalverbraucher und Lizchen Müller ebenso wie Rezepte der Landfrauenküche, der Landfrauen und der Bundesverbraucherministerin gehören, werfen Sie, liebe Angelika Schwalber, derlei Lebensmittelethik lieber über Bord und Lebensmittel in den Abfall.

So im letzten Sendebeitrag von “herzhaft & süß” am 28. Januar 2013 (derzeit NOCH) hier zu sehen, bei Minute 09:00 des Beitrags: Rand abschneiden bei den von Ihnen präsentierten Sauerkirsch-Baiser-Schnitten? Kann man machen, wenn man die Optik einer Biskuitrolle oder solcher Schnitten hübsch haben will.

DAGEGEN ist nichts zu sagen.

Aber in den Mülleimer unter der Arbeitsplatte gehört ein solcher Abschnitt nicht. Derlei Reste, die bei Konditoren oder im Haushalt ANfallen sind kein ABfall, liebe Angelika Schwalber.

Sie sind vielmehr tolle Basics für Desserts, mit Vanille- , Mandel- oder Schokoladen-Pudding-, Mascarpone- Topfen- oder Joghurt- oder viele andere Cremes darüber, etwas Frucht dazu und ein paar geröstete Nüsse oder Mandeln. Der Kreativität und Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Ebenso kann man sie für die im Trend liegenden Cake Pops verwenden.

Biskuit- und andere Kuchenabschnitte und -reste,  sind wie Gebäck und wie  auch im Bild zu sehen WERTvolle Lebensmittel, kein Abfall, der dazu beiträgt, den Müllcontainer zu überfüllen. Überfüllt, übervoll mit übrig Bleibendem, das über die Maßen und ohne Augenmaß und Maß und Ziel dort landet, nicht landen müsste und Geld kostet, das andere nicht mehr genug erübrigen können.

Das, liebe Angelika Schwalber, geht bei weitem besser! Spitzengastronomie wie Spitzenkondotorei lebt nicht nur bei den Ergebnissen der Rezepte von der Liebe zum Detail und zum Produkt, sondern vom Umgang und der Wertschätzung der Basics. Der Basics des Handwerks, ebenso wie der Basics der Grund- wie Endprodukte von Rezepten.

Im Kleinen fängt es an.

Bei und mit den Kleinen.

In jedem Kleinem.

Mit jedem kleinen Abschnitt und Teil eben jenes Abfalls, der eine weitere Mahlzeit, eine weitere Speise sein kann und könnte. So brachte man es einmal Kindern von klein auf bei, heute muss man dazu Schulfächer einfordern, weil es – wie es heisst – in Familien nicht mehr vorgelebt, vorbildlich von Vorbildern im familiären Umfeld beigebracht wird. Vorbildlich ist aber auch – oder sollte es sein – auch das im Bild zu Sehende, das über TV gesendet und gezeigt und vorgezeigt und -gemacht wird.

Handwerk hat Vorbildfunktion. Und goldenen Boden. Heisst es. Sprichwörtlich. Und eigentlich auch handwerklich: Bei den Basics, wie beim Kuchen-Boden, mit dem man arbeitet. Ohne ihn zu verschwenden. Im Kleinen fängt es an, bei den Basics des zu lernenden Handwerks von der Lehre bis zum Meister, n’est-ce pas? Dazu gehört auch, gut zu wirtschaften und Liebe zu jenen Details, die sich nicht nur in jedem cent, den man wie den Wert der Grundprodukte (noch oder wieder mehr) ehrt und schätzt.

Spitzenkonditoren und Spitzen-Konditorenmeisterliches auch – jedenfalls wenn sie wirklich vorbildlich und wirklich meisterlich sein wollen.

Wenn Sie das noch nicht in jedem Handgriff Ihres Handwerks meisterlich genug verinnerlicht haben, nicht in die Praxis umsetzen und in Sendungen präsentiert auch nach aussen zu präsentieren in Fleisch und Blut, pardon in Konditorenblut übergegangen ist, die als Ausbildungsbetriebe des Handwerks und damit dort wie auch im gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichem Bildungs- und nicht nur Unterhaltungsfernsehen des BR dies vor-bild-lich zeigen und leben sollten, wie wäre es mit ein bisserl Nachhilfe?

Vielleicht bei Frau Aigner? Oder auch bei den Landfrauen und ihren Rezepten? Die sicher gern auch Konditorenmeister-und meisterinnen, welche sich mit derlei Lebensmittelver(sch)wendung noch keinen Titel verdienen,  nette und kreative Tipps übrig haben für das, was übrig bleibt, bei Ihren Zutaten und Rezepten. Oder auch ein gern paar Lehr-Stunden für Sie erübrigen werden. Übrigens: Auch der BR selbst hat da einiges an Anregungen im Programm, bei dem Sie vielleicht was abguggen könnten?

Meister fallen nicht vom Himmel, ……………und niemand lernt je aus. Vielleicht lernen auch Sie, bitte, noch was hinzu zum Thema Lebensmittelver(sch)wendung? Bis zur nächsten Sendung?

Ni X für U ngut.

😉

Weitere Links zum Thema:

Bildquelle: © Liz Collet

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