“Sie haben keine Ahnung, was in einer Küche vor sich geht….”

Kaffeehausstimmung © Liz Collet

Stimmt. Mancher würde gar nicht ausser Haus essen, wüsste er’s.

Das Zitat aber stammt in diesem Fall nicht aus der Branche der Lebensmittelkontrolleure und -hygiene. Sondern aus dem gestern in den Kinos gestartetem Film “Short Order – Das Leben ist ein Buffet”

Mit – eigentlich – interessanter Besetzung (Emma de Caunes, Cosma Shiva Hagen, Tatiana Ouliankina, Rade Serbedzija, Jack Dee, Paul Kaye, Paschal Friel, Vanessa Redgrave, John Hurt und Jon Polito) geht es darin um das “Ishmaels”. Eine Imbissbude, deren Köchin eigentlich überqualifiziert ist und die hier ihr kulinarisches Talent verschwendet: Denn die von Fifi Koko (Emma de Caunes) zubereiteten Speisen können beim Genuss sogar Orgasmen auslösen. Deswegen wirbt Felix (John Hurt) lebhaft um sie und um sie nicht nur als Frau zu gewinnen, sondern auch für seine Küche im exquisiten “Shanks”.

Nebenan betreibt Paulo (Rade Serbedzija) das Meditteraneo. Weit entfernt von Haute Cuisine, obwohl er anscheinend bessere Zeiten hinter sich hat, wie das Bild an der Wand ihn an der Seite von Frank Sinatra zeigt. Er hat gerade mit seinem stummen Sous Chef Pedro (Paschal Friel) einen Gast auf dem Kieker, in dem er einen Zechpreller vermutet – doch tatsächlich stellt sich Harry (Jack Dee) als Restauranttester heraus, der unbedingt Paulos geheimnisvolle Spezialität kosten möchte.

Ishmaels Liefermädchen Catherine (Cosma Shiva Hagen) begegnet derweil auf ihrer Tour einem Potpourri seltsamer Menschen: Sie gerät in die Talkshow eines ziemlich schrägen Moderators (Paul Kaye), trifft auf die russische Hure Stefani (Tatiana Ouliankina) und Marianne (Vanessa Redgrave), die ihr Tips in Lebens- und Liebesangelegenheiten gibt, während Pizzakoch Tony (Jon Polito) seinen Teig so sanft knetet, wie er das mit einer Frau würde.

Potpourri – trifft den Film: Ein Mix an Lebensfäden von Menschen, die sich in teils grotesk anmutender Weise ineinander “verlaufen” und verweben. Leben, Liebe und Genüsse seien es, die im Mittelpunkt des bereits 2005 entstandenen Films stehen sollen, der erst jetzt und in die deutschen Kinos mit Untertiteln kommt.
Zu diesem Thema allerdings hat man bereits – leider – viele bessere Filme gesehen.

Fazit? Von 5 möglichen * bei mir nur 1*. Weil es keinen halben gibt.

Aber vielleicht lassen Sie sich ja von dem Lockvogel-Etikett “Leben, Liebe und Genüsse” verführen und überzeugen.

*

*

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s