Sie KÖNNEN daraus Brezn machen…………

Lizerls Laugenbreznmuggerl © Liz Collet

……..oder Sie machen Brezenzopfmuggerl daraus. Die werden so gedreht und gezwirbelt wie Brezn. Und spielen Ihnen dann einen Streich. Indem sie sich einfach mal beim Backen zu Breznzopfmuggerl aufgehend gebärden. Biester. Aber lecker. Und daher verzeiht man ihnen ihre eigenwillige IchwillabereinBreznzopfmuggerl sein-Attitüde. Und denkt sich: aber nächstes Mal, nächstes Mal werdet Ihr wieder Brezn. Mit Löchern drin. Zwischen dem gezwirbelten Teigstrang.

Also, Zutaten sollen folgende für 8 Stück ins und ans Rezept:
250 g Mehl
1/2 Tl Salz
15 g Hefe
ca 125 ml Milch
25 g Butter
1 Ei

1 Tütchen (5g) Dr. Oetker Hausnatron
125 ml Wasser

Hagelsalzkörndl

1 Stich Butter, zerlassen (das ist ungefähr eine Messerspitze weicher Butter oder 1 El zerlassener Butter)

Sie geben

1. wie gewohnt bei Hefeteig im Dreigang-Menü seiner Zubereitung das Mehl in eine Schüssel, streuen den 1/2 Tl Salz darüber, formen in der Mitte der Schüssel eine Kuhle (Ja, wir sind alle kleine Spielkinder). Die zimmerwarme oder leicht angewärmte Milch wird mit der darin zerbröckelten Hefe verrührt, bis diese sich aufgelöst hat. Dann verrühren Sie die Milch in der Mehlkuhle nach und nach mit etwas Mehl und lassen das sog. Gangerl gehen. Daher heisst es ja auch so. Weil es gehen soll. Jedenfalls dort, wo man nicht so schnöde einfach nur Vorteig dazu sagt. Abdecken mit einem sauberen Linnen und in warmem Raum ca 10-15 Minuten nicht mehr stören. (DAS ist wichtig. Haben Grossmütter immer gesagt. Vermutlich weil sie Teigschüsselschleckermäulchen gut kannten. Und deren Neugier.)

2. Danach mit erst dem Ei und dann der zerlassenen, aber nicht heissen Butter zu einem glatten Teig mit dem Mehl und dem Gangerl verarbeiten.
Abdecken mit einem sauberen Linnen und in warmem Raum ca 45 Minuten nicht mehr stören.

Inzwischen 125 ml Wasser in einem hohen Topf aufkochen lassen, von der heissen Platte ziehen und sofort das Tütchen Hausnatron darin auflösen. Achtung: das sprudelt, daher auch hoher Topf. Flüssigkeit dann im Topf abkühlen lassen.

3.
Nachdem der Teig aufgegangen ist, zu einer Rolle formen, in 8 gleiche Stücke trennen und jedes zu ca 1 cm dicken Teigsträngen rollen. Dann zu Kreis legen, “Schenkel” der Teigstränge zweimal miteinander verdrehen und über die Schlinge legen zur Brezenform.

Ich würde es Ihnen auch vorspielen, aber eine Videokamera habe ich leider nicht. Und der Versuch, die Bärenracker das als Models vorführen zu lassen und in einer Fotoserie einzufangen, scheiterte auf ganzer Linie – sie fanden, sie müssten das aus lebensmittelhygienischen Gründen wegen ihres Fells entweder in einem GanzkörperK…*Siewissenschonwas machen oder in FKK. Foodhygiene-Körper-Kultur….kicherten sie. Und anderes mehr, das ich als noch weniger jugendfrei hier nicht zitieren möchte.

Da ich auch in  Fusseln in den Brezn und/oder Brezenzopfmuggerl keinen gesteigerten Würz- oder Geschmackswert oder optischen Reiz zu erkennen vermochte, einigten wir uns darauf, dass ich Ihnen eine andere Anleitung bei Gelegenheit nachreiche. Sie zwirbeln ohnehin sicher selbst sehr geschickt.

4. Die Brezn auf ein mit Backpapier belegtes Bachblech legen, mit der Natronlauge bepinseln, mit Hagelsalzkörndl bestreuen und unter Linnen erneut ca 20 Minuten gehen lassen.

5. Im vorgeheizten Backofen bei 200° dann goldbraun backen, aus dem Ofen nehmen, mit 1 Tl zerlassener Butter noch heiss bepinseln. Und sich zusammenreissen, dass man sie nicht noch warm und mit darauf schmelzender Butter direkt vernascht.

Cave  – Suchtpotential. Hätte ich vielleicht gleich vor den Zutaten als “rechtzeitigen” Warnhinweis für die Nebenwirkungen packen sollen. Aber damit müssen Sie jetzt leben. Und sie einfach wieder und wieder backen. So. Viel Spass damit. Ich muss jetzt Bären jagen gehen. Und sehen, dass ich wenigstens noch No 8 der Brezenzopfmuggerl erwische. Denn No 1-7 haben die Bären bereits gefressen. Lassen sie sich das zúr Warnung gereichen: Keine Bären in die Burgküche, wenn Sie nicht verhungern wollen, während Sie noch Foodblog-Posts kritzeln.

Halali…. Bärenschinken zu Brezn schmecken auch nicht schlecht. Oderrrrr? ;-)))

Ach ja. Das ist mein kleiner Beitrag zum:

World Bread Day 2012 - 7th edition! Bake loaf of bread on October 16 and blog about it!

Bon appetit!

Bildquelle (und Infos für Sie , wenn Sie Nutzungsrechte daran kaufen wollen: ) Lizerls Laugenbreznmuggerl © Liz Collet

4 comments

  1. An Brezeln hab ich mich noch nicht getraut…wegen der Lauge; aber ich sollte es endlich mal tun, denn die Norddeutschen kennen einfach keine guten Brezeln…wie gerne würde ich mal wieder eine wie in Kindheitstagen in Baden-Baden essen!:-)

    Du schreibst sehr kurzweilig = schön!

  2. Liebe Eva, danke schön – was für ein netter Kommentar !😉 Ja, im Norden muss man schon eine Weile suchen, bis man hier und da gute Brezen oder Brezengebäck bekommt, das vermisse ich auch immer am meisten, vor allem, wenn ich in Hamburg bin. Die Unerfahrenheit mit der erforderlichen Lauge war auch bei mir der Grund, lange auf selbstgebackenes Laugengebäck zu verzichten – denn in meiner Familie wurde es nirgendwo in der Küche beim Kochen oder Backen verwendet.
    So musste ich mich auch selbst auf die Suche nach einem Produkt machen, das man im Haushalt verwenden kann. Und wie man damit umgeht. Dosierung, ebenso wie : Taucht man das Gebäck ein? Bestreichen? Kalte Lauge, warme Lauge?
    In den Bäckereien, in denen ich vor Jahren arbeitete, lief das anders, als es im Haushalt gemacht werden kann.

    Und Rezeptbeschreibungen waren lange Zeit dazu nicht zu finden, bei denen das auch für Anfänger im Umgang mit Lauge zuverlässig schien. So findet man auch bei der Googlesuche oft Tipps, bei denen ich den Eindruck habe, dass wild mit Begriffen herumgeworfen wird, ohne zu unterscheiden zwischen Natron, Hausnatron, Soda, Backsoda usw. Oder Links weiter gepostet und verlinkt werden, bei denen zumindest mir nicht klar war, ob und wer die Beiträge verfasst oder auch selbst probiert hat und ob sie taugen.

    Bei mir im Blog stehen aber nur meine Rezepte, selbst fabriziert und getestet. Trau Dich also ruhig an das genannte Dr. Oetker Hausnatron – das habe ich selbst getestet und schon oft verwendet. Übrigens …….ist für die nächste Zeit im Blog geplant, noch öfter Rezepte mit Laugengebäck zu zeigen. Freue mich, wenn Du auch dann wieder hereinblinzeln magst.

    • Next Year – SEHR gern wieder.😉 danke liebe Zorra für Einladung und Deine beachtliche Organisationsleistung für die Ausrichtung des Events! AUCH diesen Events! Chapeau – immer wieder!

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