Göttlich………

Brioche Avec Sauce à la Vanille II © Liz Collet

Manche träumen ja. Ein bisschen von Schlaraffenland. Und paradiesischer Hülle und Fülle. Wenn Sie sich in meine Foodbilder verlaufen oder hereinfinden. Als Foodfotograf lebt man mit dieser Fantasie der Schmankerlliebhaber und Geniesser. Nein mehr noch: Man kitzelt sie an. Ob als Nebeneffekt, eher zufällig (wie ich gaaaanzungar unbeabsichtigt *treuherzigunschuldigharmlosguggend*) …oder professioneller, wie in den Sparten der göttlichen Lustmacher der hohen Kunst der Kochbuchverlage. Unter denen ich absolute Lieblinge habe. Und dennoch immer und immer wieder hier und da neue Versuchungen entdecke. Dazu in den kommenden Tagen vielleicht mal noch ein paar Beispiele, die ich frisch entdeckt habe.

Die Fülle von Zutaten oder Gerichten, die dann optisch in Bild und – im Blog auch mit Wort und Rezept verbunden – für Sie in Erscheinung tritt, regt die Fantasie nie endender Tafeln an, an welchen ganze Fussballmannschaften satt würden. Oder Altenheimbewohner. Oder andere reihenweise hungrige Schleckermäulchen. Ich gestehe das jetzt (und weiss, ich nähre damit weiter Ihre Fantasien, aber damit müssen Sie und ich dann einfach leben, wenn ich bei der Wahrheit bleiben soll): Ja, Ich habe schon Fussballteams, wie ganze Kindergartengruppen und -feste, Schulklassen und Schulsommerfeste, Studentenfeten wie auch Familienfeiern mit mehr als nur einigen Dutzend Gästen kulinarisch satt und zugleich hungrig auf mehr und nächste Male gemacht. Ich hätte einen  Beruf daraus machen sollen, meinte mancher. Oder können, andere.

Vielleicht. Wenn es nur darauf ankäme, dass und welches Vergnügen man an Kochen, Backen, Lebensmitteln, dem, was man daraus zaubern kann, an Aromen, Düften, Zutaten und an  nie endender Unerschöpflichkeit kreativer Möglichkeiten zur Verfügung hat. Und nie endender Fantasie, damit etwas anzufangen.

Hätte ich dem ersten halbwegs validem Berufswunsch nachgegeben, von dem ich mir mit Sprachen und der Lust an der Entdeckung anderer Regionen und Länder wie der eigenen Regionen rundum erhoffte, dass es das richtige wäre, ich wäre unter anderem auch in Küchen und Hotels als Teil der beruflichen Ausbildung dabei gelandet. Und das hätte mir durchaus gut gefallen. Die Entscheidung ging dann – bis heute reuelos – einen anderen Weg.

Und manchmal ist es amüsant, wie mich eher der Zufall wieder zu Food, Gastronomie und Hotellerie über die ebenso  zufällige Fotografie zurückführte. Das eine wie das andere davon sehe ich nach wie vor nicht wirklich als “beruflich” an. Obwohl es das längst mindestens zum Teil ist. Ein Teil, der ……..umgekehrt wieder zu juristischen Fragen zurückführt. Es ist ein bisschen wie mit den §§, die mein eigentlicher Beruf sind. (Und mehr als das). Es ist wie mit der ihnen eigenen Form: § – Alles fügt sich in Kreisen und Ösen und ineinander verschlungen wie von selbst zusammen. Führt immer wieder ineinander und zueinander. Meine Leisten sind die §§. Die Lust………liegt in den Schlingen zwischen ihnen….. in more than only one sense and for all senses.

Es fügte sich so. Es fügt sich zusammen. Was passt. Und zusammenpasst.😉

Und nichtsdesto trotz – Food wie §§ : ich finde, für manche Berufe sollte man eine passende Ausbildung haben. Und so liegt auch bei mir die Prioriät klar bei dem, was ich mir ausgesucht habe als Beruf. Und liebe. Und bis heute nicht  langweilig finden kann. Nicht langweiliger als Food. Und Fotografie. Und was ich mit den Fingern aus Food liebend gerne zaubere. Und in Fotos teile. Aber ……… zum Beruf machen?  Nein. dazu gehört, finde ich, eine gehörige Ausbildung. ……

…Jedenfalls, wenn man nicht als die Art von  Fernsehköchin enden will, die mir eben nicht so gefällt, wie echte Profis der Küchen, die ebenso ohne TV-Shows der  Gäste ihrer Restaurants sicher sein können, auch wenn TV-Prominenz dies zusätzlich sichert. Während andere eigentlich erst über die TV-Präsenz und Omnipräsenz den Zulauf erreichten.

Letzteres würde mir persönlich beim Anspruch an einen selbst nicht genügen. Und zudem tauge ich dafür auch definitiv nicht – vor der Kamera. (Sie wissen schon, wo bei der Kamera Sie mich suchen müssten….😉 ]

Brioches II © Liz Collet

Entscheidender aber der  Anspruch, den jeder für sich und an sich selbst stellt. Und bei aller Liebe zu guten Köchen auch im TV, aber das Gros der Köche hat sich nicht dort , sondern am Herd, in der Küche zu beweisen und den Erfolg sicherzustellen. Dort aber – finde ich – gehört manches zum profesionellen Können. In der Küche, im Service, im betriebswirtschaftlichem , personalrechtlichem Know how und anderem mehr.

  Ich bin 1000 mal lieber in der Küche oder – das, ja das auch – damit beschäftigt, die Gäste nett zu ver- und umsorgen und ihnen an der Tafel aufzutischen. Und ansonsten immer am allerliebsten ganz weit hinter den Kulissen. Und so bleibt es bei Lust und Liebe und der Leidenschaft, die sich zwischen den §§ dafür finden und damit und mit Lebensmitteln mit Spass “spielen” lässt. Und sie für mich als das erhält, was sie so göttlich macht: Immer neues Vergnügen, immer Lust, immer Kreativität, immer  Herausforderung, aber eben auch immer Kür. Was man liebt. Geniesst. Auch ohne es ganz und gar beherrschen zu müssen.;-) – Und dazu steht kein bisschen in Widerspruch, dass der Beruf, den man gelernt hat und beherrscht mindestens die gleiche Lust bereitet. Eben, weil und wenn man ihn beherrscht und immer wieder neue Herausforderungen darin zu finden sind, die es zu erarbeiten, erlernen, zu meistern gilt. Der Weg der Reiz, das Ziel der Reiz, das Hineinwachsen jede der täglichen wie nicht alltäglichen Herausforderungen und Aufgaben – und immer wieder daran zu wachsen. Der andere Reiz. Und kein Widerspruch.

 Genug geplaudert. Ob ich den Brioche  mit Ihnen teilen würde ? Hmmmmmmmm….. kommt drauf an. Kommt ganz drauf an…..😉

Mein Rezept zu den Brioches dagegen? Aber gern, hier entlang, s’il-vous-plaît.  Es wird in Kürze  auch bei GU – Gräfe und Unzer zu finden sein für Sie. Bei den Küchengöttern. 😉

Zur Sauce à la Vanille (für 1 Person)

25  g Zucker, 125 ml Milch,  1  Eigelb (Grösse L)  und Mark von einem Stück frischer Vanilleschote (1/4).

Milch mit der Vanilleschote aufkochen. Währenddessen Eigelb und Zucker mit einem Schneebesen in einer Schüssel hellcremig rühren. Schote aus der kochenden Milch nehmen und das Vanillemark mit einem kleinen Küchenmesser aus der Schote schaben und das Mark unter die Milch rühren. Dann die heisse Vanillemilch langsam unter die Eigelb-Zucker-Masse rühren, alles zusammen zurück in den Topf zurückgeben und – nicht mehr kochen!! – so lange rühren, bis die Vanillesoße leicht angedickt ist, d.h. zur Rose abgezogen. Schmeckt heiss und abgekühlt.

Brioche Avec Sauce à la Vanille © Liz Collet

Auch Singles müssen daher nicht die Pro-Person-Dosis zubereiten.

Doppelte Menge zubereiten lohnt sich zB, wenn sie diese Vanillesauce den einen Tag für diese Mehlspeise verwenden wollen, die abgekühlte zweite Hälfte andertags zB zu Roter Grütze aus den derzeit frischen Beeren oder einem Obstsalat reichen und schlemmen mögen. Oder zu Vanilleeis und Früchten.

Bewahren Sie die verbliebene abgekühlte Vanillesauce dazu in einem gut verschliessbaren Schraubglas oder gut schliessender Glasflasche (zB mit Keramik- und Gummi-Verschluss) im Kühlschrank auf. Sollte wegen des verwendeten Eigelbs dann aber anderntags verwendet werden.

Bon appetit!

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