Rezeptwettbewerb : Reis

Milchreis mit Himbeeren © Liz ColletIch liebe Milchreis. Milchreis gab es seit ich mich erinnern kann, in meiner Kindheit. Ganz klassisch, mit Milch gekocht, Rosinen darin und Zimtzucker darüber. Dazu Kompott aus Zwetschgen, Kirschen oder Apfelmus oder – manchmal die “Burggraben-Spur” von Himbeer-Sirup am Rand des Suppentellers, in dem der Milchreis auf den Tisch kam. Die Liebe zu Milchreis ist geblieben

Milchreis für passionierte Dessertmäulchen © Liz Collet

und gibt es  seither unverändert und daneben in vielen neuen und anderen Varianten bei mir:

Apfelreis © Liz Collet

…..gehört nach wie vor dazu. Muss aber nicht immer mit Kompott oder Apfelmus sein – sondern schmeckt mir ebenso gern einfach mit frisch aufgeschnittenen Äpfeln. Oder mit den Lieblingsperlchen in Rot, den Johannisbeeren.

Milchreis de Cassis © Liz Collet

Mit Cranberries, die zwar nicht frisch, aber als fruchtiges Mus dazu wunderbar kombinieren kann. Oder Sie verwenden getrocknete Cranberries und geben Sie beim Milchreiskochen bereits hinzu. Getrocknete Cranberries kann man übrigens auch gut in Schraubglas geben, mit Cassis, Rum oder Genever bedeckt ziehen lassen (paar Tage)  und dann zu Reis oder anderen Rezepten verwenden, wenn die Rezepte nicht für Kinder bestimmt sind.

Milchreis mit Cranberries © Liz Collet

Was mir zu  Coffee to go im Allgemeinen durch den Sinn geht,  können Sie in der Juni-Ausgabe der DLR lesen. Anders verhält es sich mit Milchreis to go. Allerdings nur dann, wenn ich ihn selbst zubereitet habe. Nicht bei gekauftem Fertigmilchreis aus dem Kühlregal. Und wenn ich den selbstzubereiteten Milchreis z.B. im dafür idealen Schraubglas verpackt dbmS auf seinen Wunsch hin in Kindergarten oder Grundschulzeit anstelle von “Pausenbrot” mitgegeben habe oder selbst ins Office mitnahm, als dieses noch in separtem Büro lag. Oder für Picknicks und Ähnliches.

Milchreis to Go © Liz Collet

Und wenn eben nicht gemeint ist:  Der Milchreis aus dem Kühlregal des Lebensmittelmarktes.  Nicht dass ich den nicht auch schon getestet hätte. Als Produkttests. Aus professioneller Neugier. Und weil ich durchaus grundsätzlich neugierig und offen für GUTES Neues wäre. WENN und SOFERN es sich nach Erprobung als gut erweisen würde. (ALLES muss ich aber auch nicht probieren…. )

Und weil man manchmal oder zeitweise  mit Menschen das Leben teilt, die – “wehe wenn sie losgelassen” ;-)  – sowas heimschleppen, und sei es nur, weil die Fertigprodukte ihnen “praktischer” erscheinen oder verlockend. Oder beides.  Wenn sie zu Einkaufsbeutezügen losreiten. Jedem das Seine.  Laissez-faire. Oder wie der Münchner  – nach dem Grundsatz Leben und leben lassen  – sagt: “Jedem Tierchen sein Plaisirchen.”

Basmati © Liz Collet

Anderer, nicht süss, sondern herzhaft zubereiteter Reis und entsprechende Reiskörner tauchten erst Jahre später, als ich etwa 13, 14 war, im Menüplan bei uns zuhause auf. Als Beilage vor allem zu Schaschlik, zu gebratenem Hähnchen, zu sauerer Leber oder zu Leber Berliner Art mit Zwiebeln, sowie zu Kotelett oder Schnitzel “natur”, d.h. in der Pfanne gebraten und mit oder ohne Sauce (mit Schwammerl oder mit Paprikasauce beispielsweise) oder als Reissalat mit Erbsen und Tomaten. Das Stichwort damals hiess: Parboiled. Und im Regal des EDEKA-Ladens oder REWE-Geschäfts, in dem bei uns wenige Strassen weiter der Alltagsbedarf gekauft wurde, gab es nur die eine Marke, knallorangfarbene Packung mit dem Werbegesicht darauf, bei dem ich damals wie heute an Harriet Beecher-Stowe denken muss, was mich schon damals störte, weil die Assoziation richtigerweise eigentlich nicht zu Reis, sondern zu Baumwolle gehörte.

Quartett für feine Reiskur © Liz Collet

20 x müsse man ein Reiskorn kauen. Erzählte eine meiner beiden Grossmütter zu dieser Zeit, als sie von einem Kuraufenthalt in Bad Wörishofen zurückkam, wo man das als “Credo” den Kurteilnehmern beibrachte. Und während sie das und anderes erzählte, dachte ich über die Duplizität von Zahlen nach: Weil ich zur gleichen Zeit gelesen hatte, dass ein Kind in Indien von 20 Reiskörnern als Mahlzeit einen ganzen Tag lang satt sein müsse. Und das sei bereits nicht einmal jeden Tag sicher.

Eine ganze Reihe von Jahren später nahm ich für einen Vortrag, den freundlicherweise Dr. Marianne Koch moderierte, einen Termin in Bad Wörishofen zu einem medizinischen Thema wahr. Das erste, das mir durch den Sinn ging, als ich im Auto durch den sommersonnigen Ort fuhr und am Kurzentrum einbog und mein Blick auf die Kurgäste in den geflegten Parkanlagen sah, vor denen schon meine Grossmutter auf Fotos gestanden hatte, war: “Ob sie ihnen immer noch beibringen, Reis 20 x zu kauen?”

Kichern Sie ruhig – ebenso wie ich im Auto darüber schmunzelte, wie Food und Essen einerseits den Alltag durchzieht, eigentlich – ja, immer irgendwie. Foodbloggern muss man das ohnehin nicht mehr sagen. Ein Tag ohne Food, Foto und Foodbloggen plus Facebook-Group-Posten  rückt nahe an Entzugssymptome.😉 …….Und das ist nicht die schlechteste Grundlage, wenn es darum geht, wie bekommt man mehr Bewusstsein in die Köpfe von Verbrauchern, was ihnen wirklich gut tut und um bewusster zu wählen und eben auch kreativer & kritischer  mit Food umzugehen, auch selbst kreativer & selbstkritischer.

Bio Camargue Naturreis © Liz Collet

Die Sorten an Reis, die wir heute quasi um die Ecke in beinahe jedem Laden kaufen oder online shoppen können, ist an Vielfalt sicher nie höher gewesen. Heute geht es um Fair Trade und Bio  als Stichworte. Und wie valide Etiketten tatsächlich sind. Daran, dass in manchen Teilen der Welt noch immer Kinder von 20 Reiskörnern oder weniger pro Tag satt werden müssen, hat sich nichts geändert.

Wieviel Reis (nicht in Körnern, sondern Gramm) wäre – was glauben SIE – wohl die richtige Portion pro erwachsener  Person? Als  Hauptgericht oder als Beilage? Wüssten oder wissen Sie es? [Ohne zu guggelblinzellinsen ?😉 ]

Naturreis frühlingsfrisch dressiert © Liz Collet

Wollen Sie auch mal kreativ werden mit all der Vielfalt an Reis, die Sie um sich herum kennen oder mal zu entdecken losgehen könnten? Guter Anlass wäre dann vielleicht der folgende Wettbewerb, für den Sie grad noch ein paar Tage Zeit haben:

Kreativ werden kann man nämlich aktuell auch mit Reis und mit diesem Rezeptwettbewerb von Lecker.de. Gesucht wird ein kreatives Risotto-Rezept.

Die beiden Teilnehmer/-innen mit den besten Einsendungen, sind eingeladen, im September 2012 für zwei Tage zur Reisernte in die italienische Po-Ebene zu Riso Gallo zu reisen. Dort treffen sie auf die beiden Sieger-/innen aus der Schweiz und Österreich, um bei einem Risotto-Wettkochen gegeneinander anzutreten. Das von einer Fach-Jury prämierte beste Rezept aus sechs wird auf der Webpage von Riso Gallo vorgestellt. Dass das Wettbewerbsrezept auch mit Reis des genannten Herstellers zubereitet sein müsste, habe ich nirgendwo den Teilnahmeregeln entnommen. Ob Sie das aus *hüstel* “diplomatisch-taktischen” Gründen für die Teilnahme dort tun oder mit einer Reismarke und -sorte Ihrer sonstigen Wahl,……. ist daher Ihnen überlassen. Vielleicht verbinden Sie es einfach mit einem Produkttest bei der Gelegenheit ? 😉

High Lights mit Naturreis © Liz Collet

Deadline 08. Juni 2012 für Rezepte MIT Foto. Details zu den Teilnahmebedingungen hier.

PS: Dreimal dürfen Sie übrigens raten, was der erste Satz meiner Grossmutter war, als ich ihr davon erzählte, dass ich beruflich nach Bad Wörishofen fahren sollte. 😉

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