Nicht mehr so ganz ein Newcomer…..Agretti oder Mönchsbart

Mönchsbart © Liz Collet

Kennen Sie ihn ? Das ist nicht mehr wirklich ein Newcomer in deutschen Küchen, aber so richtig verbreitet ist er auch wieder nicht. Im “Gastronomiegeflüster” wurde erläutert, dass der Mönchsbart  auch unter dem Namen Krähenfuß- Wegerich bekannt ist und rosettenförmig wächst. Man kann sie auf manchen Wochenmärkten, in Bio- oder Spezialitätenläden kaufen.
Die Salat- oder Gemüsepflanze kann roh oder gekocht gegessen werden. Der Geschmack ist leicht bitter, etwas säuerlich, je nach Anbauort auch schwach salzig. Er kommt aus Italien und in den Lebensmittelläden und Discounter ist er nach wie vor  nicht zu entdecken. An den Ständen der Vitualienmärkte taucht er inzwischen regelmässig auf – im Frühling aber nur hat man Gelegenheit, ihn zu bekommen.  Zumindest hier in der nördlichsten Stadt Italiens habe ich ihn bereits auf dem Viktualienmarkt, dem Elisabethmarkt und auf dem Pasinger Viktualienmarkt entdeckt. Letzterer liegt in der Bäckerstrasse in Pasing und lohnt ohnehin einen Besuch.

Zur Vorbereitung braucht Agretti nur ein wenig gesteigerte Aufmerksamkeit beim Waschen. Die Wurzelenden mit dem Messer gleich im Bund abschneiden und die Stängel dann gründlichst unter fliessendem kalten Wasser im Sieb und dann mehrmals in einer Schüssel gut waschen, bis kein Sand oder Erde mehr zurückbleibt und im Sieb abtropfen lassen.

Mehrere Varianten habe ich bereits probiert:

Zander, Couscous und Agretti © Liz Collet
Beide sind auch für Gäste dekorativ und unkompliziert zuzubereiten:
Paprika verschiedener Farben putzen, würfeln; Tomaten waschen, vierteln. King Prawns waschen und im Sieb abtropfen lassen. Zanderfilet waschen, in Portionsstücke teilen, in Mehl wenden.
Instantcouscous nach Anleitung in einer Schale mit heissem Wasser und einer Prise Salz und Pfeffer aus der Mühle aufgiessen und zugedeckt ziehen lassen.
Inzwischen ein wenig Pflanzenöl in eine beschichteten und heissen Pfanne geben, den Zander auf der Hautseite kross anbraten lassen , mit einer Prise Salz, Pfeffer würzen, in ein wenig Butter schwenken und auf der Filetseite bei zurückgenommener Hitze nachziehen lassen, damit er saftig bleibt. Parallel 1 El Öl in eine weitere beschichtete, erhitzte Pfanne geben, den gereinigten Agretti in die Pfanne geben und leicht schwenkend 1-2 Minuten dünsten, die King Prawns hinzufügen und anbraten, zuletzt die gewürfelten Paprika hinzufügen, anschwitzen und alles mit wenig salz (Agretti hat bereits einen leicht salzigen Eigengeschmack), sowie Pfeffer, Cayenne und einem Spritzer Zitronensaft würzen, aus der Pfanne nehmen und mit dem Couscous mischen, auf dem Teller anrichten und mit dem Zander anrichten. Die Pfanne mit dem Agretti ist ebenso schnell zubereitet, wie der Zander in der anderen.
In Dessertringen kann man den Agretti-Gemüse-Couscous auch eingefüllt und wie auf dem Bild festlich angerichtet servieren.
Salat mit Agretti, Kapern und Sardellen © Liz Collet
Noch schneller ist diese Variante als Salat: Agretti wie beschrieben vorbereiten, eingelegte grosse Kapern, Oliven, geputzte und gewürfelte bunte Paprika, Tomatenviertel, in Salzlake oder Öl eingelegte Sardellen (Anchovis) sowie etwas Pfeffer, frisch gezupftes Basilikum und ein paar Spritzer Zitronensaft in einer Schüssel anrichten. Agretti in einer beschichteten Pfanne mit nur 1 El Öl schwenkend dünsten und nach ca 3 Minuten noch lauwarm unter den Salat heben und behutsam durchmischen, sofort servieren. Dazu passt frisches italienisches oder Bauernbrot.

Was ich schon längst einmal probieren wollte, war auch eine Quiche mit Agretti – hier sehen Sie diese nun:

Mönchsbartquiche © Liz Collet
Grüne Maischlemmerle © Liz Collet

Sie könnten Sich aber auch in diesen beiden italienischen Beispielen Anregungen geben lassen, hier und mit  Antipasto con crema di gorgonzola e Barba dei Frati aus dem Ristorante “Il Centro” di Priocca (oben) und folgend Linguine con cacciucco e agretti. Buon divertimento!

 

2 comments

  1. […] Kennen Sie ihn ? Das ist nicht mehr wirklich ein Newcomer in deutschen Küchen, aber so richtig verbreitet ist er auch wieder nicht. Im “Gastronomiegeflüster” wurde erläutert, dass der Mönchsbart auch unter dem Namen Krähenfuß- Wegerich bekannt ist und rosettenförmig wächst. Man kann sie auf manchen Wochenmärkten, in Bio- oder Spezialitätenläden kaufen. Die Salat- oder Gemüsepflanze kann roh oder gekocht gegessen werden. Der Geschmack ist leicht bitter, etwas säuerlich, je nach Anbauort auch schwach salzig. Er kommt aus Italien und in den Lebensmittelläden und Discounter ist er nach wie vor nicht zu entdecken. An den Ständen der Vitualienmärkte taucht er inzwischen regelmässig auf – im Frühling aber nur hat man Gelegenheit, ihn zu bekommen. Zumindest hier in der nördlichsten Stadt Italiens habe ich ihn bereits auf dem Viktualienmarkt, dem Elisabethmarkt und auf dem Pasinger Viktualienmarkt entdeckt. Letzterer liegt in der Bäckerstrasse in Pasing und lohnt ohnehin einen Besuch. Und Ideen und Rezepte , sowie weitere Bilder mit dieser sehr schmackhaften Zutat finden Sie dann hi… […]

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