Frühling in der Pasta- und Suppenküche – und auf ein Wort über……”Disgustings + Dislikes”

Frühling in der Suppenküche © Liz Collet

©lick!

Für manche beginnt sie jetzt wieder. Mit dem Aschermittwoch. Die Fastenzeit. Jedem das Seine. Wenn Sie das auch tun – Cave! Sie werden hier dann auch in den kommenden Wochen zwar auch das eine oder andere zum Thema, aber dennoch weiterhin allerlei wenig fastengerechts finden. No diets, here, auch kein Fasten. Bewusstes Essen oder bewusster Verzicht ist für mich keine Frage (nur) der Fastenzeit, auch nicht für die (Rück-)Besinnung auf Wert und Umgang mit Lebensmitteln. Oder um Gewürze, Aromen und Eigengeschmack von Lebensmitteln dann wieder  (“Uiiiiii das schmeckt dann ja viel intensiver….”) zu erlernen. Keine Frage  nur zwischen Aschermittwoch und Ostern. Jedem das, was ihm gut tut. Und wer heilfasten will und wem das gut tut, dem wünsche ich gutes Gelingen und vor allem: Wohlfühlen dabei. Daher auch viel Glück für Mirko Reeh, der – Respe(c)kt !!! – öffentlich und öffentlichkeitswirksam und uneitel unter dem Titel “Ein Koch im Speckmantel” den zeigt, den er angesetzt hat und dass und wie er ihn wieder abspecken will. In Serie. Hier beim HR. Um sich wieder wohl zu fühlen.  Keine leichte Herausforderung bei 30 kg Gewichtsreduzierung als Ziel und bei seinem Beruf und seinen Vorlieben bei dem, was er bisher und gern zwischendurch und auch bis spätabends gern isst und trinkt. Bonne chance!

 Btw…aber so en passant und mitnichten im Widerspruch dazu, im Gegenteil: Unpassend und diskriminierend geschmacklos finde ich persönlich Bilder und Posts, in denen Menschen mit mehr oder weniger oder auch extremem  Übergewicht – mal kombiniert mit Wurstbroten, Speckrollen und anderem, mal sonst mit dummen Sprüchen – virtuell und verbal durch die Welt und das “social” life gejagt, geteilt, shared und g’schert herabgesetzt werden. Es ist mir völlig gleichgültig, ob und wie die Bilder der betreffenden Personen ursprünglich und aus welcher Motivation überhaupt ins Netz kamen. Abstossend und decouvrierend sind die Äusserungen und Kommentare der sich sonst gern so tolerant und andere natürlich nienienienicht diskriminierenden selbst-sehenden  User.  Man könnte manchmal auf den Gedanken kommen: Irgendeiner muss einfach immer in den Biotopen der Gesellschaft durch’s Blogger-Dörfchen  und Social Worlds gejagt werden. Und seit es political incorrect ist, Frauen, Behinderte, Ausländer,  “sexuell individuell lebende” Menschen oder sonstige  “Minderheiten-“Gruppen zu diskriminieren müssen es eben die mit nicht vorgeblichen normgerechten Gewichtsklassen sein, die wie ehedem immer einer in der Klasse zu Schulzeiten gepiesackt und rumgeschubst wurde. Oder heute noch wird. Und bevor nicht auch “gewichtige Gründe” in Art 3 GG eingefügt werden oder Antidiskriminierungsregelungen, scheint es eher zum Volkssport unter dem heuchlerischen Deckmäntelchen der so sozialen Welt und auffallend besonders bei den angeblich so Ernährungs- und Geschmacksbewussten zu geraten, auf denen herumzuhacken, die nicht der “Norm” entsprechen, die sie selbst zum Maßstab erheben. Ohne Maß und Ziel der verbalen Entgleisungen von Kommentaren. Ohne das kleinste bisschen Sinn und Geschmack für Grenzen des …guten Geschmacks. Disgusting.

Ich kenne Frauen im besten Alter, die weit entfernt von übertriebenen Schönheitsidealen sich kaum in ein Schwimmbad wagen, wenn und weil sie grad ein paar Pfund zu viel auf den Rippen haben (die man nicht mal sieht). Obwohl sie wissen, dass sie  dort am leichtesten und für den Körper am schonendsten  gerade für die Fitness und die Form, die Kondition wie die andere, was tun könnten. Und die sich  nicht einmal zum Schwimmen in das Schwimmbad eines   Seniorenheimes wagen, in dem sie konkurrenzlos die jüngsten wären.

In unserer Gesellschaft gibt es keine Diskriminierungen von “Andersgewichtigen” (sei es unter- oder übergewichtig) ? Wer Augen und Ohren hat, lese und höre einfach mal näher hin. Anstatt vermeintlich witzig die einen oder anderen Bilder per “like & share” kritiklos und selbstkritikfrei  weiterzuverbreiten.  Ach übrigens: Manche – gerade unter diesen  – halten ja Fasten, Heilfasten für eine Methode , um auch den geistigen Horizont wieder oder noch mehr zu erweiten.  Diejenigen, die Heilfasten, aber im Net entwürdigende Kommentare oder Bilder posten, liken oder sharen über andere, deren Gewicht sie inakzeptabel finden oder belustigend, sind für mich eines der besten Beispiele, dass Heilfasten  DIESEN Zweck des Hirnrefreshings klar verfehlt und nicht erreicht. Schade, dass es eben für manche Fälle keinen Button bei FB für DISLIKE gibt. 

Nix für ungut.

Only dead fish swim with the stream.
I risk to buck the trend and—-I  love the papillons.


Also………wenn Ihnen dann das Fasten zu schwer fiele, das Sie aus welchen Gründen auch immer für sich selbst für richtig ansehen, um sich wohl zu fühlen, sehen wir uns hier erst zu Ostern wieder😉 Alle anderen, die  mit und ohne Fasten mit genug Willenskraft und Spass an Essen, Kochen, Backen, Geniessen Lust an allem rund um Kulinarisches haben – seien Sie mir auch in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern herzlich willkommen😉

Schmetterlingsleicht sind übrigens auch  diese Ideen für Frühlingslaune in der Wohnung. Das eine oder andere Fetzerl Papier von Geschenkpapier, Bastelbögen oder mancher Produktverpackungen können schon reichen für die kleinen frühlingsleichten Stimmungsbeflügler. Nicht nur im Kinderzimmer.

Bei mir machen dafür die im Bild halb zu sehenden Servietten mit den bunten Schmetterlingen schon heitere Frühlingsstimmung.

Das Rezept zur Frühlingssuppe mit den Faltern wie gewohnt in der Suppenküche. Sehr viel mehr als ein Ausstechförmchen für die Schmetterlinge und verschiedenfarbige Karotten brauchen Sie gar nicht.

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Kürzlich fragte mich jemand wieder einmal,  diesmal in einem Fotoforum, was ich eigentlich mit den ganzen Abschnitten der ausgestochenen “kulinarischen Models”, wie Herzen, Schmetterlingen etc machen würde, hübsch wäre das ja, aber doch Verschwendung. (Nein, ich lache NICHT über solche Fragen und keine Frage ist dumm – meiner Meinung nach. Nur manche Antworten von Menschen sind es. Aber das ist ein anderes Thema). Daher greife ich das gern auf, was mit den “Resten” geschieht.

Wenn es eines hier nicht gibt, dann sicher Verschwendung.😉 Das gilt natürlich nicht nur für die Philosophie meiner Foodrezepte wie Foodfotografie, dass alles so zubereitet wie fotografiert und dann serviert und gegessen wird. Mit Genuss. Also so fotografiert, zeitlich fix, dass heisses Essen noch heiss und Eis noch nicht zerlaufen ist. Das gilt natürlich erst recht für alle Zutaten und was mit diesen geschieht.

Bei “dressiertem” Gemüse ist das die einfachste Sache der Welt: Alle Abschnitte werden ebenfalls geschnibbelt und entweder sortiert oder bereits miteinander gemixt roh als Juliennes, als grössere oder kleinere Würfel von Gemüse und Wurzelgemüse im TK-Fach für spätere Verwendungen bevorratet. Und kommen für Suppeneinlagen, Saucen für Bolognese und vegetarische Saucen oder für Braten und deren Ansatz zum Einsatz, landen jederzeit verfügbar dann in Nudel- oder Reisgerichten, Eintöpfen oder -Salaten u.v.a.m. Oder sie werden direkt verwendet, um ggf. ergänzt um weitere Zutaten Gemüse- oder Fleischbrühen oder Fischfonds etc herzustellen. Für Gebrauch am selben Tag oder anderntags oder um ebenfalls dann portioniert eingefroren zu werden. Diese Brühen sind beispielsweise dann gemeint, wenn davon in der Suppenküche oder hier die Rede davon ist.

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