Dreikönig

Dreikönigskuchen © Liz Collet
Dreikönigskuchen © Liz Collet

Dreikönig ist bei uns immer der letzte oder einer der letzten freien Tage der Winterferien und des Winterurlaubs. Gesetzlicher Luxusfeiertag, weil nur in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Einen eigenen Kuchen gab es an diesem Tag an sich lange nicht, schlicht, weil in meiner Familie einige Hörndlsternzeichen ihren Geburtstag feierten, die einen Tag vor, sowie am Tag und am übernächsten Tag nach Dreikönig lagen und für die daher ohnehin schon Kuchen oder Torten gebacken wurden.

Dieses Jahr ist das anders und so habe ich erstmals die Gelegenheit genutzt und einen Dreikönigskuchen gebacken. Ein wenig angekitzelt von der Saisonküche und Lili Elwert. Unter den ungezählten Rezepten aus der Fülle der sehens- und lesenswerten, mit Sternchen nicht so sehr der Sternsinger, als vielmehr der ausgezeichneten Küchen , aber auch unendlichen Zahl von Blogs und Foren und anderen Rezeptschatzkästchen mit Galettes des Rois (siehe zB hier oder dort) , aber auch Dreikönigstorten, Dreikönigskuchen und klassischeren Versionen wie “Krone und König” habe ich mir, die ich am liebsten selbst schlichtere Klassiker (nicht umsonst vergehe ich schier bei Guglhupf oder einem wirklich feinem Sandkuchen oder Hefezopf) liebe, einen solchen für dieses Jahr ausgesucht.  Nachdem ich an vielen Stellen vor allem bei FB von den Fragen und Schwierigkeiten hörte “Krone und König” irgendwo aufzutreiben und leiiiider nicht wie “Lililein” Lili Elwert kein solches Set aus Familienbesitz  in den Schatztruhen aufzufinden vermag , habe ich die Suchmaschinen meines Vertrauens mal neugierhalber die Jagdfährte aufnehmen lassen. Tatsächlich scheint es schwierig so einen kleinen Gipskönig plus Krönchen als Set irgendwo aufzutreiben. Das Krönchen war indess für mich von Anfang an kein Problem – die Vermutung, dass vielleicht schon im OEZ die ersten Faschingsartikel an die Stelle der Weihnachtsdeko gerückt sein könnte, erwies sich zwar als nicht richtig. Aber wozu gibt es Spielwarenecken. Da ist dann zumindest das Krönchen zu bekommen. Und den Gipsmonarchen habe ich – wie in vielen Rezepten ohnehin zu finden – zwar nicht durch eine Bohne, eine Münze, eine Porzellanfigur oder gar einen Diamanten wie französische Bäcker im letzten Jahr, aber durch eine blanchierte Mandel ersetzt. Wie bei Haselnüssen kaufe ich auch Mandeln stets nur als ganze Kerne, die ich selbst mahle, hacke oder als blanchierte ganze oder halbe Mandeln beliebig weiter verwenden kann.

Mein Rezept zum Dreikönigskuchen ist heute folgendes:

375 g Mehl
1 Packung Dr. Oetker Hefe Garant
Mark einer Vanilleschote
etwas Abrieb einer Zitrone
80 g Zucker
50 g zerlassene Butter
Prise Salz
190 ml Milch
1 Ei
60 g in Rum eingelegte Rosinen

Mehl mit Hefe, Salz, Zucker, Abrieb der Zitrone und Vanille mischen und mit der Milch zu einem Hefeteig verarbeiten. Bei der o.g. Hefe ist ein erstes Teigerl und dessen Gehzeit nicht erforderlich. Ich verwende sie zwischendurch ganz gern als bei Bedarf immer im Vorrat vorhandene Alternative zur Frischhefe, die ich sonst eigentlich bevorzuge.

Den Teig dann für 15 Minuten unter sauberem Leinen gehen lassen.

Dann die Rosinen einarbeiten und den Teig in 7 Partien teilen, zu Kugeln verarbeiten und in einer davon eine ganze Mandel verstecken. Die Teigstücke zur Form wie oben 6 Kugeln um eine in der Mitte auf gebuttertes Backblech legen und noch einmal 10 Minuten gehen lassen. Dann mit 1 El zerlassener Butter bepinseln und blanchierte Mandelhälften darauf stecken.

Im Ofen bei 175-180 ° goldbraun backen. Dann noch heiss mit 2-3 El erwärmter Aprikosenmarmelade aprikotieren und abkühlen lassen. Dann mit Guss aus etwas Puderzucker, mit wenig Wasser angerührt besprenkeln. Mit dem Krönchen servieren. Wer die Mandel in seinem Stück findet, ist der König und darf bestimmen, was den Tag gemacht wird.

So, ….. nun wird es Zeit für eine Kanne meines Lieblingstees….. und ein Stück des Kuchens. Über das, was die Jagdfährte als Spuren und Jagdbeute ergab, erzähle ich Ihnen dann bei nächster Gelegenheit mehr. Und an eine Galettes des Rois wie diese wage ich mich dann vielleicht nächsten Dreikönigstag. Und bis dahin hecke ich noch eine Idee aus, wie sich das und ein Dreikönigs-Bäckerinnen-Kaffee mit einem verflixt verführerischem Besuch in der Wohnkost verbinden lassen könnte.  [Ja, Lililein…die Geister, die man ruft……😉 ……..]

 Bildquelle Dreikönigskuchen © Liz Collet

One comment

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s