Nudelglück von Kindesbeinen an….

 

Love Pasta?

Der 25. Oktober ist World Pasta Day. Noch immer gehört Pasta zu den beliebtesten Lebensmitteln. Dabei gab es Zeiten, da hätte man glauben können, dass den Deutschen der Appetit darauf gründlich vergehen hätte können. Dazu heute im Jus@Publicum ein Beitrag zum Thema. Zu den dort erwähnten Lieblingsgerichten an Nudeln meiner Kindheit nun also hier die Rezepte, die so simpel sind, dass ich sie kaum als solche bezeichnen würde. Sie waren aber absolute Leibspeisen für mich. Und bei den ersten dreien davon sind sie bis heute unverändert immer mal wieder im Speiseplan, höchstens manchmal mit anderen Gewürzen oder anderen Kräutern variiert. Und natürlich nicht mehr mit kaltem Wasser für die Nudeln nach dem Kochen.

Für die ersten drei Rezepte wurden eigentlich fast immer Hörnchen oder Spiralnudeln verwendet. Die gab es – natürlich – ebenso wie Maccaroni auch als Beilagen zu klassischen 3-er-Essen: Fleisch, Sättigigungsbeilage und Salat u/o Gemüse und Sauce. Maccaroni gab es dabei hauptsächlich zu Kesselfleisch auf Kraut – wobei das “Kesselfleisch” seinen Spitznamen von der Zubereitung im “Kessel moderner Art” hatte: Dem Schnellkochtopf, in dem auf Kraut u.a. Kassler Ripperl, Wammerl (roh und gekocht/geräuchertes oder geräuchertes), aber auch Haxe (geräuchert oder roh) gegart und dann mit Kraut, Kartoffeln oder eben Maccaroni serviert wurden. (Und wem da so manche Erinnerung an die einen oder anderen Rezepte der Pfälzischen oder Elsässischen Küche durch den Sinn geht, liegt nicht so falsch. Denn diese Gerichte kommen aus der Rezeptküche meines Grossvaters mütterlicherseits…. und führen eben über die Pfalz ins Elsass über die Geschichte seiner Familie.)

Hier nun die Klassiker, bei den ersten drei Rezepten ist anzumerken, dass die Nudeln gekocht, im Sieb abgegossen und (ja, scandalissimo nach heutigen Regeln der Pastaküche) mit kaltem Wasser kurz überbraust wurden, im Sieb abtropften und später in der Pfanne in zerlassener Butter geschwenkt und goldbraun und mit leicht krossem “Füsschen” serviert wurden. Und – ja Sie ahnen es – ICH liebte immer schon grade diese knusprig goldbraune Kruste an der Pasta:

1. Schinkennudeln

Nudeln kochen, parallel dazu in einer Pfanne gewürfelten gekochten Schinken, wenn man mag mit ein wenig gewürfelten Zwiebeln, anbraten, die gekochten und abgeseihten (und NICHT kalt abge”schreckten”)  Nudeln darüber geben und mit dem Schinken und den Zwiebeln durchmischen und alles zusammen leicht nach Gusto anbraten und mit Salz, Pfeffer, frischen Kräutern (Schnittlauch, Peterl oder Basilikum) abschmecken und servieren, dazu Salat nach persönlicher Vorliebe. Bei uns seinerzeit gern Blattsalate oder Gurkensalat (mal mit Dill, mal mit Milch, mal mit Essigdressing) oder Tomaten-Salat mit Zwiebeln, Schnittlauch oder Peterl.

Schinken wurde dabei oft auch ersetzt durch Reste vom Aufschnitt oder von Salami oder Leberkäse, die je nachdem was wieviel davon vorhanden war, auch bunt gemischt wurden. Das Gericht war ein klassisches Montags- oder Dienstagsgericht, bei dem Reste von Wochenenden vewendet wurden oder werden.

2. Käsnudeln

Nudeln kochen wie bei Schinkennudeln. Emmentaler Käse auf der Handreibe raspeln. Nudeln in der Pfanne mit Butter anbraten, mit Salz, Pfeffer würzen, auf den Teller geben, Käse dann erst darüber streuen und servieren. Salate wie oben.

Variante: Klar kann man das auch im Ofen noch knusprig gratinieren und natürlich abg’schmelzte Zwiebeln darüber geben.

3. Nudelhaschée

Nudeln kochen wie oben.

In einer Pfanne Hackfleisch scharf anbraten und Zwiebeln dazugeben, Brühe angiessen, Deckel schliessen, Fleisch gut durchgaren, dann Deckel abnehmen, Flüssigkeit komplett reduzieren lassen,Nudeln untermischen und alles zusammen leicht bräunend, bissl resch anbraten, frische Kräuter darüber wie Peterl oder Schnittlauch und mit Salat servieren.

4. Past’Asciuta

XXL-lange Spaghetti in hohem Topf garen. (Hier wurden schon damals die echten italienischen langen Spaghetti gekauft).

Emmentaler auf Hobel reiben.

Hackfleisch wie im vorangegangenen Rezept mit Zwiebeln zubereiten, dann Tomatenmark hinzufügen und mit Brühe ablöschen, reduzieren lassen und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Curry abschmecken, frisch gehackten Peterl drunter mischen.

Hackfleischsauce und Käse und der dazu zu reichende Salat mussten parat sein, bevor die Nudeln al dente waren.

Abgegossene Nudeln, Hackfleischsauce und Käse in getrennten Schüsseln auf den Tisch bringen oder Nudeln mit der Sauce und dann mit dem Käse obenauf servieren. (Ich mochte es lieber getrennt, weil ich manchmal als Kind einfach nur gern die Nudeln und den Käse auch auf den Spaghetti ass…und..ja, meine Sauce zu Spaghetti ist heute eine richtige Bolognese und hat noch mehr Zutaten und – auch das ist wahr: ja, ich mag auch Spaghetti noch immer manchmal einfach mit Käse….Emmentaler, Bergkäse oder Parmiggiano oder anderen.)

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