Lily…….schon mal probiert?

Seit dem Mittelalter feiner Genuss für die damalige High Society der Reichen – Taglilien. Warum reichen Sie sie nicht einfach mal als High-Light im Menü?

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Bekanntlich liebe ich ja Blüten. In der Dachgartenlaube und in freier Laufbahn, aber auch in der Küche – und zwar querbeet von herzhaften bis süssen Rezept-Ideen.  Klassisch natürlich auch die Zucchini in immer wieder neuen Varianten  (wie u.a. hier) und Ideen, seit ich sie vor (puuuuhhh…fast 17 Jahren) in der Toskana als Menü-Schmankerl entdeckte.

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Ebenso faszinierend und vielfältig geniessbar Kapuzinerli, die leicht scharfwürzigen Kaupzinerblüten, die es frisch und herzhaft als Fingerfoods

oder Vorspeisen , ebenso wie mit milden Begleitern auch hier schon bis in die Dessert- und Gläserfood-Ideen der Cucina schafften.

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Immer wieder bin ich allerdings überrascht, welche Blüten es dafür noch zu entdecken gibt.

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Petit Ballet des Fleurs de la Cuisine

Lilien gehören ganz frisch dazu. In jedem Sinne. Denn zu ihrer Verwendung müssen sie frisch geerntet werden.

Taglilien (Hemerocallis) sind bereits seit dem Mittelalter als essbarer Genuss bekannt, allerdings wie so vieles nur dem der Reichen vorbehalten. Heute kann jeder Taglilien im eigenen Garten kultivieren, ernten und geniessen. Sie erinnern auf ersten Geschmack ein wenig an Eissalat und damit wird auch schnell offenkundig, dass sie vielfältige Möglichkeiten der Kombination mit anderen Zutaten und Füllungen zulassen, die auch zu diesem Salat passen können. Zweifarbige Blüten haben einen leicht scharfen Nachgeschmack, sie eignen sich daher eher für würzige Rezeptideen bei Vorspeise, als Appetizer oder leichte Haupt- oder Zwischenspeisen. Die orangefarbigen sind hingegen besonders mild, können damit natürlich in gleicher Weise verwendet werden, sind aber auch eine interessante Zutat und “Servierschale” für Desserts, die mit Käsevarianten ebenso wie mit Füllungen und Mousse-Rezepten (die zB als Nockerl eingelegt werden in die Blüte) auf Topfen/Quarkbasis gut harmonieren können.

Die Blüten müssen dann von den Staubgefäßen befreit und sorgfältigst auf Insektenbesatz kontrolliert werden, bevor man sie mit der Tülle einer Garnierspritze zu etwa ein bis zwei Drittel befüllt und anrichtet. Sie schmecken wunderbar als Appetizer oder Vorspeise oder auch zB an bunten Salattellern als Highlight neben oder als Top auf dem Salat angericht. Oder zu gegrilltem oder geröstetem Brot als Auftakt zu einem Grillabend.

Schön knackigfrisch bleiben die Blüten, wenn man sie erst kurz vor dem Servieren zubereitet.

Mein Tip:

Füllung für die Blüten bereits in einer Garnierspritze gefüllt gut gekühlt im Kühlschrank parat halten, ebenso die Blüten, die man dort noch mit dem Stengel in Glas mit frischem Wasser auf ihren Auftritt warten lassen kann (2-3 Stunden vor dem Servieren und nach dem frischen Ernten problemlos möglich).

Ein sehr leckeres Rezept ist dieses:
Pro Person 1 Blüte Taglilie
100 g Frischkäse
50 g Schmand oder Créme fraîche
frisch geschnittener Schnittlauch oder andere Kräuter
Salz, Pfeffer, Prise Cayenne

Varianten:

  • Füllt man die Blüte nicht mit der Tülle, sondern mit etwas Geschick mit einem Löffel (zB als Nockerl in die Blüte gesetzt), kann man diese Füllung mit sehr fein gewürfelter Salatgurke, gelben oder grünen oder beiderlei Zucchini für vegetarische Variante ergänzen oder auch zB mit fein gewürfelter geräucherter Putenbrust oder Schinken.
  • Ebenfalls eignen sich klein geschnittener Räucherlachs oder fein untergehobene feine Stücke von geräuchertem Forellen- oder Saiblingsfilet

© Copyright by Liz Collet

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