Lieblingsgerichte: Lizchens 10-Minuten-Nudeln

Teaser

Unter den Rezepten für Lieblingsschmankerl finden sich bei den meisten Menschen fast immer unter den Erstgenannten solche der eigenen Kindheit. Ob bei Oma oder Opa oder daheim, es gibt Gerichte, die sind und bleiben auf der Topliste. Bei mir ist das nicht anders. Leibspeisen waren bei mir

Käsnudeln ebenso wie Schinkennudeln. Für beide Gerichte werden die Nudeln gekocht wie gewohnt und anschliessend in einer Pfanne mit etwas Butter gebraten, bis sich bei den unteren Nudeln in der Pfanne grolbraune “Rammerl”, bilden.

  • Bei Schinkennudeln wird vor der Zugabe der Nudeln gewürfelter Schinken (oder die Reste von Aufschnitt  und/oder Salami) in der Butter angebraten, wenn man mag, kann man auch ein wenig gewürfelte Zwiebel hinzufügen.
  • Bei den Käsenudeln wurde geriebener Emmentaler Käse auf die Nudeln im Teller gestreut und heute gebe ich zudem noch  frisch gehackten Schnittlauch oder Petersilie darüber.Und beim Käse zieht dbmS statt Emmentaler Gouda (jung) vor, ich dagegen nach wie vor Emmentaler, Gouda (mittelalt) oder Parmesan.

Aber auch als ganz gefährliche Versuchung meiner Selbstdisziplin galt und gilt Apfelstrudel als eines meiner Kindheits-Leibschmankerl: mit und ohne Vanillesauce, auf gebuttertem Blech oder in der Auflaufform oder dem Reindl (am besten gleich mehreren und die einen süss mit Apfel und die anderen herzhaft als Kartoffel- oder Wirsing– oder Pilz- oder Spinatstrudel, zB, gefüllt) oder in der Millirahmsauce gebacken – man hätte mich dafür zu jeder Nachtzeit wecken können und ich muss gestehen, dass ich nach  der 2. Portion auch grosse Selbstbeherrschung braucht, um vor der 3. Halt zu machen. Zuhause gab es üblicherweise  den TK-Strudel von “Pan” (gibt es die Firma eigentlich noch?), bei meinen Grosseltern wurde der Strudel noch von meiner Oma selbst gemacht und von ihr habe ich auch gelernt, ihn hauchdünn über die Hände “laufend” auszuziehen, bis man buchstäblich eine Zeitung durch ihn hindurch lesen hätte können. [Sie müssen nicht die Druckerschwärze unter den Teig legend in Kauf nehmen, um die Probe auf’s Exempel zu machen – as Muster des frischen Linnens unter dem Teig en detail zu erkennen, reicht als Anhaltspunkt durchaus😉 ] Natürlich kann man einen Strudel auch zur Abwechlsung und wenn es fix gehen soll mit einem Blätterteig (TK  oder Frischware aus dem Kühlregal) zaubern. Als Dessert etwa.

Das sind beileibe nicht alle Lieblingsspeisen, aber diese drei stehen ganz weit vorn. Mehlspeisen liebe ich ohnehin rauf und runter, ob als Mittagsgericht oder – die kleinere Portion – dann als Dessert.

Eines der Rezepte, die es seit eh und je bei mir gab sind die sog. 10-Minuten-Nudeln. Die können Sie mit Apfelmus oder Fruchtkompott oder frischen Früchten oder – bei meinem “Pappi”  sehr beliebt:  – mit viiiiel Vanillesauce  servieren.

Der Name ist Programm, an Zutaten brauchen Sie für 2 Personen als Mittags-Mehlspeise für “Lizchens 10-Minuten-Nudeln”:

3 Eigelb, die Sie mit 3 El Zucker, 1 Prise Salz und dem Mark einer Vanilleschote (oder 1 P. Vanillezucker) schaumig rühren. Sie fügen dann 6 El Mehl vermischt mit 2 Tl Backpulver hinzu und zuletzt 6 El Milch. (Das Rezept läuft bei uns daher auch manchmal scherzhaft unter dem Spitznamen 3-3-6-6-er Nudeln).

Geben Sie dann in eine beschichtete Pfanne ein Stück Butter (kann auch Schmalz sein, ca 1-2 El), lassen Sie diese sacht zum Schäumen kommen, streuen Sie eine Prise Zucker und eine Prise Salz hinein und setzen Sie dann je 1 El Teig nebeneinander in die Butter. Dann mit etwas Milch (ca 4-6 El) angiessen, sofort einen Deckel darauf geben und bei 2/3 der Hitze ca 7-10 Min. garen lassen. Die Nudeln gehen leicht und locker ähnlich wie Biskuit auf  und nehmen eine Form ähnlich den Amerikanern an. Allerdings nicht so kompakt in der Konsistenz, sondern wunderbar lockerfluffig wie eben Biskuit.

Wichtig: Bleiben Sie der Pfanne nahe, denn durch den Zucker , Butter und Milch bekommen die Nudeln eine gewollte goldbraune knusprige Rammerl-Unterseite, die ihnen einen herrlichen Geschmack gibt, aber schnell zu dunkel gerät, wenn Sie den Moment übersehen. Die Nudeln sind gar, wenn sie schön aufgegangen sind und die Flüssigkeit völlig verschwunden ist. Glasdeckel ist ideal, aber mit etwas Übung erkennt man es auch am Duft und – sehr erfahrene Köchinnen dieses Gerichts auch am leisen Geräusch der Nudeln,…die sehr leise knistern, wenn sie knusprig werden. Man serviert sie heiss oder lauwarm, wenn wider Erwarten doch mal welche übrig bleiben werden sie sicher später abgekühlt noch weggenascht.

Bild dazu gibt es bei Gelegenheit, wenn mir nicht gleich alle Nudeln unter der Hand und kaum, dass sie von Pfanne zu Teller umgezogen sind, weggeschmankerlt werden.

Inzwischen trösten Sie sich bitte mit dem Teaser eingangs dieses Posts. Hausgemachte nussige und herzhafte Cantuccini und wie man sie zubereitet, erzähle ich Ihnen   zum Wochenende.

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