Fastfood, Fingerfood und Fastenfood: Kohlrabi

Kohrlabi , Rohkost, Fast Food , Grünes Fastfood, gesunde Pommes
Kohlrabisticks © Liz Collet

 

………..Die einen sagen so, die anderen so. In meiner Kindheit gab es Kohlrabi eigentlich nur in einer Weise: Als Kohlrabigemüse mittags nach der Schule, hauptsächlich, abends eher selten. Die Kohlrabi wurden dazu geschält, halbiert und die Hälften dann in ca 4-5 mm dicke Scheiben geschnitten. Dann in etwas Butter oder Öl im Topf “angeschitzt”, mit Brühe bzw mit dem klassischen Maggiwürfel und Wasser aufgegossen und gedünstet, bis die Scheiben weich gedünstet waren. Mit Salz und Pfeffer gewürzt. Dazu gab es Lyoner, die im Wasser erhitzt und dann in Portionsstücken zum Gemüse serviert wurde. Oder quer halbiert und in Scheiben geschnitten separat in der Pfanne g’schmackig, also kross angebraten wurde. Oder deren Scheiben direkt zum Gemüse gegeben und einfach damit erhitzt werden.

Beim Schnibbeln der Kohlrabi bekamen wir vorweg immer welche zum roh essen. Die Scherzl mochte ich am liebsten – sie waren zart und butterweich. Auch zur Schulpause mochte ich sie gern als Abwechslung zu Apfel oder anderem Obst gern.  Noch heute mag ich Kohlrabi als Snack. Und das Kohlrabigemüse gelegentlich auch gern. Schuhbeck gibt eine Prise Zucker dazu. Ich mag lieber mal eine Prise Muskat daran.

Längst aber haben sich die Kohlrabi bei mir auch andere Rezepte erobert.

Wie zB als

Gratin, bei dem man hauchdünn gehobelte Scheiben der Knollen anstelle von Kartoffeln verwendet. Oder mit Kartoffelscheiben gemischt das Gratin zubereitet. Auch als Tarte auf einem unkomplizierten herzhaften Mürbeteig kann man Kohlrabi lecker zubereiten, ob vegetarisch oder mit gewürfeltem Speck oder Schinkenfleckerl darunter, ist individuelle Vorliebe.

Jetzt in der Fastenzeit ist dieses sehr schnelle und kinderleichte Rezept sicher für manchen eine willkommene Abwechslung.

Cremige Kohlrabisuppe © Liz Collet
Cremige Kohlrabisuppe © Liz Collet

Pro Person verwende ich an Zutaten:

einen kleinere bis mittlere Kohlrabi, ca 200 ml Milch, Salz, Pfeffer, (dazu Cayenne wenn man mag), frische Kräuter wie zB Kresse, die jetzt bereits wieder leicht in der Küche auf dem Fensterbrett gezogen werden kann und auch in den Läden vorhanden ist. Ebenso passen Petersilie, die in der Fastenzeit angenehm entwässert. Oder Schnittlauch, der eine ganz dezente Schärfe in die Suppe bringt oder Frühlingslauch.Unbedingt nutzen kann und sollte man auch die zarteren Blättchen, die noch an der Knolle vorhanden sind,denn Kohlrabiblätter haben gegenüber der Knolle einen rund doppelt so hohen Gehalt an Vitamin C, der Gehalt an Carotin ist 100 mal so hoch, der von Calcium und Eisen 10 mal so hoch. Vor dem Schälen abzupfen, beiseite legen und mit den anderen Kräutern gehackt vor dem Servieren auf die Suppe streuen.

À pros pos Kräuter:  Unter den neuen Produkten im nahegelegenen Gartencenter habe ich am vergangenen Samstag ein Sortiment an Tüten dieses Lieferanten entdeckt, bei denen man den Kräutergarten quasi aus der Tüte wachsen lassen kann. Mehr dazu findet man beim Anklicken des Menüpunkts BNatural dort, mehr dazu, ob es was taugt und wie gut es funktioniert, erzähl ich Ihnen gelegentlich, wenn das hier ausgesät sein wird.  Das geht laut Verpackung ganzjährig und soll nach 10-20 Tagen erste Ernte erlauben. ….. Wir werden säen,…äh…sehen. Da ich ohnehin mit meinen Anzuchtkästen in den kommenden Tagen klassisch die Saat für Kräuter aller Art ausbringen werde und diese am Fenster, wie nach den Eisheiligen auch draussen in der Laube gern und praktisch weiter verwende, habe ich mich auf den Kauf einer angebotenen Sorte in derlei Tüten beschränkt – “Frischer Mini Rote Beete”. Sorry für die grammatikalische Stolperei – die stammt von der Verpackung und nicht von mir😉

Die Zubereitung ist leicht und binnen weniger Minuten fertig:

Kohlrabi schälen, würfeln, nur knapp mit Wasser bedeckt dünsten. Mit dem Pürierstab dann unter langsamer Zugabe der Milch fein pürieren. Mit Gewürzen und Kräuter abschmecken und garnieren und sofort servieren, Bauernbrot schmeckt sehr gut dazu.

Wer es üppiger mag, kann jederzeit natürlich einen Teil der Milch mit Sahne ersetzen oder mit einem Klecks Crème fraîche toppen. Als Topping oder Einlage in die Suppe passen gewürfelter Schinken, Speck, Brotwürfel, die angesröstet werde, aber auch Meeresfrüchte, wie Scampi, Nordseekrabben, Garnelen, aber auch Lachsstücke oder Räucherfisch, um nur einige Beispiele zu nennen.

Kohlrabi kann man aber auch sehr gut zusammen mit Karotten dünsten und mit einer hellen leichten Sauce (leichte Bechamel, helle Weissweinsauce, etc)  zusammen mit Fisch servieren. Sehr lecker schmeckt hier Zanderfilet auf der Hautseite kross goldbaun angebraten und zart glasig im Fleisch. Aber auch Lachsfilet ist eine gute Kombination. Zu letzterem kann man auch zusätzlich Salzkartoffeln reichen. Oder Tagliatelle.

Auch als Auflauf ist Lachs mit Kohlrabi, Karotten, Lauch und einer hellen leichten Bechamel oder Weissweinsauce delikat, den man auch mit Butterbröseln, die mit Kräuter vermischt sind und mit etwas fein darunter gemischtem geraspelten Käse zuletzt gratinieren kann. Puristisch in den Zutaten aber keineswegs puristisch im Gusto schmeckt aber auch eine Kohlrabi-Sauce zu Spaghetti, ….die verrate ich Ihnen dann ein anderes Mal.

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© Bild, Rezept und Text : Liz Collet

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