Im Angebot: Ein Steigerl Äpfel für Apfelstrudel

Apfelstrudel © Liz Collet
Apfelstrudel © Liz Collet

 

Im Angebot sind, wie der Blick in die Werbebeilagen am Wochenende in der Sonntagszeitung und im Briefkasten zeigte,  hier  heute bzw diese Woche  Äpfel, 3kg Kiste 1,49 Euro. Sie

bekommen keine Werbebeilagen und wollen die auch nicht? Bookmarken Sie sich doch einfach ein paar geeignete Websites der Lebensmittelläden,  bei denen Sie gern einkaufen, sie haben inzwischen fast alle welche und manche, wie die  gennante Website sind  durchaus praktisch eingerichtet, weil Sie den nächsten Markt per PLZ finden und dort dann auch die Angebote anzeigen lassen können.

Während man früher für den Strudel bei uns sehr gern Boskop nahm, sind heute Elstar, Golden Delicious, Pink Lady, Cox Orange etc beliebter. Das Wochenangebot ist ideal für einen Strudeltag bei den Montagsgerichten aus der Serie der 1Euro-Rezepte. Von dieser Kiste werden für das folgende Rezept nur 2kg benötigt, so dass auch noch frische Äpfel für den Rest der Woche zum Naschen bleiben.

Die folgenden Rezeptangaben sind für 6 Personen bemessen:

Strudelteig:

  • 375 g Mehl
  • 1 nur sehr leicht gehäufter Tl Salz
  • 3 El Öl oder flüssige Butter
  • knapp 1/4 l lauwarmes Wasser

Aus diesen Zutaten einen Teig herstellen, in Folie gehüllt mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen die Füllung vorbereiten:

  • 2 kg Äpfel
  • 1 Tl Zimt
  • Saft einer halben Zitrone
  • Abrieb einer halben Zitrone
  • 200 g Schmand
  • 150 g Zucker (gern auch Rohrohrzucker)
  • 100 g in Rum eingeweichte Rosinen
  • 100 g flüssige Butter
  • 1/4 l Milch zum Begiessen
  • etwas Butter zum Ausbuttern des  Bratreindls

Zubereitung:

  1. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Scheiben schneiden oder hobeln. (Wenn Sie’s wie ich machen wollen, wenn es gelegentlich schnell gehen soll: Äpfel schälen, mit dem Kernausstecher den Apfelbutzen ausstechen, Apfel halbieren und über den Hobel Scheibchen schnibbeln)
  2. Sofort mit Zitrone, Zimtzucker, Zitronenabrieb, Rosinen vermischen, 10 Minuten ziehen lassen und dann den Schmand unterrühren.
  3. Dann den Strudelteig portionsweise zu Strudelteigflächen für die Füllungen ausrollen und ziehen.  Diese dann auf bemehlter Fläche erst mit dem Nudelholz ausrollen und dann auf  frischem und leicht mit Mehl betäubtem  Linnen (Geschirrtuch zB)  noch ausrollen und dann über den Händen dehnen und ausziehen. Das geht am leichtesten, wenn man ihn über dem einen Handrücken gelegt und hängend mit der anderen Hand dreht, dehnt, und mit dem Handrücken dabei unter dem Teigstück auch mit dehnt, während die andere Hand ihn hält oder behutsam nach aussen zieht, bis er ohne zu reissen hauchdünn ist. Wie es so schön heisst: am besten ist er, wenn man durch den Teig die Zeitung lesen könnte.
  4. Teig dann auf dem Tuch auslegen, mit der zerlassenen Butter bestreichen und die Fülle auf den Teig verteilen, dabei einen Rand von 3-5 cm lassen. Von den Seiten den Teigrand nach innen über die Füllung schlagen und dann mit Hilfe des Tuchs den Teig von sich her und weg aufrollen und ihn (notfalls mit Hilfe des Tuches) in das gebutterte Reindl gleiten lassen, dabei sollte der abschliessende Falz auf der Unterseite sein. Mit allen Teigportionen so verfahren. Dann mit der Milch begiessen und bei 200° im vorgeheizten Backofen goldbraun backen (dauert ca 40 Minuten). Zwischendurch noch mit dem etwaigen Rest der zerlassenen Butter auf der Oberseite bepinseln, das gibt eine knusprige Kruste.

Der Strudel wird heiss und mit Puderzucker bestäubt  serviert, schmeckt aber auch abgekühlt zB zum Tee oder Kaffee.

Zur Adventszeit mag ich es auch gern, die Äpfel nach dem Schälen und hobeln mit der Zitrone, etwas Vanille und einer kleinen (!) Prise Lebkuchen- oder Bratapfelgewürzen  in einem Topf kurz anzudünsten, die Mischung dann in eine Schüssel zu geben, mit den Rumrosinen und gehackten oder gehobelten und in unbeschichteter Pfanne gebräunten Mandeln zu mischen und nachdem die Äpfel heruntergekühlt sind, mit dem Zimtzucker und dem Schmand zu vermengen oder ein bis zwei El der Apfelmischung anstelle von Vanillesauce zu den Strudel zu servieren und gebräunte Mandeln, Zimtzucker und einen Klecks des Schmands dazu zu garnieren.

Wird er als Mehlspeise wie heute bei den Montagsgerichten serviert, schmeckt eine Vanillesauce gut dazu. Sie können diese natürlich mit einer handelsüblichen Packung  (Dessert-Soße Vanille-Geschmack zum Kochenvon Dr. Oetker zB ) zubereiten. Persönlich mag ich dabei nur die zum Kochen, kalt angerührte Vanillesauce ist nichts für mich. Sie können aber natürlich auch mal selbst eine solche ausprobieren, was jetzt in der Adventszeit gut passt, wenn Sie zum Plätzchenbacken oder zum Backen von Makronen ohnehin gut Eiweiss gebrauchen können:

Vanillesauce selbstgemacht:

Zutaten:

6 Eigelb, 100 g Zucker, Mark einer Vanilleschote (oder Msp. Vanillemark aus dem Glas), 1/2 Liter Milch.

Zubereitung:

Eigelb im Wasserbad mit dem Zucker dick und heiss und hellgelb schlagen.

Inzwischen in einem hohem Topf Milch mit der Vanille einmal aufkochen lassen, dann bei reduzierter Hitze  5- 10 Minuten ziehen lassen, während Sie die Eizuckermasse im Wasserbad schlagen, NICHT kochen. Dann nach und nach die Vanillemilch unter Rühren unter die Ei-Zucker-Masse mischen, die Gesamtmischung in den Topf zurückgiessen und bei mittlerer Hitze noch einmal unter Rühren “wallen” (nicht kochen, weil sonst das Ei ausflockt) lassen. Man nennt das auch sie zur Rose zu ziehen. Der Ausdruck rührt daher: Taucht man einen Esslöffel in die Sauce und bläst dann behutsam über dis Sauce auf dem Löffelrücken, so entsteht ein Muster wie von Rosenblütenblättern.

Rezeptvarianten und Tips:

Sie mögen keinen süssen Strudel ?Kein Problem, blättern Sie mal in den Angeboten – im oben erwähnten Markt sind aktuell auch Wirsing zum kg-Preis von 0,59 Euro oder Lauchzwiebeln zum Bundpreis von 0,39 Euro  zu bekommen. Lauch/Porree ist zudem als weitere Variante fast jede Woche günstig zu bekommen. Wirsing und Lauch sollte vor dem Verwenden als Füllung blanchiert und dann in Streifen geschnitten werden. Wirksing kann man auch hobeln. Bei Wirsing nehme ich die äusseren grösseren Blätter gern auch, um daraus Krautwickerl zuzubereiten, die man wie mit Weisskraut herstellt. Für die Strudelfüllung werden dann die inneren Blätter des Wirsings verwendet und nur ein paar dunklere der äusseren darunter gemischt.

Diese Gemüse kann man mit dem Schmand, etwas geriebenem Käse (ca 150 g), mit ein wenig Semmelbröseln (1-2 El)  und für Nichtvegetarier mit Wurst- oder Bratenresten, die montags vom Wochenende noch vorhanden sind oder etwas Hack oder Speck, Salz, Pfeffer, Prise Cayenne und Muskat nach persönlichem Gusto als Strudelfüllung verwenden. Anstelle der Milch verwenden Sie Brühe.

Auch sehr gut schmeckt die Kombination von Lachs (TK-Ware, aufgetaut, in Stücke zerteilt) mit den genannten Gemüsen.

Tip für Zitronensaft:

Nervt SIE das auch so: Sie kaufen ein Netzerl Zitronen und bereits anderntags ist garantiert die erste von Schimmel befallen? Bissl Schwund ist immer? Muss in dem Fall nicht sein: Ich habe mir angewöhnt, Zitronen bereits direkt nach dem Einkauf mit der Zitruspresse auszupressen und den Saft in Gefriertüten für Eiswürfel einzufüllen und ins TK-Fach zu geben. Ein kleiner Filter ist dabei nützlich, wenn man nur seine eigenen 2 Hände hat, aber sonst unkompliziert. Bei Bedarf wird einfach ein Zitruswürfel entnommen für die Kanne schwarzenTees, für Salatdressing, für Obstsalat, als Zutat zum Backen, Glasieren etc. Der Zitronensaftwürfel ist binnen kurzem aufgetaut und ohne Geschmacksveränderung nach dem Fristen nutzbar. Eiswürfelbehälter geht auch, sollte aber abgedeckt werden (Folie).

Und mit Strudelteig kann man noch viele andere wunderbare kleine Schlemmereien fabrizieren. Nur eine wönzög kleine Auswahl für Süsses wie Herzhaftes:

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