Lizchens herbstliche Butternut-Jagd-Suppe

© Liz Collet
© Liz Collet

Ich liebe Kürbis. Meist fange ich mir “nur” den klassischen Hokaido auf meiner Jagd nach Leckerschmankerl ein. Nein, es ist nicht richtig, dass mir das deswegen leichter gelänge, weil der so kugelrund sei, dass auch weniger marathonerprobte oder spurttaugliche Köche ihn erlegen können. Er ist einfach verbreiteter in freier Wildbahn für kleine LIZtige Sammlerinnen und Jägerinnen nach guten Zutaten und preiswerten Schmankerln anzutreffen. Deshalb passt er auch so gut in

die Reihe derjenigen Rezepte, die Insider und Buddies bereits aus meinen preiswerten Montags-Rezepten, den sog. 1EuroGerichten kennen. (u.a. hier zu finden).

Vor ein paar Tagen aber huschte mir eine Herde kleinerer und mittelgrosser Butternut-Kürbisse über den Weg, als ich wieder einmal mit dem Drahteselchen und dem Fangkorb auf dem Gepäckträger  meine üblichen Schlemmerquellen aufsuchte. Einer mit einem ca. Gewicht von 950 g war nicht schnell genug, blinzelte mich übermütig leichtsinnig an – und ging mir prompt ins Netz. Pech für ihn, Glück für mich. Drei Mahlzeiten mit verschiedenen Rezepten ergibt dieser pro Person leicht.Er wird daher – wie ich – nicht erleben, ob er tatsächlich bis zu 1 Jahr aufbewahrt und auch dann nochmit Genuss verschlemmert werden kann, wie immer wieder zu lesen ist. Ich habe ihn bereits am Tag nach dem Halali geschlachtet. Am besten einmal von oben nach unten halbieren oder die “Kürbisbirne” liegend vom unteren dicken Teil her in ca 1 cm dicke Scheiben schneiden, dann kann man ihn ganz leicht von seiner Schale befreien und auch vom Kerngekrause innen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden für die weitere Zubereitung. Die zweite Methode eignet sich besonders auch, wenn man ihn innerhalb von 1-2 Tagen und nicht auf einmal verwenden und verbrauchen wird, den verbleibenden Teil einfach in kühlem Raum oder Gemüsefach aufbewahren.

Eines der Rezepte ist eine sehr leckere und ganz schnelle Suppe.

Lizchens herbstliche Butternut-Jagd-Suppe (Spässle muss sein)

(Zutaten für 4 Personen)
ca 500 g Butternut-Kürbis, wie beschrieben gewürfelt vorbereitet
3-4 kleinere bis mittlere Kartoffeln, geschält, gewürfelt
2 mittlere Kartoffeln, geschält, geraspelt für Puffer
300 – 400 ml Milch
300 ml Sahne
Sahne, Brühe (flüssig oder gekörnt), Pfeffer frisch gemahlen, Cayenne, Curry, 1 Msp gemahlene Vanille oder Mark einer halben Vanilleschote
1 Stich Butter oder Butterschmalz, 1 El Olivenöl oder anderes Öl

In einem Suppentopf Butter oder Öl erhitzen, Kürbis und Kartoffelwürfel dazugeben, angehen lassen, aber nicht braun werden lassen, dann Brühe (flüssig ca 200 ml, anderenfalls 200 ml Wasser und körnige Brühe) angiessen und das Gemüse bei mittlerer Hitze garen und Flüssigkeit reduzieren lassen. Sahne zufügen und mit Pürierstab pürieren, dann noch soviel Milch zugeben, dass eine cremige Konsistenz der Suppe entsteht. Mit den Gewürzen und nach Wunsch mit frischen Kräutern (Schnittlauch, Petersilie) abschmecken, Suppe nur noch heiss halten, während die geraspelten, gut ausgepressten und mit Salz und Pfeffer und Cayenne gewürzten Kartoffeln in etwas Öl in beschichteter Pfanne zu Puffern herausgebraten und dann – nett angerichtet – zur Suppe gereicht werden.

Sahne und Milch können jeweils anteilig variiert werden, so dass die Suppe weniger üppig oder sahniger wird. Und anstelle der Puffer kann auch allerlei anderes dazu gereicht werden: Backerbsen, Crostini, geröstete Walnüsse, aber auch Speck, Garnelen, Fischstücke, die man in der Suppe garziehen lässt, etc. Bevor man sie so aufpeppt, lohnt aber der Versuch des Rezeptes pur – sie ist sehr lecker.
Reduziert man ihre Flüssigkeit oder gibt man weniger dazu, eignet sie sich auch sehr lecker als eine mal andere Sauce für Pasta.
Wer mag, kann auch den klassischen Ingwer und / oder Knoblauch oder Zwiebeln hinzufügen, die bei Kürbissuppen oft auf- und darin untertauchen. Ich finde aber, dass sie beim Butternut, der etwas weicher und milder als zB der Hokaido schmeckt, zu sehr in dern Vordergrund vor seinem eigenen feinen Geschmack drängen.Sehr fein schmeckt andererseits auch, wenn man eine Fingerprobe gefriergetrocknetes Zitronengras gemahlen oder so mit in die Suppe zu den Gewürzen gibt oder ein wenig Zitroneabrieb von unbehandelter Frucht.
Viel Spass beim Jagen und Zubereiten dieses Schmankerls.

Bildquelle © Liz Collet – für alle Fotos (mit Infos zum möglichen Erwerb von Nutzungsrechten ) hier

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