Sie wachen früh auf …..hurra !!

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Heiterkeit ist keine Hexerei. Sondern eine Frage der Einstellung. Mag sein, es gibt geborene Morgenmuffel und Langschläfer. Und mag sein, es gibt ebenso geborene Frühaufsteher und Morgenfrischlinge. Ich gehöre definitiv zu den Letzteren. Das war angeblich nicht immer so. In den ersten Schuljahren soll beim Wecken immer ein “nur noch 5 Minuten ….” zwischen meinen Kissenfedern zu hören gewesen sein. Das änderte sich bald. Es gibt doch keine schönere Stunde, als die frühmorgens, wenn man nicht nur das Bad und die erste Tasse Espresso und die Zeit lange Jahre mit dem Hauskater Maunzi, der nach Futter schnurrte, heute eben mit dem kleinen Burgherrn Wendel von Stein, genannt Butzi, der auch seine Zeit haben will, und den Blick auf die Welt noch für sich hat.

Schon während Schul- und Studienzeit war das so und mit der Arbeit in der Bäckerei, die ich nach manchen anderen Jobs vorher neben der Schule hatte, seit ich 14 war, liebte ich auch den sehr frühen Morgen, wenn alle anderen noch schliefen, während ich oft genug noch in Dunkelheit den Weg mit dem Rad dorthin unterwegs war. Eine der Bäckereien lag an einem See. Und nicht selten fuhr ich  – nicht nur, weil ich es hasse, zu spät zu kommen – , sondern auch noch extra 10-15 Minuten früher los. Nur um dann eben dort diese Plus-Zeit, um den Moment des Sonnenaufgangs über der Wasserfläche zu geniessen., der jeden Tag anders war, ob in leichtem Morgennebel über dem Wasser oder schimmernd auf der ersten dünnen Eisdecke oder  funkelnd an klaren Morgen. Und erst dann in die Backstube hinüber zu gehen. Abends mag man noch von manchem abgelenkt und gestört werden, morgens tut das zumindest kaum ein anderer Mensch. Es gibt – was für ein Glück, oder? – eben doch mehr Langschläfer und Morgenmuffel. Genug, um für sich allein sein zu können. Den Tag vor sich haben und überlegen, was man an diesem erledigen und unternehmen möchte, wenn man über dies und das so ungestört von anderen Menschen, Telefon, Fax  und Türklingel und was sonst der Lärm des Tages ins Haus und Office flutet, nachdenken kann. Kurz- und langfristige Vorhaben planen kann und dabei die besten Ideen hat, weil Ruhe und Muße ganz ungestört bleiben. Die nicht die gleiche sind, wie die am Feierabend. Vielleicht, weil man dann ja weniger “frisch” wie der …ja, eben, der “junge Morgen” ist.  Und als dbmS noch klein(er) und Kindergarten, Schule und Haushalt mit dem Fulltimejob der eigenen Selbständigkeit, Verantwortung (und Spass durchaus) für bis zu 4 Angestellte, mit beruflichen Reiseterminen und rund 14 Jahre lang zwei zudem nebenbei zu betreuenden Grossmüttern unter einen Hut zu bringen waren, habe ich die eine oder zwei Stunden am frühen Morgen doppelt geschätzt, so manche Akten oder Gutachten eben zu erledigen, bevor auch seine kleine Welt erwachte und die Familie dann Bad und Frühstück und die volle Aufmerksamkeit bis zum Weg in Schule und Büro beanspruchten. Lieber waren und sind mir diese sehr frühen Stunden noch, als die dann abends nach dem Heimkommen mit und zu dbmS , wenn nach gemütlicher Zeit gemeinsam und nach seinem Betthupferl und getaner Hausarbeit dann auch manches Mal nach 21, 22 Uhr noch ein, zwei Stunden Aktenlektüre auf dem Schreibtisch lagen.

Jeder hat so seine individuelle chronobiologische Uhr, schätze ich. Aber Muffeligkeit oder so eine Art Freibrief für schlechte Laune erklären sich nicht damit. Wer die “raushängen” lässt, ist in meinen Augen einfach ungezogen und unhöflich anderen gegenüber. Andererseits gibt’s eben Menschen, die morgens noch nicht quasseln wie ein Wasserfall und einfach bissl Zeit brauchen, um in die “Gänge” zu kommen. Ist es dann nicht ebenso ungezogen, sie “umerziehen” zu wollen, wenn man selbst schon wacher ist? Wenn manche Ehe- oder andere Paare die daraus folgenden Szenen am Frühstückstisch bei Loriot fein skizziert zu sehen und hören bekommen, können manche darüber lachen und schmunzeln, nur im eigenen Alltag, da fehlt ihnen der Humor, den anderen eben mit ein bissl mehr Gelassenheit zu sehen und zu lassen. Anstatt zu nörgeln, was hindert einen, die Zeit für sich zu nutzen? Und sich ein oder zwei schöne Stunden für sich zu nehmen? Wer – auch dadurch – gelassener und zufriedener ist, ist vielleicht dann auch nachsichtiger, wenn der Rest der Welt dann halbverschlafen in den Tag folgt.

Heute morgens geniesse ich – wie gern am Samstagmorgen – den 5stöckigen Espresso, während das hausgemachte Bauernbrot im Ofen langsam beginnt, seinen Duft zu verströmen und Vorfreude auf ein noch lauwarmes Stück davon weckt. Kritzle den Einkaufszettel für den Markt. Und sehe mir dabei heute mal zB nur zu gern ein weiteres der Videos der Sendungen der WDR Landfauen an. Ob das Fortbildung für mich ist ? Hm….. jou …büsch’n schon. Auch von Rezepten anderer holt man sich ja zwischendurch gern mal neue Ideen oder Anregungen, aus denen man selbst dann auf ein ganz neues eigenes Rezept kommt. oder mir fällt hier und da an solchen Beispielen ein, was ich auch mal längst wieder als Zutat nutzen könnte. Das ist ebenso wie die Ideen, die man aus dem Urlaub und der Urlaubsküche mitbringt. Der eine kocht sie 1:1 oder dann aus Kochbuch nach – mir fallen dann eigene neue Rezepte dazu ein, wie man es auch oder anders oder variiert oder mit nur einer einzelen Zutat was ganz anderes machen könnte. Schon ein, oder zwei Produkte, wie Brombeeren oder Walnüsse oder Trauben bei meinen Stunden auf der Burg Battenberg genügen da, um eine ganze Serie von Rezepten und Rezeptideen für verschiedene Gänge des Menüs zu creieren. Oder der Spaziergang durch Strasbourg und Colmar mit den Flammkuchen und manchen (vielleicht und leider touristischen Bedürfnissen entgegenkommenden) Zutaten für diese. Manche wären eher nichts für mich. Aber bei diesen Rezeptvariationen küssten sich der Flammkuchenteig mit süssen wie herzhaften Auflagen, die auch bei süssen Tartes mit mürbem Teig in Frankreich sehr beliebt sind. Der Versuch der Kombination mit dem krossen, hauchdünnen Flammkuchenteig lohnt sich. Der Teig dafür ist im Nu gemacht und man kann man übrigens prima morgens und ohne Weckgeräusche für andere und Längerschläfer schon vorbereiten.

Andere mit etwas überraschen ist  bekanntlich immer für beide Seiten gut für die gute Laune.
Bei Ihnen nicht?  Wie wäre es dann damit:
In einer von Fran Dreschers Folgen der Nanny Fran Fine, liest Fran ihrer etwa 80jährigen Grossmutter Yetta das Horoskop für den folgenden Tag vor…. bzw sie beginnt den Satz vorzulesen…..
“Also gut, Dein Horoskop:  Du wachst früh auf…..”
und weiter kommt sie nicht, sondern wird noch vor dem Rest unterbrochen von der jubelnden Freude Oma Yettas:
“Hurrrahhhh…”

Geniale Einstellung zu jedem Tag, der vor einem liegt, oder?😉
Und Sie ? Was hindert Sie so, morgens früh und fröhlich wach zu werden….BEVOR Sie 80 sind ?🙂
PS: Auf dem Blech liegen Sauerteig-Roggen-Gezwirbelte mit Thymian und einer Prise Koriander zwischen ebensolchen Semmerln. Rezept Sonntag. Früüüüüüüh. Wenn’s mögen, gern auf ein Haferl Kaffee hier😉

 

Bilder: © Liz Collet

 

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