Lizchens Marzipan-Guglhupf

Marzipanguglhupf © Liz Collet
Marzipanguglhupf © Liz Collet

Nichts geht über Guglhupf!

Höchstens zwei. Oder drei. Oder vier. Oder ein paar hundert. Ein paar hundert Rezepte Guglhupf? In der Tat, so viele habe allein ich in meinem Repertoire von eigenen Rezepten, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Guglhupf gehört zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen, als es im Wesentlichen drei Rezepte waren, mit denen alles seinen Anfang nahm. Beim Guglhupf als meinem Für-Immer-Und-Ewig-Lieblingskuchen, der an keinem Geburtstag fehlen darf. Beim Backen und dem Spass, mir selbst neue Rezepte auszudenken und sie auszuprobieren. Bei der Eroberung der Backstube – in mehr als einer Hinsicht. Und für vielerlei Pfade und Linien, die sich durch den eigenen Lebenslauf ziehen. Manchen meiner Guglhupferl finden Sie sogar auf Gutscheinkarten im Handel, wie bei Saturn Media, auf allerlei Post- und Geburtstagskarten namhafter Verlage und Postkartenhersteller und an vielen anderen Stellen. Aber das ist wieder eine eigene Geschichte.

Ein der frühesten Erinnerungen ist die von einer Haferltasse auf dem Küchentisch in jener Schwabinger Wohnung in der Isabellastrasse, in der Stücke altbackenen Guglhupfs in heisser Milch eingebrockt waren und als Mahlzeit für mich dort standen. Im sonnigen Licht der Fenster zum Hinterhof des Hauses, das in jene Kellerwohnung damals fiel, in der wir anfangs wohnten während meines 2. bis 4. Lebensjahres. Wie bei den meisten Menschen gehören Geschmackseindrücke neben denen von Gerüchen zu den Wahrnehmungen und Erinnerungen, die uns früh prägen und tief ins Unterbewusstsein eingelagert das Leben anhaltend begleiten. Sogar noch bei Menschen wieder und neu zu wecken und aus dem Unterbewusstsein wachzukitzeln sind als Erinnerung, welche als Demenzpatienten vermeintlich so wenig noch zu erinnern scheinen.

Bei mir wird kein Guglhupf wirklich alt genug, um seit damals noch in Milch gebrockt zu werden. Wenn überhaupt, serviere ich ihn frisch oder am 2. oder 3. Tag in oder zu Vanillesauce. Oder überbacke ihn mit einer solchen übergossen und mit oder zu Früchten oder Beeren ähnlich Rezepten von Ofenschlupfern. Aber das kommt selten vor – denn Guglhupf überlebt hier kaum je so lange oder in ausreichender Menge für solche “Resterezepte”.

Das heutige Rezept ist auch eines aus meiner eigenen Feder. Und macht nicht nur Schleckermäulchen Vergnügen, die Liebhaber von Marzipan sind. Das Rezept ist bemessen für eine normal grosse Guglhupfform von 24 cm Durchmesser. Guglhupfformen sollte man nie mehr als zu 2/3 der Backform mit Teig befüllen, er hat dann genug Platz beim Backen und zum Aufgehen.

Zutaten:

250 g Butter
200 g Zucker
Mark 1 Vanillestange oder 1 Pckg. Vanillezucker
4 Eier
1 Prise Salz
100 g Rohmarzipan
125 ml Milch
350 g Mehl
150g Mandeln (gemahlen)
1 Pckg. Backpulver
7 EL Mandellikör
100 g Mandelstifte
4 EL Puderzucker zur Deko

Und so wird er gebacken:

  • Rohmarzipan in der nur sehr leicht erwärmten Milch verrühren, so dass es sich völlig glatt damit vermischt.
  • Zucker mit Vanillemark oder Vanillezucker vermischen,
  • Mehl mit gemahlenen Mandeln und Backpulver vermengen.
  • Butter zerlassen.
  • Guglhupf-Backform mit etwas Butter gut ausstreichen und mit Mehl ausstäuben.
  • Die zerlassene Butter in eine grosse Rührschüssel geben, mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Prise Salz hinzufügen.
  • Dann nacheinander einzeln die Eier hinzufügen und schaumig rühren.
  • Die Hälfte der Mandel-Mehl-Backin-Mischung hinzufügen und gut verrühren;
  • dann den Mandellikör und die Marzipanmilch unterrühren
  • und sodann den Rest der Mandel-Mehl-Mischung.
  • Zuletzt die Mandelstifte unterheben.
  • Teig in die Guglhupfform füllen und den Kuchen bei 175° im vorgeheizten Backofen ca 45- 50 Minuten backen. Stäbchenprobe: falls noch Teig haften bleibt, entsprechend länger backen lassen, anderenfalls entnehmen, aus der Backform stürzen, umdrehen und auf dem Kucherost abkühlen lassen.
  • Nach dem Abkühlen mit etwas Puderzucker bestäubt servieren.

Dazu einen schönen Espresso, Kaffee oder Tee geniessen! …..Und dabei über die nächsten und neue Rezepte für Guglhupf nachdenken, süsse, herzhafte, eisgekühlte…..

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