Zucchini-Tarte und Französisch-Sprachkurs

Die Auffassungen darüber, was leichter zu lernen sei, gehen ja oft auseinander. Die einen glauben, nie Kochen lernen zu können, für andere ist jede Fremdsprache (und manchen sogar die eigene Muttersprache) ein steiniger Weg. Ich glaube, mit beidem Glück oder einfach nur viel Spass an beidem gehabt zu haben. Für andere braucht es vielleicht einfach eines guten Lehrers, der richtigen Methode, die es sicher für jeden gibt, der etwas lernen muss. Gleichgültig auf welchem Gebiet. Meist sind die einfachsten Rezepte in beiden Bereichen der Schlüssel zur Lösung. Und der Aspekt des Talents dann nur der Teil, der aus dem einen dann einen genialen Koch macht, den anderen aber allemal einen, der leckere gute Küche fabrizieren kann.

So bewundernswert Perfektion dabei dann sein mag – für mich muss es selbst nach wie vor vor allem Spass machen, Lust machen, zu experimentieren, auszuprobieren, neugierig zu bleiben, immer und jeden Tag wieder etwas auszuprobieren und zu lernen.

Gelegentlich landet man dann selbst oder das, was man dabei fabriziert, an völlig unvermuteten Stellen. Mit dem eigenen Beruf, dem was man darin und dabei macht, mit dem was man ausserhalb des eigenen Berufs macht. Bis sich sogar das völlig verselbständigt. Und ein weiteres eigenständiges, im wahrsten Sinne des Wortes selbständiges Eigenleben, beruflich sogar entfaltet.

So erging es mir mit der Fotografie und mit……….allem rund um Food.

Dass ich damit mal – auch – Geld verdienen würde, jedenfalls bei Fotografie, wäre mir nicht in den Sinn gekommen, geschweige denn von mir gesucht gewesen.

Die Fotografie fand mich. Nicht umgekehrt.

So gesehen , müsste ich Roland Kopp-Wichmanns Frage mit “NEIN” beantworten, wenn sie darauf gerichtet ist, ob man davon schon mal geträumt hätte. Abgesehen davon, dass ich den Beruf des Anwalts, mehr noch als den des Juristen an sich, als äusserst kreativ empfinde.

— Roland Kopp-Wichmann (@RKoppWichmann) March 30, 2012

Und immer wieder schliessen sich dann doch eben von den vielen Kreisen, die ein vermeintlicher kleiner Steinwurf eines Kiesels ins Wasser verursacht, immer wieder Kreise und Kreise und Kreise, in denen sich die Wege dessen kreuzt, was man alles in den verschiedenen Lebensbereichen macht.

Und das ……………finde ich immer wieder neu amüsant. Überraschend. Lustig.

Und manchmal kitzelt es genau die Art kindlicher Freude an allem, was ich seit jeher gern zu lernen und zu wissen und kennenzulernen Lust hatte, wenn der Zufall es ergibt, zu entdecken, wo die Fäden sich kreuzen. Ohne jegliches eigenes Zutun. Wenn Bilder in Prints, Online, auf Websites, in Vortragsfolien zB an Kliniken oder bei Versicherungen  auftauchen, die vor ein paar Jahren Mandanten meiner Kanzlei waren.

Und die diese Bilder über Agenturen erwerben, ohne zu wissen, von welchem Fotografen bei verwendetem Fotografen-Pseudonym jedenfalls, diese stammen.

  • Ja, ich gestehe es – es macht mir spitzbübische Freude, wenn das immer und immer wieder passiert. Das hat vor allen Dingen damit zu tun, dass es mich immer wieder verblüfft, dass ich “meine Klienten und Kunden” sowohl mit meinem ganz und gar ordentlich erlerntem Beruf auf der einen Seite finde, was mir logisch erscheint. Wenn man sein Fach beherrscht. Und engagiert auch darin arbeitet. Zumindest erscheint das naheligender als die Tatsache, dass ich aus dem gleichen, keineswegs gering anspruchsvollem Kreis “meine Kunden und Klienten” mit Arbeiten gewinne, für die ich keine Ausbildung, keinen erlernten Beruf habe.
  • Noch amüsanter wird es , wenn es beispielsweise ehemalige Prozessgegner oder andere Vertragskontrahenten sind.
  • Und last not least toppen lässt sich das dann im zweiten Fall nur und allenfalls noch dann, wenn ein solcher ehemaliger Prozessgegner widerrechtlich eines meiner Bilder nutzt. Und kurzerhand dafür zur Kasse gebeten werden muss. Kann.

Glauben Sie nicht auch manchmal, die Götter haben Spass, bei solchen Zufällen kichernd ein bisschen nachzuhelfen? Anders lassen sich solche Zufälle eigentlich kaum erklären – bedenkt man die unfassbare Flut von Bildern, die in Agenturen heutzutage angeboten werden. Und der sich daraus errechnenden Wahrscheinlichkeit solcher Zufallstreffer. Das ……….muss ich zum Glück nicht ausrechnen. Wie es ausgerechnet zu solchen Zufallstreffern kommen kann. Ausser eben……….. die Götter haben auch ein kindlich-spitzbübisches Gemüt. Und einen grossen Sinn für humorvolle Spiele mit dem Ausgleich der Gerechtigkeit.
Gelegentlich. Meist……….muss man ja doch ein bisserl mehr Mühe darauf verwenden, bis man selbst sie wenn irgendwie möglich erreichen und durchsetzen kann. In unserem eigentlichen Beruf. Mit der §§ Schubbserei.

Heute aber zur Abwechslung mal ein leises Kichern. Aus göttlichen Sphären. (Könnte natürlich auch aus der entgegengesetzten Richtung kommen. So ein bisserl diabolisch im Subton klänge es danach….)

Aus : On y va! Hueber Verlag

Die Zucchini und die Tarte daraus haben dagegen einen freundlichen “Lehrherrn” ausserhalb meines vormaligen Mandantenkreises  (so dass auch keine Schweigepflicht gegen die Erwähnung hier steht und spricht) gefunden, einen mit Lizenz. Für das Bild  und seine Nutzung und Lizenz zum Sprachunterricht. Sozusagen. Das Rezept für die Tarte im Buch ist unkompliziert. Das meine, mit dem die auf dem Bild zu sehende Tarte aus gelben und grünen , dünn gehobelten Zucchinischeiben zubereitet wurde, ist ebenfalls kinderleicht. Und nicht nur  bei Kindern ebenfalls immer wieder beliebt. Lässt sich auch mit Pilzen ergänzen und mischen. Oder mit Zucchini und (gekochten) Kartoffeln gemischt. Und mit Radicchio zB gemixt. Und …und…und….. wie ich eingangs sagte. Spielen Sie…. experimentieren Sie. Mit Spass.

Für eine Springform von 26-28 cm Durchmesser bzw 4 Tarteförmchen in Portionsgrösse reichen für Mürbeteig 200 g Mehl, 100g Butter, knapper 1/2 Tl Salz und etwas lauwarmes Wasser. Zu glattem Teig verarbeiten, in Folie gehüllt 1 Stunde gekühlt ruhen lassen. Dann ausrollen, in gebutterte und mit Mehl ausgestäubte Form geben, mit der Gabel an mehrer Stellen einpieksen.

Für den Belag 2 kleine bis mittlere Zucchini hobeln , 1 Becher (200 -250 ml Sahne), 1-2 Eier verquirlen. Ein Stück Käse von ca 100 g wie Bergkäse, Emmentaler oder Gouda, frisch gerieben.  Zucchinischeiben auf den Teig  geschichtet, mit einem Guss aus Sahne, Ei, Prise Salz, Pfeffer und   Käse darüber. Ab in den Ofen. Speck, Schinken, Salami kann, muss aber nicht dabei sein.

Bei  180°  im Backofen backen. Inzwischen französische Vokabeln weiter lernen, bis es lecker in der Küche nach Tarte duftet. Blattsalate oder Tomaten-Gurken-Salat dazu geben zusätzlich frischen Kick.

Bon appetit.