Er ist schuld an der Vertreibung aus dem Paradies. Heisst es. Naja, eigentlich gibt jeder Eva die Schuld. Weil sie sich daran vergriffen und Adam auch noch in die Sache reingezogen habe. Böses Mädchen. So dumm angesehen, dass man ihr Adam als Aufpasser beiordnete. Ohne zu erkennen, dass der damit vom Bock zum Gärtner gemacht war. Weil er so wenig überlegen war, seine Aufpasserrolle auch ordnungsgemäss zu erfüllen. Trotzdem wurde Evchen häter bestraft als er. Zum Glück sind wir seit Roxin’s strafrechtlicher Lehre vom Begriff des Täters, der unmittelbaren und mittelbaren Täterschaft und Mittäterschaft und davon abzugrenzenden Teilnahmekategorien der Anstiftung und Beihilfe und danach auszurichtenden Bemessung von Art und Maß der Strafe weiter, als zu vermeintlich paradiesischen Zeiten. Aber das ist ein anderes Thema.
Berücksichtigt man allerdings, welche gesundheitlichen positiven Effekte man dem Granatapfel heute zuschreibt, müsste man Eva geradezu
loben. Und nicht abstrafen. Besonders, weil sie ihn auch an Adam hälftig weitergab (dazu siehe weiter unten). Aber auch später ist ja weit verbreitet Frauen, die Wissen um naturheilkundliche Wirkungen hatten und weitergaben, so manches Mal feurig der Prozess gemacht und nicht nur ihre paradiesische Wohnung fristlos gekündigt worden. Viele Mühlen mahlen langsam.
Für den Granatapfel sind Mühlen oder Pressen übrigens auch kontraproduktiv – die Kerne entfernt man behutsam manuell, indem man den Granatapfel halbiert und auf der Aussenseite der Hälften klopfend, die Kerne in eine Schüssel fallen lässt. Beim Pressen würden die leicht bitteren Zellwände zwischen den Kernen den Geschmack beeinträchtigen.
Der Granatapfelbaum soll in Indien beheimatet gewesen sein, wo die Frucht auch als Gewürz genutzt wird. Im Laufe der Zeit wurde er im gesamten vorderasiatischen Raum verbreitet, von Persien über die Türkei und bis nach Süditalien oder ins spanische Granada, wo es große Plantagen gibt. Der Granatapfel hat der Stadt und Provinz Granada ihren Namen gegeben und ist auch in ihrem Wappen wie im spanischen Staatswappen zu finden.
Als Saft gibt es den Granatapfel mittlerweile mit süssenden Zusätzen in Supermärkten, als sogenannten Muttersaft und Elixier auch in Apotheken, Reformhäusern und Bioläden. Als Muttersaft versteht man den ursprünglichen Saft aus der ersten Pressung, der unverfälscht und nicht weiter ausgepresst abgefüllt wird. Als Granatapfelelixier wird eine Zusammensetzung des Saftes mit speziellen Granatapfelessenzen und anderen Ingredienzien bezeichnet.
Auch die roten Kerne, die Samen, können gegessen werden und sind besonders als Topping auf Obstsalaten, Joghurt, Quark, Pudding und – was ich besonders liebe – in Kombination mit dunkler Schokolade und Schokoladendesserts oder Schokoladentorten ein aromatisches Highlight mit ihrem säuerlichfruchtigen Kontrast.
Der Granatapfel ist reich an den Vitaminen C, K , an Betakarotin, Kalium, Kalzium, Eisen und Flavonoiden. Außerdem gelten andere bioaktive Stoffe als ausschlaggebend für die Wirkungen bei bestimmten Erkrankungen: außer den Flavonoiden vor allem die Polyphenole und Antioxidantien. Die antioxidative Wirkung des Granatapfels soll beispielsweise drei- bis zehnmal höher sein als die der Pflanzen Blaubeere und Grüntee.
Vor allem der Saft gilt schon im Altertum als positiv wirkend bei vielen Krankheiten, in jüngerer Zeit wurden Studien angestellt, um diese Behauptungen auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen, wobei die meisten Studien an Zellkulturen und an Tieren durchgeführt worden. Trotzdem soll der Granatapfel in vielerlei Hinsicht auf gesundheitlicher Ebene ernst zu nehmensein – zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Aber auch bei [ soviel zu Evas bestrafter Fürsorge für Adam !!!
)))) ] Prostataerkrankungen, entzündlichen Erkrankungen des Knochenapparatessoll er wirksam sein – wie Arthritis und auch Arthrose u.a.m. (siehe mehr dazu hier)
Ob und wie weit wissenschaftlich die Wirkungen des Granatapfels für Erkrankungen bzw gegen diese noch belegbar werden mögen – ich finde allein den Geschmack immer wieder sensationell lecker, der für mich im Winter ein Ersatz für die geliebten säuerlichen Beeren des Sommers ist. Und wenn Sie sich in den Bildern vom Fruchtansatz des Granatapfels diese in Fullsize anklicken, dann geht es Ihnen vielleicht wie mir, wenn Sie dort herzige, winzige Details der Natur entdecken, die heiter schmunzeln, heiter oder – wenn ein solches Herzchen unter den Früchtchen im Briefkasten Ihres Herzerls landet – gar herzlich lachen machen. Und das – wissenschaftlich oder nicht – ist allemal bekanntlich eine besondere Medizin: Lachen. Und ………… Herzensfreuden, oder ?
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Der Granatapfel soll auch gegen Reisekrankheit helfen. Ich nehme prophylaktisch vor und während Reisen in heißen Gefilden Kapseln ein und habe bisher gute Erfahrungen damit gemacht.
In natürlichem Zustand ist mir die Frucht aber lieber. Wenn ich die Fotos betrachte, sowieso
[...] Mehr über Granatapfel und seine Kerne und seine gesunde Wirkung hab ich vor einiger Zeit hier ber…. Die fruchtig-säuerliche Süße der Granatapfelkerne passt aber vor allem geschmacklich nicht nur gut zu Schokolade und allerlei Arten von Schokoladendesserts oder Vanille-Speisen, sondern schmeckt auch als Saft oder Fruchtsauce so lecker, dass sie mit Mineralwasser kombiniert eine erfrischende Schorle ergibt. [...]